Beiträge von Jenni

    Guten Morgen und vielen Dank,


    meinerseits kommen meine Familie, Umfeld und ich gut mit dem Leben klar und es ist eher meine Vermutung, dass ich voraussichtlich auch eine von den Varianten habe. Es spricht so einiges dafür. :)


    Es ist nicht schön solche Erfahrungen haben, wenn es nicht funktioniert und alles zusammenbricht. Das tut mir sehr leid!


    Ja, das stimmt. Jeder soll die Möglichkeit dazu haben, aber auch nicht gezwungen werden. Ich erlebe beide Varianten, wo ich für mich sage, dass die Person von aussen betrachtet davon profitiert. Unser Sohn sagt sehr deutlich, dass er davon profitiert. Egal, in welchen Situationen. Interessant ist auch wie er sein Empfinden morgens beschreibt als die Medikation anfängt zu wirken. Er ist wirklich sehr stark betroffen und hat ohne enorme Probleme. Im Freizeit/ in den Ferien kann die Dosierung aber verringert werden. Das schafft er aber dann auch ganz gut. Rebound - tja, einige, höre ich immer wieder, streiten es ab. Bei uns kann ich nur deutlich sagen, dass es ihn gibt. Ich glaube auch, dass nur jemand, der das selbst erlebt, beschreiben kann. Ich habe nie Medikamente ausprobiert und kann nur die Erlebnisse des Kindes zurück greifen.


    Neurofeedback: Es wurde die Standardvariante benutzt. Nach meines Wissens sprechen wir dann primär von den Beta-Wellen. Ob es bei unserem Kind geholfen hat - ja, würde ich sagen, aber ich könnte nicht sagen wie lange es gedauert hat, weil es gibt keinen Aha-Moment dafür. Wir haben es ziemlich lange gemacht. Das Kind beschrieb die Sitzungen sehr anstrengend, weil er so still sitzen muss und eine weitere Phase ist für einen späteren Zeitpunkt noch angedacht. Ich persönlich finde NF als sinnvoll und hilfreich, aber es ist für mich ein Puzzlestein mit den anderen Therapie gemeinsam.

    Ich würde auch sagen, dass es keine Wundertherapie mit Erfolg in drei Sitzungen ist. Aber ich meine es gibt auch Studien, die gute Erfolge in relativer Kürze belegen. Mit denen habe ich mich aber in letzter Zeit nicht so viel beschäftigt.

    Hallo,


    ich möchte mich bzw. uns kurz vorstellen.


    Ich, voraussichtlich mal ADHS oder ADS, aber milder ausgeprägt. Die Konzentration und Impulsivität sind auf jeden Fall

    betroffen. Momentan voll berufstätig, ein Teilzeitstudium... Sodass ich wirklich ausgelastet bin.


    Unser Zwerg, 12 Jahre alter Sohn, den wir natürlich überalles lieben, trotz der sehr stark ausgeprägten ADHS, alle Bereiche

    betroffen. Er hat eine Medikation seit Jahren und alle "Pausen" scheitern grandios nach einer kurzen Zeit. Der Nachwuchs

    ist aber so gut reflektiert, dass er seine Medikation im Alltag nicht vermissen will. Über diese Meinung war ich vor kurzem

    sehr überrascht. Die Medikation ist hauptsächlich für die Schule da, weil ansonstens würde einfach nichts funktionieren.

    Ansonsten kommen momentan Ju-Jutsu, Gruppenergo und Psychotherapie in längeren Abständen dazu. Gelaufen sind

    u.a. Frühförderung, Einzelergo, Neurofeedback, Reittherapie...


    Der Alltag läuft im Grossen und Ganzen mal besser und mal weniger gut. Mein Mann leistet eine ganze Menge dazu...

    Vor kurzem auch mit einem Hund, der zu uns passt. :)


    So sieht es bei uns aus. Eine fröhliche Weihnachtszeit an allen Mitlesern.



    LG

    Jenni

    Die Medikation ist bei uns vorrangig für die Schule gedacht und auch bitter nötig.


    Den Sport kann man auch wegen den Trainingszeiten an dem Tag bei uns nicht verändern, da er technisch schon in die Gruppe gehört. Ich habe dem Kind schon auch andere Tage vorgeschlagen und es hat auch einen anderen Tag ausprobiert. Das Ergebnis war, dass es noch in der alten Gruppe sicherer fühlt und nicht wechseln möchte. Es kommt dazu, dass bei den anderen Tagen auch andere Trainer gäbe. Das möchte es auch nicht. Da darf das Kind sich entscheiden und ich halte mich davon möglichst raus, obwohl es für ihn eben sehr anstrengend ist und manchmal sehr schwer fällt.


    An anderen Tagen ist es während der Zeit tatsächlich oft draussen, fährt Fahrrad oder spielt mit den Freunden. Guter Hinweis. Danke.

    Vielen Dank. Kritik ist dafür da, dass ich es nächstes mal besser machen kann.

    Allerdings ist mein Ziel nicht das Thema zu missbrauchen oder jemanden unrecht zu tun.

