Beiträge von Flocki

    Von den Nebenwirkungen lese ich öfters. Aber bei meinem Sohn ist nichts derartiges zu sehen. Ich würde sogar behaupten, das er unter Medikation mehr isst und deutlich mehr trinkt. Er kommt täglich auf 1,5 bis 2 Liter. Als Baby und Kleinkind hat er oft Probleme damit gehabt.


    Ich weiß das es auch Gründe gibt, warum die Kinder wissen sollen, das sie ADHS haben. Aber ich bin da eher die Gluckenmama. Ich halte alles Böse von ihm fern. ;-)


    Das ist wahrscheinlich auch nicht richtig. Aber ich muss zugeben, das ich als Mutter mit ihm mit leide.


    Wobei es seit 2 Jahren gar nicht so schlimm ist. Sprich, seit er Medikinet bekommt.

    ADHS hat er auf jeden Fall. Kurz nach der Einschulung wurde er das erste Mal diagnostiziert. Ein Jahr später sind wir umgezogen, und der neue Kinderarzt wollte kein Medikinet verschreiben, ohne das er die Diagnose selbst gestellt hat. Deshalb haben wir alles nochmal gemacht.


    Am Abend bekommt er kein MPH. Wir haben das mal eine Zeitlang probiert. Aber so richtig geklappt hat das nicht. Unser Kinderarzt sagte, es sei nicht gut, wenn man Tagsüber eine Retard gibt, dann am späten Nachmittag nichts, und dann eine normale Medikinet.


    Er kriegt am Abend beim Vorlesen seine Babyflasche mit Wasser. Und dann schläft er manchmal noch mit Schnuller. Daran hat sich auch nichts geändert. Und jetzt bitte keine Vorwürfe, dass er das in dem Alter nicht mehr darf. Unser Kinderarzt sagt, das ist bei ADHS Kindern in Ordnung. Ich soll ihm die Zeit geben, die er braucht.


    In der Schule hat er es schwer. Aber das ist schon von Anfang an so gewesen. Zu viele Kinder, zu viel Ablenkung. Und am Abend kommt er dann zur Ruhe und schaltet auf seine ganz eigene Art und Weise ab. So lange er das so will, lasse ich ihn auch.


    Wenn wir zusammen TV gucken, dann kommt er schon, und sucht aus eigenem Antrieb Nähe. Erst kurz vor dem Schlafen wirkt er irgendwie distanziert. Ich weiß auch nicht … :-(

    Ehrlich gesagt habe ich noch nie darüber nachgedacht, wann oder wie ich ihn über sein ADHS aufkläre.


    Vor allem: Was erwartet man sich als Mutter davon? Wenn er wüßte, das er ADHS hat, dann könnte ihn das auch unnötig unter Druck setzen. Das muss ja nicht sein.

    Ich habe meinem Sohn vor zwei Jahren nichts gesagt. Ich glaube auch nicht, dass das Sinn gemacht hätte. Im Alter von 6 verstehen Kinder bestimmt gar nicht, was man ihnen sagen will.


    Unter Krank verstehen Kinder Fieber oder eine Erkältung. Aber wie soll man einem Kind ADHS erklären? Aus meiner Sicht macht das wenig Sinn.


    Selbst für "gebildete" Erwachsene ist ADHS bestenfalls ein Märchen.


    Kinder müssen nicht immer alles wissen. Es reicht doch aus, wenn wir Eltern uns Sorgen machen.

    Hallo,


    bisher habe ich meinem Sohn am Abend vor dem Schlafen immer etwas vorgelesen. Aber seit ein paar Tagen will er lieber Hörspiele hören. Benjamin Blümchen steht bei ihm ganz hoch im Kurs. Und er will dann auch seine Ruhe haben. Sogar die Tür vom Kinderzimmer muss ich jetzt zu machen (war bisher immer angelehnt).


    Er geht also am Abend Zähne putzen und zieht sich seinen Schlafanzug an. Ich mache ihm dann seine Windel um, sage noch gute Nacht, und dann will er nicht mehr gestört werden.


    Für mich fühlt sich das so an, als beschäftigt ihn etwas. Oder mache ich etwas falsch?


    Kennt jemand hier solche plötzliche Änderungen im Verhalten? Und wie habt ihr reagiert?

    Schwamm drüber.

    Wer mit Medikamenten Erfolge hat darf/sollte gern drüber berichten.

    Ja genau. Und wer das macht, der darf das bitte nur in einer dunklen Ecke machen, die keiner kennt. Wenn ein Mama in der Schule darüber berichtet, wird sie als Rabenmutter hingestellt, die ihren Sohn mit Drogen ruhig stellt.


    Die haben dann auch recht, wenn man hier von Leuten liest, die angeblich ADHS haben, und von einer medikamentösen Behandlung abraten. Aus irgendwelchen Phantasiegründen.


    Wenn es ihm so gut mit ADHS geht, warum ist er dann hier? Wohl nicht, weil er Hilfe und Austausch sucht.


    Oder ist er so verzweifelt, das er sich einredet, es würde ihm gut gehen?