Beiträge von UlBre

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    Bei mir in der Firma sind alle Azubis nach Hause geschickt worden. Wir kriegen unser Geld aber trotzdem. Nur über das Handy müssen wir erreichbar sein.


    Einige von uns wollen Party machen. Ich mach den Spielverderber und bleib daheim. Party gibt es nur auf der Xbox. 8)

    Mein Daumen runter bezog sich nur auf die Partymacher. Hab zu spät gemerkt, dass ich den Daumen nicht auf einen bestimmten Bereich eingrenzen kann.


    Ich würde die Partyhelden mal für ein paar Tage zwangskasernieren, in einer schönen ruhigen Zelle ohne Ausgang. Meine ich übrigens völlig ernst.

    Die begreifen es sonst erst, wenn einer ihrer Grosseltern gestorben ist.... Und dann tun sie ihr Leben lang so, als hätten sie das ja niemals ahnen können, die armen unaufgeklärten hirnlosen Heldchen...


    In Südkorea (dem einzigen Land, das bisher systematisch gescreent hat) ergibt sich eine hübsche Verteilung der Infektionen von jung nach alt, wie ein kleiner Hügel, mit einem Hoch bei den 50 bis 59 jährigen.

    Mit einer Ausnahme: die 20 bis 29-jährigen stechen hervor wie ein Schornstein, den ein vierjähriges Kind drangemalt hat.

    Und das eben darum, weil die jungen ihren Sozialkontaktebedarf nicht einkriegen. Und so sind die der Motor der Virusverteilung... Selbst glauben sie ja kaum dran.

    Dafür andere um so mehr.

    Machst Du bitte hinne, dass Du zum Arzt kommst ?
    Blut im Urin ist kein Spässchen !


    Ich habe so was schon von SSRI gehört, als sehr seltene aber sehr böse Nebenwirkung, Von MPH ist mir das bisher unbekannt.


    Im Zweifel ohnehin umstellen auf AMP (Elvanse). das ist bei Erwachsenen Mittel inzwischen eindeutig erster Wahl, vor MPH.


    Viele Grüße


    UlBre

    Hi,


    zum eindosieren ist unretardiertes MPH eigentlich gar nicht verkehrt, weil man damit sehr viel schneller und genauer die richtige Dosis spüren lernt, und ob es überhaupt hilft.

    Nur bittebittebitte: gaaaanz laaaaangsaaaaam eindosieren. Langsam steigern, auch auf das Risiko, dass es ein bisschen dauert, bis man was spürt.

    Solche Experimente wie "mal eben das doppelte eingeworfen um zu schauen was passiert" können auch ganz schön daneben gehen.

    Ja, ich weiss, Geduld ist bei AD(H)S per definitionem nicht gegeben - aber der gesunder Menschenverstand ist ja nicht bei der Diagnose abgegeben worden.


    Ich möchte keine Werbung für andere Webseiten zum Thema machen, aber es gibt Hinweise auf sinnvolle Behandlungsroutinen und Medikamenteneindosierungsschemata im Netz. Falls negteit erlaubt, verlinke ich die gerne.


    Zur langfristigen Behandlung von Erwachsenen mit AD(H)S ist MPH ohnehin nur noch zweite Wahl. Dann bitte auf Amphetaminmedikamente umsteigen. Hier empfiehlt sich Elvanse. Fast alle Erwachsenen mit AD(H)S, die ich kenne, sind inzwischen umgestiegen. Es wirkt sanfter, länger, besser und hat weniger Nebenwirkungen.

    Aber zu beginn ist es, wie gesagt, gar nicht verkehrt, mal mit unretardiertem MPH die ersten Erfahrungen zu machen.


    Beste Grüße


    UlBre

    Hallo,


    AD(H)S ist ja durch massgeblich durch einen Dopamin- und Noradrenalinmangel im PFC (dlPFC: Arbeitsgedächtnis = Organisation) und im Striatum (Motivation, Motorik) geprägt.

    Stimulanzien heben nun DA und NE in diesen Gehirnregionen an.


    Alkohol erhöht Dopamin ebenfalls - und wirkt so (zunächst) stresslindernd bei chronischem Stress. Aber das eben nur kurzfristig, weil Alkohol ja in aller Regel nicht als Medikament (= so niedrig dosiert, dass man nix davon merkt) verwendet wird, sondern als Droge (= so hoch dosiert, dass man was merkt - angenehm duselig bis Rausch).

    Und das hat den blöden Nachteil, dass sich die Dopaminrezeptoren dem anpassen und sich herabregulieren ("Downregulation"). Und dann muss man weitersaufen um das alte (Dopamin-)Niveau halten zu können: willkommen in der Spirale des Absturzes.

    Dann wird gesoffen, ohne dass die Stresslinderung noch greift, nur um nicht noch beschissener dazustehen als ohne. Das ist der Suchtmechanismus.


