Beiträge von Mephisto

    Ob die Krankenkasse es weiss oder nicht ist völlig irrelevant weil sie unter keinen Umständen den Arbeitgeber darüber informieren wird. Auch der Betriebsarzt unterliegt der Schweigepflicht, er wird es dem Arbeitgeber also auch nicht mitteilen weil er durch einen Bruch der Schweigepflicht seine Zulassung riskiert. Auf der anderen Seite würde ich dem Betriebsarzt nur informieren wenn es dafür gewichtige Gründe gibt. In einem normalen Bürojob sehe ich das nicht, aber in sicherheitsrelevanten Bereichen (Flugsicherung) halte ich es für angebracht auch ADHS anzugeben. Nach meinem Wissenstand ist man als Angestellter auch nur verpflichtet relevate Erkrankungen anzugeben, so darf ja auch eine Frage nach Schwangerschaft bewußt falsch beantwortet werden.

    Na ja, ADHS bedeutet das das Gehirn jede Wahrnehmung verarbeiten muss während vieles bei nicht Betroffenen gefiltert wird. Daher ist es für mich nachvollziehbar das Betroffene früher ermüden als andere, das Gehirn muss eben mehr arbeiten.

    Tja, in einer ADHS-Selbsthilfegruppe sind natürlich fast nur ADHSler und damit fast nur "Verhaltensoriginelle".


    Da hilf dann nur klar zu sagen was geht und was nicht geht.

    Für mich wäre es völlig genug zu sagen: "Ich bin selbst Betroffen und mehr möchte ich dazu im Moment nicht sagen".

    Und wenn jemand eine Kamera zückt natürlich sofort "NEIN" sagen.


    Fotos in einer Selbsthilfgruppe, ist schon echt drollig auf welche Ideen einige ADHSler kommen....


    3 - 4 Stunden hört sich für mich nach "Wirkende" an.

    Das könnte bedeuten das die wirksame Menge von MPH nicht mehr erreicht wird.


    Es gibt bei uns Betroffenen sehr grosse Unterschiede in der Wirkdauer und der notwendigen Dosierung von MPH, daher sind die offiziellen Angaben nur als Anhalt zu verstehen.

    Daher ist es so wichtig sowohl die Wirkdauer als auch die passende Dosierung genau zu beobachten. Dabei können vertraute Personen sehr hilfreich sein weil die oft eine andere Wahrnehmung haben wie ein Betroffener.


    Und natürlich immer alles mit dem Arzt besprechen...

    Ich wäre auch sehr vorsichtig mich zu outen, der Begriff "ADHS" ist in der Öffentlichkeit verbrannt. Jeder hat dazu eine Meinung, meist ohne echtes Wissen.

    Ich würde aber darauf hinweisen das man bestimmte Arbeitsumgebungen benötigt um gut arbeiten zu können.

    Letztlich sind ADHSler ja nicht weniger leistungsfähig wie nicht Betroffene, wenn die Umgebung und die Tätigkeit zu ihnen pass.

    Und wenn man sagt: "Ich kann in einer ruhigen, ablenkungsarmen Arbeitsumgebung am besten arbeiten", dann habe ich bisher von keinem Arbeitgeber gehört der darauf ablehnend reagiert.

    Feinmotorik verbessern?

    Also es gibt sehr schöne Beispiele wie sich die Schrift von Betroffenen unter der Wirkung von MPH deutlich verbessert.


    Ich glaube auch nicht das eine allgemeine Verbesserung durch Training möglich ist. Habe auch noch nicht gehört das es möglich sein soll.


    Es gibt bestimmte welche die Neuro-Feedback empfehlen würden, wobei das nach meinem Wissen von der ADHS-Fachwelt bezweifelt wird.