Beiträge von Starbuck

    Danke Stefan für deine Ratschläge. Ich finde es toll, wie du schon vor der Diagnose deine Stärken nutzen konntest und wie weit du es geschafft hast. Aber irgendwann streikt der Organismus einfach.


    Aktuell hilft mir einfach der Blick auf die Uhr und die Disziplin, beim Thema zu bleiben und Pausen zu machen. Ich möchte vielleicht Tagebuch führen und genau aufschreiben, damit auch mein Arbeitspensum sichtbar wird. Job reduzieren wird nicht viel nützen, da ich befürchte mich dann in Ess-Brechanfälle zu flüchten. Es gilt, einen selbstzerstörerischen Charakter in den Griff zu bekommen, da ist es egal, ob ich mich halb tot arbeite oder anderweitig kaputt mache.

    Vielen Dank, Cube. Es war ein sehr harter und langer Kampf, aber ich hatte oft auch sehr viel Glück.


    Ja, ich habe Angst, dass ich mich irgendwann nicht mehr an den Plan halte. Dass wieder alles einreißt und ich die Nächte bis 4 Uhr morgens durcharbeite und nach 1 - 2 Stunden Schlaf in den nächsten vollen Tag gehe. Ich habe mich teilweise abends mit Elontril aufgeputscht, um nachts noch arbeiten zu können. Ich denke fast, ich bin arbeitssüchtig, weil ich das Gefühl habe, das Arbeiten am absoluten Anschlag auch irgendwie zu brauchen. Meine Familie gibt mir Halt, mein Mann fängt mich auf, aber den Weg raus muss ich jetzt alleine gehen...

    Eine Mischung aus Elontril und Citalopram hat bei mir eine Zeit lang Wunder gewirkt. Medikinet wirkt bei mir auch nur zusammen mit Elontril wirklich. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen...

    Dann ist das alles recht neu bei dir... Wobei ich sagen muss, dass ich das ganze Thema in der Babypause auf Eis gelegt habe und mich auch erst seit Frühjahr 2018 überhaupt damit auseinandergesetzt habe.


    Ja, deinen Blog habe ich teilweise gelesen, da geht es vorwiegend um Medikamenteneinnahme und Befinden, oder?


    Was sind deine Baustellen?


    Hast du Tipps zu meinem Arbeitsverhalten? Ich brauche das Arbeiten am Limit ja leider auch irgendwie, verstehst du?

    Hallo zusammen,


    ich bin Starbuck, 38, verheiratet, zwei Kinder mit 5 und 2, Lehrerin. Soweit ein paar Randdaten.


    Kurz vor der 1. Schwangerschaft vor 6 Jahren bekam ich die ADHS Diagnose - die Erklärung für meinen bis dahin langen Leidensweg aus Ritzen, Essstörungen, Depressionen und totaler Erschöpfung.


    Seit September bin ich wieder richtig im Job und das maßvolle Arbeiten fällt mir ziemlich schwer. Ich pendle zwischen Hyperfokus und Perfektionismus, was mir denkbar viel Zeit und Kraft raubt.


    Seit zwei Tagen arbeite ich nach Plan, damit ich nicht abschweife, im Hyperfokus versinke oder dem Perfektionismus verfalle. Es hat jetzt gut geklappt, aber in zwei Tagen geht die Schule wieder los.


    Ich hoffe, dass mir dieses Forum dabei hilft, auch bei Durchhängern dranzubleiben.


    Ich grüße euch alle!

    Starbuck