Beiträge von Aneladgam

    Hallo an alle und vielen Dank für das sehr informative Feedback! :thumbup::thumbup::thumbup:


    Wenn ich aus euren Kommentaren richtig herausinterpretiere, bin ich wohl auf dem richtigen Weg mit meiner Einschätzung, dass es sich nicht nur um ADS handeln kann. ;)

    Es mag auch sein, dass die Medikamente noch nicht richtig eindosiert sind, aber alles in allem ist es einfach doch zu anders als vor einem halben Jahr noch, dass ich es NUR darauf schieben könnte. Nein, ich glaube da klopft die Pubertät an. Oh je!!!!!!!!!!!....X/

    Für mich, als Mutter (mit wahrscheinliche eigener ADS-Symptomatik, bin noch nicht getestet, habe meinen Ersttermin am Montag kommende Woche) gestaltet sich das natürlich um so schwerer.

    Die Inkonsequenz die ich bei mir selber oft zu meinem eigenen Bedauern feststelle, hat mein Mann mir immer als "zu laschen Erziehungsstil" vorgeworfen. Aber ich kann oft selber nicht mehr mit 2 pubertierenden Kindern, die sich morgens schon zur Begrüßung den Mittelfinger zeigen . 8|

    Und wenn meine Tochter dann den richtigen Zeitpunkt erkennt (und den kann sie scheinbar riechen), dann weiß sie ganz genau, welches Programm sie abspulen muss um mich klein zu bekommen. Ich habe meist nur die Wahl zwischen der Zufriedenheit bei Gewährung oder dem Terror bei nicht Einwilligung und dem darauf ohne Ermüdung folgenden Genörgel, Geschimpfe, Gebettel, Gequengel, Beschimpfen, Türenschlagen und sonst der gleichen meiner Tochter.

    Da kann sich jeder Betroffene vorstellen, dass ich dann schnell einknicke, bevor ich mir das antue!

    Und wir reden hier nicht nur von EINER Situation am Tag!!!!!!....


    Nun bin ich seit einiger Zeit dabei es besser zu versuchen und bin konsequent, auch wenn das heißt, dass ich vielleicht nicht mehr der Liebling meiner Kinder bin. Besonders nicht der, von meiner Tochter! Und das gibt sie mir dann auch deutlich zu verstehen!

    Natürlich hat sie damit Probleme, schließlich kennt sie mich seit Anfang an anders. Das muss ich auch noch berücksichtigen, dass sie wahrscheinlich damit am aller meisten Probleme hat, dass nun auf einmal eine für sie sonst berechenbare Situation auf einmal nicht mehr so eindeutig für sie ist. Und das ist ja auch so ein Punkt, mit dem ADSler so gar nicht umgehen können.


    Es reicht mir schon zu hören, dass es mir nicht alleine so geht. Ich meine, ich kann es mir denken, aber es zu hören, ist natürlich schon noch einmal anders. Da fängt wohl eine "tolle" Zeit für mich/ uns an. Und ich dachte noch, wie haben noch laaaaaaange Zeit. Pustekuchen!


    Na, dann hoffe ich, dass ich was finde, was mir hilft, diese lange Zeit unbeschadet zu überstehen!?! :D


    Habt vielen Dank!


    Herzliche Grüße

    Aneladgam

    Hallo in die Runde!


    Ich habe mal wieder ein großes Thema, was mich beschäftigt.

    Vielleicht kennt es der ein oder andere von euch ebenfalls und kann mir hier etwas weiterhelfen?


    Meine Tochter (9 Jahre alt, aber nach Messung der Handknochen = biologisches Alter ca. 12-13 Jahre) hält mich seit einem ca. 1/2 Jahr ziemlich auf Trab.

    Ich habe ein AD(H)S-Elterntraining absolviert, dass gerade einmal ein paar Wochen her ist und weiß manchmal trotzdem nicht, was ich noch tun soll? Wir habe dort wirklich wertvolle Tipps für den Umgang in den verschiedensten Situationen bekommen und doch stehe ich manchmal neben mir, wenn meine Tochter wiedereinmal eskaliert und das ohne triftigen Grund.