    Vielleicht bin ich selbst zu blauäugig dann dran gegangen? Philosophie ist tatsächlich

    weniger mein "Fach". :)


    Ich glaube nämlich, dass jeder Mensch das gute Leben für sich selbst definiert. Nussbaum sagte

    auch, dass jeder Mensch soll dazu befähigt werden, sich für das gute (individuelle) Leben zu entscheiden. Das Gute definiert aber jeder eben selbst.


    Aber hiermit möchte ich das Thema hier abschliessen.


    Vielen lieben Dank an alle!!! Ich bin sehr dankbar und froh über diese Kommunikation.

    Vielen Dank für die Rückmeldung.


    Die Frage habe ich tatsächlich mit dem Dozenten zusammen formt und Nussbaum musste ich nehmen.

    Aber Ihre Punkte sind nicht unwichtig. Interessant! Daher habe ich auf dem Fragebogen auch Fragen zum guten Leben aus der individuellen Perspektive formuliert. Zugegeben - das Ganze ist noch verbesserungswürdig, aber aus diesem Prozess lerne ich. Daher freue ich mich über diese Denkanstösse.


    Übernommen habe ich Nussbaums "Listen", die z.B. bestimmte Grundfähigkeiten als ein menschliches Leben voraussetzen. Aber dazu darf jeder etwas selbst sagen wie man das gute Leben selbst betrachtet.


    Meine Arbeit ist einen Zusammenhang zwischen den ganzen Aspekte und Punkte zu bilden. Aber dafür benötige ich erst die Unterstützung von anderen Menschen im Form von Meinungen. :)

    Hallo,


    es ist sehr erfreulich, dass auch Kampfsport ausprobiert wird.


    Hm, ich kann keinen Zitat noch einfügen wie die Mirei es getan hat. Ich glaube, es sei ganz normal auch bei anderen Kindern die Eltern als Schutzschild zu benutzen. Bei uns im Training (Ju-Jutsu) erlebe ich es im Umgang mit den Kindern, dass die Kinder, auch, wenn die zuerst auch drei mal nur zuschauen und nicht mitmachen würden, irgendwann dann doch mitmachen, wenn sie nicht mehr Überfordert mit dem Durcheinander sind. Jedes Kind benötigt unterschiedliche Zeiträume. Gezwungen wird niemand. Respekt ist in der Kampfkunst wichtig.


    Mein Sohn mit sehr schwierigen Verhaltensweisen(!), trainiert schon seit ca. fünf sechs Jahren und es hilft ihn sehr. Es ist interessant und amysant, dass er langsam seine früheren Verhaltensweisen bei anderen sehr bemängelt. Für die Körperwahrnehmung, Kraftdosierung, Sozialverhalten, Einhaltung von Regeln... Bei uns hilft es, obwohl es immer noch ihn sehr viel Kraft kostet, da der Training genau in dem Zeitraum stattfindet als die Medikation aufhört zu wirken (Reboundphase oder so?).


    Somit möchte ich alle ermuntern den Kindern die Zeit zu geben, die sie brauchen. :)

    Hallo,


    für den Fall, dass es doch hier nicht richtig ist, entschuldige ich mich gleich.


    Es ist sehr interessant die Beiträge zu lesen und ich merke wie es vielen mit dem Leben so geht...


    Erstmals zu mir bzw. an meiner Familie:

    Ich habe einen Sohn mit ADHS (12) und wenn man ganz ehrlich ist, könnte man darüber diskutieren,

    ob ich die auch habe. :) Es könnte auch ADS sein, weil ich in der Schule immer eingeschlafen bin... :D

    Mit solchen Foren kenne ich mich bislang nicht aus, aber vielleicht finde ich hier jemanden, der einfach

    paar Minuten für meinen Anliegen findet.


    Mein Anliegen:

    Ich studiere nebenbei noch ein wenig und zwar Soziale Arbeit. Ansonsten wäre es doch zu langweilig...

    Nun habe ich mich auch in meinem Studium bereitschlagen lassen über das Thema in der Sozialphilosophie

    zu schreiben.
    Meine recht provokante (?) Fragestellung lautet: Medikation als Voraussetzung für ein gutes Leben am Beispiel

    von ADHS-Betroffenen. Als sozialphilosophische Theorie musste ich den Ansatz von Martha C. Nussbaum nehmen.


    Mein Problem Nr.1 ist, dass ich doch deutliche Schwierigkeiten habe Menschen zu finden, die für einige Minute die Zeit

    dafür nehmen würden mein Fragebogen auszufüllen.


    Das zweite Problem ist, dass ich ca. bis morgen Zeit habe, denn die Abgabe naht.


    Falls jemand Lust hätte, einige Fragen zum Thema Medikation, Auswirkung mit und ohne sowie das gute Leben zu

    zu beantworten, wäre ich sehr erfreut. Ich hinweise nur dazu, dass ich bislang keinen Fragebogen konzipiert habe

    und dazu darf man gerne auch Ideen und Vorschläge äussern. Ich übe noch und gebe mir Mühe. Die Eingrenzung

    fällt mir ersichtlich schwer.


    Die Fragen werden anonym beantwortet und das ist mir wichtig. Es geht um Ihre Meinungen zum Thema.

    Es gibt kein Richtiges oder Falsches - sondern nur um ehrliche Meinungen. Das wäre mir wichtig.


    Bei Interesse: von Admin entfernt


    Vielen Dank schon im Voraus.



    LG

    Jenni