    Entzug ist dann, dass nix mehr nachkommt, was das Dopamin anhebt = totaler Dopaminmangel. Eigentlich normales DA-Niveau, aber bei den durch die Downregulation total unempfindlich gewordenen DA-Rezeptoren wirkt das halt wie totaler DA-Mangel. Fühlt sich scheisse an...

    Nach 2-4 Wochen Abstinenz hat man das hinter sich, weil sich die Dopaminrezeptoren (meistens) erholen und wieder bereits sind, auf dem ursprünglichen Level zu funktionieren (Upregulation).


    Die Entzugsphase kann man mit Stimulanzien abmildern.


    Oder man nimmt gleich Stimulanzien, bevor man anfängt zu trinken. Die wirken (solange man es nicht übertreibt) als Medikamente, nicht als Droge: langsamer Anstieg, nicht alle Rezeptoren besetzt, sondern nur einige mehr als ohne, langsamer Abstieg. Ergebnis: keine Rauschwirkung, keine Downregulation, keine Anpassung, nur Verbesserung des DA-Funktionsniveaus.

    Klar, wer ständig höher dosiert, kann das auch erreichen. Fühlt sich aber nicht gut an, deswegen macht das keiner.

    Gut so.

    Und das ist der Grund, warum Stimulanzien im Ergebnis Sucht vermeiden helfen, wie etliche Fachstudien bestätigen.

    Vielleicht noch als Rahmen meine Meinung zu AD(H)S, Nahrungsmitteln und Diäten, weil Raupi das weiter oben mal angesprochen hat:

    Die Auffassung, dass einzelne bestimmte Nahrungsmittel (oder Teile davon) AD(H)S im Allgemeinen verursachen würden, gab es früher mal. Das ist definitiv vom Tisch.

    Was richtig sein dürfte, ist, dass Nahrungsmittelallergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten als solche AD(H)S deutlich verstärken können. Selten, aber im schlimmsten Fall, eben auch aus dem nicht-pathologischen in den leicht pathologischen (krankhaften = beschwerten) Bereich. In der Regel verstärken sie nur das AD(H)S, das eh da ist.

    Dabei kommt es nicht darauf an, welche Unverträglichkeit es ist (die kann individuell variieren), sondern dass es eine gibt.

    Die Effektstärke einer (durch Diät beseitigten) Nahrungsmittelunverträglichkeit ist im Mittel 0,25 (zum Vergleich: Stimulanzien 1 bis 1,1, täglicher Ausdauersport 0,7). Also: falls man eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hat und falls man diese wegdiätiert, wird man im Schnitt mit 0,25 Effektstärke belohnt. Im Einzelfall kann es auch deutlich mehr sein (Gluten, Laktose, Histamin...) Milchprodukte, Zucker, Zitrusfrüchte, Gluten und Histamin sind wohl so die häufigsten Kandidaten.


    Der andere Aspekt von Nahrungsmitteln bei AD(H)S sind Wechselwirkungen mit Medikamenten.

    Grapefruitsaft kann Guanfacin beeinflussen, Methylphenidat und Amphetaminmedikamente dagegen nicht.

    Milchprodukte mE auch nicht - das könnte eher eine individuelle Nahrungsmittelunverträglichkeit sein.


    Und: Nahrungsaufnahme vor der Medikamenteneinahme kann Nebenwirkungen verringern und die Wirkdauer verlängern.

    Auch das ist individuell, kann aber im Einzelfall ziemlich deutlich werden (z.B. zittrig ohne Früshtück vs nicht zittrig mit Frühstück vor Medieinnahme),


    Ach ja, und zum Abschluss noch den Schlaumauser Gold: ;-) Zucker ist kein Bestandteil von Kakao, sondern von Schokogetränkemischungen. Aldi hat ein prima fast zuckerfreies Bio-Kakaopulver für in die Milch. Klar, kostet mehr als Nesquick und Co., dafür ist dann auch tatsächlich messbar Kakao drin und es sieht nicht nur so aus. Gibt es aber auch mit Zucker. (Sorry, der musste ;-))


    LG


    UlBre

    UlBre


    Wenn ich deine Ausführungen richtig verstanden habe, dann schlägst Du quasi vor, einen Auslassversuche maximal alle 2 Jahre zu machen? Finde ich offen gestanden eine lange Zeit...

    Ich meine vor allem, dass man sich des Langzeiteffekts bewusst sein sollte.

    Wenn man die Lern- und Problemlöseanpassungsproblematik kennt kann man vielleicht rechtzeitig(er) wieder einsteigen.

    Wenn das Kind damit einverstanden ist, find ich das ok.

    Wenn das Kind innerlich blockiert würde ich sowas lassen.


    Ansonsten kommts eher drauf an, wie die Betreuer sind.

    Sind sie warm , emotional verständnisvoll ? Oder eher kognitiv orientiert, klar, hart und distanziert ? Letzteres geht frühestens für Kinde ab 16 für eine begrenzte Zeit. Für kleinere Kinder kann ein Ferienlager mit solche "toughen Typen" eine Hölle allerfeinster Güte werden.