    Sie stellt sich allen nett formulierten Bitten und Ansagen entgegen. "Nö, mach ich nicht" und "spinnst du" bis, "dann mach doch selber" und "du kannst mir eh nix", ist alles quer durch den Gemüsegarten dabei. Beispiel heute HA-Situation. Ich bat sie mir die heutigen HA zu zeigen, damit wir sie zusammen anschauen können und sie ggf. vorher besprechen, falls sie etwas nicht verstanden hat. Sie stellt sich vor mich hin und sagt ganz knall hart: "Nö!" Ich bat sie noch einmal im ruhigen Ton um das was ich sie schon zuvor gebeten hatte. Sie grinste mich frech an und sagte wieder: "Nö, mach ich nicht!" Unter Androhung, dass sie morgen nicht zu ihrere Nachbarin baden dürfe wiederholte ich meine Aufforderung mit etwas erhobener Stimme, um ihr den Erst der Lage klar zu machen noch einmal. "Ist mir doch egal!" Also verhängte ich für morgen Badeverbot. Und dann sagte ich ihr, wenn sie jetzt nicht von allein die Sachen raushol, dann darf sie die ganze Woche nicht zu ihr zum Baden. Es juckte sie nicht! Die Frist verstrich und sie stand mit verschränkten Armen vor mir. Also lasse ich meinen Worten Taten folgen.


    Nun habe ich viel über positive Erziehung und Strategien zu Bewältigung von Konfliktsituationen in diesem Elterntraining gelernt, aber es gibt Situationen wie heute, da komme ich auch mit dem Gelernten von meinem Kurs nicht weiter. Und leider ist dies immer häufiger der Fall. Zu allem Übel droht sie mir auch noch, dass sie mich hauen würde und manchmal stellt sie sich vor mich hin und hat Glück, dass sie mich nicht wirklich trifft. Sie über die Treppe in ihr Zimmer zu bringen wird auch immer schwieriger für mich, da sie fast so groß ist wie ich und auch ziemlich viel Kraft hat.


    Ich bin so langsam am Ende meines Lateins! Das kann doch NICHT NUR die Symptomatik sein, die da aus ihr spricht????

    Das kenne ich jedenfalls sonst nicht so von ihr. Sie widersetzt sich mir, kommt meinen Aufforderungen oder Bitten nicht nach. Sie hat bei allem etwas zu maulen und hat immer das letzte Wort.


    Leider bin ich deswegen auch schon länger mit meinem Mann auf Konfrontation, da er meint, dass das nicht nur AD(H)S sei, sondern das sie momentan massiv ihre Grenzen austestet und ich ihr keine gebe, weil ich meine, dass man 2 Augen zudrücken muss, weil sie nun mal eben ADS hat. Er meint, dass unsere Tochter mit mir den Kasper macht und mir auf der Nase herumtanzt und das jeder sehen würde, außer ich!

    Meinem Mann geht das zu weit, er denkt, dass meine Tochter ganz genau weiß, welchen Hebel sie bei mir drehen muss, und dass solche Situationen bei ihm komischer Weise nur selten so eskaliert wie bei mir, weil sie genau weiß, dass sie bei ihrem Vater nicht so weit gehen kann!


    Ich weiß, dass diese Kinder mehr Anerkennung und Liebe brauchen als Kinder, die nicht von ADS betroffen sind, aber auch meist mehr Struktur und Einhaltung von Konsequenzen. Bis jetzt habe ich sie auch wirklich meist in Schutz genommen und mehr durchgehen lassen, als ich sollte, eben weil ich dachte, dass sie für ihre Wutausbrüche und andere Vorkommnisse aufgrund ihr ADS nichts dafür und es selbst nicht steuern kann? Auch bei anderern Sachen habe ich meist alle Hühneraugen zugedrückt, sehr zum Ärgernis meines Mannes! Denn dies war dann auch immer wieder Stoff für vorprogrammierte Konfrontationen bzgl. unseren (seines/ meines) Erziehungsstils. Er warf mir vor, dass ich zu lasch bin und ich ihm, dass er zu drastisch sei.


    Und langsam frage ich mich wirklich, ob sie mir auf der Nase herumtanzt und ihre ADS nur als Vorwand benutzt???? Ich bin es leid, dass ganz normale Alltagssituationen bei uns deswegen eskalieren, weil Madame auf Konfrontation aus ist. (Warum weiß ich selbst nicht? Meist ging dem nichts voraus, an dem abzusehen war, dass sie so auf normale Situationen reagiert?)


    Ich weiß echt nicht woran ich erkennen kann, was nun typisch ADS ist und was typisch Grenzen austesten ist???? Ich möchte ihr ja eigentlich auch nicht Unrecht tun, aber mit der Schiene, dass ich sie eher in Schutz nehme bin ich bisher auch nicht wirklich gut gefahren.

