Beiträge von Stefan

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    Hallo in die Runde,


    ich habe in meinen Blocks in und wieder das Thema ADHS und Klettern erwähnt.

    Das Thema ist für Familien mit betroffenen Kindern aber auch wenn alle "einen Klatsch weg" haben, sehr geeignet die Bindung in der Familie wieder zu festigen und den sehr oft "gebrochenen" Kindern wieder Selbstvertrauen zu geben.

    Eine wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass die Eltern sich, sofern sie ADHS haben, ihrer Problemfelder bewusst sind und aktiv daran arbeiten. Andernfalls könnte es in der Kletterhalle oder draußen am Fels zu "unschönen Ereignissen" kommen.


    Ich kann bestätigen, dass Papa und Sohn am Fels als Team deutlich an Nähe und Vertrauen zueinander gewonnen haben.

    Für den Sohn ist wichtig, dass er zwar in der Schule nie der Primus sein wird, wenn es um Rechnen und Lesen geht, (ganz zu schweigen von der Handschrift und Rechtschreibung) doch das Wissen, am Fels wie ein Eichhörnchen den Papa und auch ältere Kinder "abhängen" zu können, baut die oft betrübte Kinderseele doch deutlich auf.


    Wer weiß. Vielleicht ergreift er einen der typischen ADHS-Berufe. Rettungssanitäter, Feuerwehrmann oder gleich Bergretter? Oder er wird Rettungsschwimmer oder -taucher, denn auch hier ist er seinen Altersgenossen voraus. (Dt. Schwimmabzeichen mit 8 Jahren, ohne dass ich davon wusste)


    Die Angst, es sei zu gefährlich, kann ich zerstreuen. Beim "Toprope", der im DAV deutlich favorisierten Variante des Kletterns sind alle am Seil und wer in der Halle beim Üben mal aus der Wand ins Seil gefallen ist, wird so schnell nicht wieder in diese Situation kommen wollen. Draußen am Fels sorgt dann der Instinkt dafür, dass die Konzentration ausschließlich auf den Griffen um den Kletterer herum liegt. Die Übungsstunden in der Halle, in denen die Technik trainiert wird, sorgen am Fels für Sicherheit.

    Vor Ort wäre nur dafür zu sorgen, dass die "unbeschäftigten" Kinder und Jugendlichen nicht für Ablenkung sorgen.


    Wer kann Infos zum Thema beisteuern?


    Hier ein paar Links und eine Masterarbeit zum Thema:


    https://www.bed-ev.de/partner/partner.aspx?id=6


    https://www.kletterzentrum-reg…/therapeutisches-klettern


    https://www.dav-berchtesgaden.de/jugend/kinderklettern.html


    https://www.dr-lukowski.com/pdf/MasterHeppt.pdf

    @sailormoon; ich habe mir Kaffee weitestgehend abgewöhnt. Während der Wirkkurve (ca. 06- 15 Uhr produktiv) macht er mich sogar müde.

    Wirklich gut klappt der gleichmäßige Spiegel im Magen. Wenn ich zu spät Mittag esse, werde ich trotz Elvanse zum Tier. (ok. zu einem weniger großen als ohne Medikamente)
    Es gibt allerdings auch "Nonresponder" auf bestimmte Wirkstoffe. Dazu steht in älteren ADHS-Foren (teilweise bei Abschaltung in neue Foren kopiert) etwas.


    Interessant. Wiederholungen haben wir beim Junior als "Einschlafhelfer".


    Manchmal läuft eine CD über Monate und legt einen "Schleier aus vertrauten Geräuschen" über alles was eine hochsensitiver ADHS-ler im Halbschlaf er- und aufschrecken würde. Die immer gleichen Abläufe, geben ihm Sicherheit und die Langeweile, die UNS in stupiden Jobs so schläfrig und unproduktiv macht.


    Das Hirn geht dann in Standby und schwupps ist man eingeschlafen.


