Beiträge von Starbuck

ADHS-Zentrum ersetzt keinen Arztbesuch oder andere Fachkraft aus Pädagogik und Recht oder eine sonstige Beratung. Ob der Inhalt bei Ihnen oder ihrem Kind zutrifft, muss jeder für sich im Einzelfall abwägen und eigenverantwortlich entscheiden / prüfen lassen.

    Ich habe Medikinet retardiert 20mg und nicht retardiert 10mg von Medice zuhause. Bei mir haben sie auch von Lieferschwierigkeiten geredet, allerdings habe ich das auf den Jahreswechsel geschoben, da das kurz vor Silvester war.


    Medikinet gibt es auch nicht retardiert, vielleicht mal ausprobieren? Vielleicht hat die Apotheke ein anderes MPH-haltiges Medikament? Besser als nix, oder?

    Ok, also danke für eure Tipps. Ich beobachte jetzt mal, wann es besser und wann es schlechter wird. Ich steuere gegen die Selbstzweifel an und kontrolliere mein Arbeitsverhalten. Essen geht seit gestern besser. Ich habe mich also momentan im Griff, fühle mich aber böse geschlaucht... Alles eine Frage von Kraft und Selbstdisziplin, aber das wissen wir ja alle.


    Therapie kann ich momentan aus einem sehr driftigen Grund nicht machen, frühestens geht das in zwei Jahren...

    Ja, das hab ich, ich bin eigentlich austherapiert mit 3 Jahren tiefenpsychologischer Therapie und 7 Wochen Klinik. Mein jetziger Arzt sagt, er kann mir nicht helfen, weil ich selbst ja mein Problem erkannt habe. Wahrscheinlich ist es wie immer das Problem eines negativen Selbstbilds, weil mir v.a. das Hungern gerade ein Gefühl der Stärke verleiht... Irgendwelche Tipps, die da helfen?

    Hi Cube,


    also es gibt keine speziellen auslösenden "Trigger", ich hab eher das Gefühl, dass das in meinem Charakter irgendwie verankert ist. Irgendwas scheint es mir zu geben, "an den Anschlag" zu gehen. Aktuell ist es so, dass ich oft nicht genug esse. Ich hatte vor Weihnachten 5 kg abgenommen. Ich bin sehr schlank, aber nicht besorgniserregend dünn, aber ich WILL oft einfach nicht essen. Ich kann aber nicht sagen, warum das so ist. Ich kann es nicht auf Appetitlosigkeit schieben oder auf "Vergessen". Im Gegenteil: Ich spüre, wie es meinen Körper manchmal schlaucht. Ich habe heute eine Viertelportion Nudeln mit Ketchup und ein paar Stücke Schokolade gegessen. Ich weiß, dass der Tag morgen dadurch anstrengender wird, aber irgendwie habe ich das Gefühl, mir immer wieder sowas abverlangen zu müssen.

    Genauso verhält es sich manchmal mit dem Arbeiten. Ich arbeite mich immer mal wieder an meine Belastungsgrenze und putsche mich dann mit Red Bull und Medikamenten auf, um noch mehr zu schaffen. Dabei geht es nicht unbedingt um Selbstbestätigung oder Erfolg. Es geht einzig und allein darum, meinen Körper an seine Grenzen zu treiben.

    Da ich Familie habe, habe ich das alles einigermaßen im Griff, ich frage mich nur, ob das andere auch kennen und warum das so ist.

    Es ist sicher gut, dass du diese Blogs schreibst, wenn du möchtest, dass andere einen Einblick in das ADHS bekommen sollen.


    Ich persönlich befürchte, dass das bei mir zum Zeitfresser wird und ich mir dann noch mehr die Nächte um die Ohren schlage. Andererseits - wie ich schon sagte - geht mir der ganze Kampf immer mehr an die Substanz und ich würde mir manchmal einfach gerne moralische Unterstützung holen.

    So, laut Protokoll ca. 6:30 h Arbeitszeit mit einer echten Pause von 45 min und einer Pause von 40 min, die keine war. Bin aber noch nicht fertig, der bürokratische Teil kommt noch :-)


    Stefan, mein Arzt sagt selbst, dass er mir nicht helfen kann, weil ich mein Problem erkannt habe. Ich war 3 Jahre in Therapie, bin da gut, aber auch ein bisschen falsch therapiert worden, da das ADHS nicht erkannt worden ist. Aber die können mir nichts mehr beibringen. Ich weiß, woher was kommt und warum es so ist, ich brauche nichts mehr aufarbeiten oder herausfinden.

    Weniger arbeiten will ich auf keinen Fall, das habe ich von Februar bis zu den Sommerferien, da bin ich dann rückfällig mit Ess-Brechanfällen geworden. Weniger Arbeiten würde mehr Sport bedeuten, die Vorbereitung auf einen Halbmarathon (den ich schon lange vorhabe) und Druck, Druck, Druck... Beim Arbeiten verdiene ich wenigstens noch Geld :-)


    Ich wusste nur sehr lange nicht, dass mein Absturz in die Depression unter anderem eine Folge einer Art Arbeitssucht bzw. einer Sucht nach Raubbau war. Ich bin süchtig nach allem, was mich kaputt macht. Dank Umfeld und Glück bin ich aber nie irgendwo reingeraten (harte Drogen, Kriminalität, etc.).


    Ich brauche jetzt einfach sehr viel Kraft und Selbstdisziplin, das jetzt in den Griff zu bekommen. Einen Teil davon ziehe ich aus meiner Familie, wobei ich mit meinem Mann eigentlich nicht darüber rede, was so in mir vorgeht. Ich finde, er fängt genug ab, was meine Impulsivität und Vergesslichkeit betrifft, da will ich ihn nicht weiter belasten. Ich merke aber, dass mich das immer weiter auffrisst, dass ich alles mit mir alleine ausmache. Deswegen bin ich hier. Wobei ich natürlich Gefahr laufe, hier zuviel Zeit zu verbringen... :-)


    So, danke fürs Lesen und eure Tipps und Unterstützung! Ich hab überlegt, einen Blog zu starten, einfach für Durchhänger und Rückfälle, hab aber Angst, dass ich dann nur noch hier bin...


    Bis denne

    Starbuck