    Leider lügt sie auch sehr viel und mit einer Selbstverständlichkeit, dass einem die Haare zu Berge stehen. Ich weiß nicht, wo sie das gelernt hat? Dazu kommt, dass sie mich des öfteren beschimpft, ebenso ihren Bruder, der ihr oft nur helfen möchte und versucht deeskalierend zu wirken.

    So langsam habe ich das Gefühl, dass das alles außer Kontrolle gerät und nichts mehr wirklich hilft!


    Kennt das jemand und hat irgendwelche Tipps für mich?


    Schon einmal vorab <3 Dank!

    Hallo in die Runde!


    Ich glaube als Eltern von ADHSlern kennen wir alle das Gefühle der völligen Erschöpfung und des ständigen brachliegen der Nerven, abgerundet von negativen Gefühle, die sich da ungewollt mit einschleichen, die man gegenüber seinem Kind zu allem Überfluss dann auch noch empfinden kann, wenn es einen wiedereinmal zur Weißglut getrieben hat. :evil: ||

    Mit Medikamenten läuft es bei uns auch wesentlich besser, als ohne. Das merkt sogar meine Tochter selber und fordert diese auch ein. Mir graut es vor der vorgesehenen Pause, die man ja einmal im Jahr einhalten sollte. =O


    Was mir persönlich sehr hilft, ist der Austausch mit anderen betroffenen Eltern in einem Workshop/ Training für Eltern von Kindern mit dieser Symptomatik. Bei der Vorstellungsrunde blieb kein Auge trocken. Denn jeder einzelne erkannte sich in den Erzählungen und dem Leid des anderen wieder. Und das jeder mit den Tränen zu kämpfen hatte zeigte mir, wie allgegenwärtig doch die Belastung jeder Familie ist und wie ehrlich auch viele sagten: "Ich kann nicht mehr!" Dazu kommt auch meist, dass man nicht nur ein Kind hat, sondern noch Geschwister, die auch ihren Aufmerksamkeit brauchen und auch als Teil einer Familie wahrgenommen werden möchten, was ziemlich schwer ist, wenn meist ein Kind alleine die meiste Aufmerksamkeit für sich in Anspruch nimmt. Und da fängt es dann wieder an mit weiteren Gewissensbissen, weil man das Kind ja ständig vernachlässigen muss, (so kommt es einem zumindest gefühlt vor) bzw. es meist ein Selbstläufer ist, weil das andere so viel Zeit und Energie abzwackt, dass für das andere kaum noch etwas übrig ist. Und dann soll, muss es die Situation seines ADHS-Geschwisters auch noch verstehen und bei Streitigkeiten untereinander wird es zur "der Klügerer gibt nach" und "du weißt, ihr fällt es manchmal schwer"......angehalten, damit es nicht ständig in einer Rauferei ausartet. Puh!|| Da quälen einen als Mutter ständig Gewissensbisse! Am liebsten würde man sich teilen können.


    Ich persönlich habe erkannt, dass ich mit meinen Gefühlen, Ängsten und meinen Handeln, was mich manchmal auch als Mutter disqualifiziert, nicht alleine bin! Und ich musste auch erkennen, so hart es für mich manchmal ist, meine Tochter ist eher noch der "Gutfall".


    Was ich sagen möchte, ich kann betroffenen Eltern nur raten, sich bei solch einem Training anzumelden.

    Man wir an die Hand genommen und so zu sagen selbst zu einem Spezialisten auf dem Gebiet ausgebildet, schon alleine deswegen, damit man auch in Gesprächen mit Ärzten und anderem Fachpersonal auf Augenhöhe und mit dem dazugehörigen Input mitreden kann. Man lernt heikle Situationen schon so gut es geht von vorne herein zu erkenne und dementsprechend abzufangen und vieles andere mehr, was im Leben/ Alltag mit einem Kind dieser Symptomatik wichtig ist.


    Die Dozenten selber sind auf dem Gebiet ADHS seit Jahren spezialisiert und haben sogar selber ein Kind mit dieser Symptomatik großgezogen. Sie wissen also nur all zu gut, von was sie da reden. Das macht die Sache natürlich noch authentischer. :thumbup:


    Ich weiß zwar nicht, wie es in den einzelnen Bundesländern läuft, aber bei uns wird dieser Kurs von einer Stiftung übernommen. Einfach einmal im Netz schauen nach ADHS-Elterntraining in eurem Gebiet. Bei uns wusste es z. B. auch unsere Ergotherapeutin, wer diese Kurse gibt. Zuständige Informationen müsste man auch bei jedem SPZ in der Nähe bekommen, oder eben bei Stellen die sich um Familie und Co. kümmern.