    Das haben wir vor Diagnose und Psychoedukation nicht gewusst. Er sollte das Radio aus machen und im Stillen einschlafen, was für Unsereins aber die Hölle ist, da bei Stille und leisen unvorhersehbaren Geräuschen im Haus oder Zimmer sofort 150% Aufmerksamkeit darauf liegen oder erst jetzt der Tag reflektiert wird, was dann ebenfalls zu Aufmerksamkeit und Gedankenkringeln führt.


    Ich hatte diesen Effekt bei der Achtsamkeitsapp genutzt, da mich die Stimme "eingelullt" hat und mein Hirn nicht (nicht so weit) hoch drehen konnte.

    Wow! Da habt Ihr bei der Psychoedukation ganze Arbeit geleistet.


    Ich spreche mit meinem Sohn auch über typische Verhaltensweisen, damit er aus seiner selbstkritischen Verzweiflung heraus kommt. Da er (9) jedoch in vielen Verhaltensmustern eher einem 6-jährigen entspricht, in seiner Wahrnehmung und seinem Wissensstand aber in Teilen eher einem 14-jährigen entspricht.

    ch bin hauptberuflich Softwareentwickler und muss jeden Tag die Wünsche und Vorstellungen anderer umsetzen, während meine Ideen und Verbesserungsvorschläge regelmäßig abgeschmettert werden. So eine Einschränkung würde für mich privat nicht in Frage kommen. Ich habe für die App ein exaktes Bild im Kopf und würde anfangen dieses Projekt regelrecht zu hassen, wenn ich nicht mehr frei wäre.

    Das ist der mit Abstand am häufigsten genannte Job bei ADHS-lern, mit denen ich bisher zu tun hatte.


    In unserer SHG haben wir zwei und im Deutschlandweiten Dialog bin ich mit über zehn.


    Bisher galten Feuerwehr, Bereitschaftspolizei, Notarzt, etc. als typische ADHS-Berufe.

    Ist diese Annahme falsch?


    Oder ist die Anzahl von nicht erkannten Mischformen aus ADS und Asperger nur deutlich höher, so das das Projekt "autism at work" eigentlich auf eben diese Mischformen erweitert gehört, bzw. "Softwareentwickler" tatsächlich auch ein "typischer ADHS-Beruf" ist?


    Datt is ne Nuß!

    … die hoffentlich mal in eine Promotionsarbeit geknackt wird.

    DITO! Das ist eines der meistgenannten Probleme in meiner SHG.


    Wir Erwachsenen mit ADHS sind irrsinnig kreativ, bekommen aber selten was weiter als 80% fertig.


    Bei den mir bekannten Promis mit ADHS ist im Hintergrund immer ein "Helferlein", dass an der entscheidenden Stelle "nach hilft". Bei Künstlern ist das oft ein PartnerInnen derdiedas die schlimmsten Zustände im Atelier behebt, bei Musikschaffenden die Angefangenen Blätter sortiert oder entsorgt, die Aschenbecher leer macht, die leeren Pizzakartons und Flaschen entsorgt.


    Denn genau an solchen "Alltäglichkeiten" scheitert bei uns oft das Final. Wir verbrennen an ganz normalen Tätigkeiten so viel Energie (80 - 120%) dass wir nicht mehr die Kraft/den Drive haben, den finalen Schliff anzulegen.


    Werden wir zwischendurch durch einen überlagernden Impuls "abgelenkt" bleib alles im Rohentwurf hängen und wird in den nächsten 30 Jahren nicht fertig.


    Also ganz normales ADHS :))

    Ich habe mich auch mal als Follower an Dein Profil gehängt.


    Da ich mich ebenfalls sehr gut elektronisch organisieren kann, mich aber nur per mehrspaltigem Küchenkalender (analog) mit meiner Familie synchronisieren kann, finde ich den Ansatz sehr interessant.


    Übrigens kann man sich für so ein Projekt Unterstützung einer UNI/FH holen und auch Fördermittel bekommen. Allerdings ist man dann in der Umsetzung (spontane Änderungen) eingeschränkt und bekommt auch Zeitdruck bzw. muss sich mit Helfern und Geldgebern abstimmen.

    Das ist nicht Jedermanns Sache.