    Ich wünsche uns allen weiterhin viel Kraft mit dem Wissen im Hinterkopf, dass keiner von uns damit allein ist!!!! ;)


    Eine schöne restliche Woche euch und VLG.

    Aneladgam

    Hallo ihr Lieben!


    Ja, ihr seht, jeder geht anders mit diesen Sachen um und man kann keine Herangehensweise als "richtiger" erachten. Jeder von uns hat seine Art und Weise mit dem Thema umzugehen und das ist auch gut so. :thumbup:


    Meine Tochter erhält in absehbarer Zukunft psychische Unterstützung, sprich Einzeltherapie. Natürlich werden wir als Eltern bei dem ein oder anderen Termin auch anwesend sein. (Wie meistens, denn da müssen/ sollten ja alle an einem Strang ziehen.) Die Kinderärztin im SPZ hielt dies aufgrund einiger Gegebenheiten als beste Hilfe zur bereits bestehenden Medikation an. Ich bin davon auch überzeugt!

    Bei unserem Beratungsgespräch im SPZ, bei der dort praktizierenden Kinderpsychologin werden verschieden Optionen beleuchtet und Anlaufstellen genannt.

    Ich verspreche mir sehr viel davon und bin positiv der ganzen Sache gegenüber eingestellt. ;)


    Desweiteren besuche ich ebenfalls ab März ein Elterntraining hier bei uns vor Ort. Es findet 6 Mal statt und der Abschluss des Elternseminars wird von einem gemeinsamen Kletterausflug inklusive der betroffenen Kinder gekrönt. Ich finde, dass hört sich sehr gut an!!!

    Durch das Seminar leiteten eine Kinderpsychologin und ihre Mann, ein renommierter Kinderarzt mit dazugehöriger Praxis. Beide geben ihr Wissen weiter und schulen uns, sowohl einzeln auch als in der Gruppe. Der Kinderarzt übernimmt zusätzlich die Psychoedukation.

    Beide sind in unserem Raum sehr bekannt (auch bei unserem SPZ) und das Seminar dem entsprechend stark nachgefragt.

    Ich bin sehr neugierig und sehr froh dabei sein zu können. :)


    Ich wünsche euch allen einen guten Start in die Woche.


    VLG

    Hallo und einen schönen Sonntag euch allen! ;)


    Ich glaube, dass geht hier etwas in eine falsche Richtung. :?:


    Grundsätzlich bin ich der Meinung von Stefan, dass dies hier ja ein Austausch unter uns Betroffenen, oder Eltern betroffener Kinder ist. Deswegen denke ich auch, dass es ja nur legitim ist, wenn jeder offen sagen kann, was er für Erfahrungen gemacht hat und was er denkt. Ob mit oder ohne Medikation. Sicherlich ist es auch gut zu wissen, was man noch außerhalb der Medikamentenhilfe tun kann, um AD(H)S zu therapieren und da hat jeder so sein eigenes Rezept. Sicherlich geht dies auch ohne Medis, dass muss und darf GsD jeder für sich selbst entscheiden. Und ich glaube auch, dass es nur als ein Aspekt der ganzen Thematik gesehen werden kann und nicht heißen muss, dass derjenige, der von seinen Erfahrungen schreibt, es allen anderen aufs Auge drücken will?? Und falls man doch das Gefühl haben sollte, dann ist man doch alt genug, um damit dementsprechend umzugehen. ;)


    Jeder darf sich herauspicken, was für ihr hilfreich erscheint und nebenbei auch noch seinen eigenen Horizont erweitern, oder auch nicht. Also, tief Luft holen und nicht alles immer so eng sehen.


    Dann wollte ich noch einmal nachfragen, bzw. Stellung nehmen zu dem Austausch zwischen Raupi und Flocki.


    Wie bereits erwähnt haben wir unserer Tochter von Anfang an gesagt, warum wir zum Arzt gehen, worum es geht und was wir uns davon versprechen. Da war sie knapp 8 Jahre alt. Sie war ja auch von Anfang an dabei, als wir den Kontakt mit unserem örtlichen Spozialpädiatrischen-Zentrum zwecks einer Diagnosestellung aufgenommen und eben dort dann Termine wahrgenommen haben. Sie war immer persönlich anwesend (musste sie auch sein und ist es bei unseren quartalmäßigen Terminen nach wie vor). Sie wird gewogen und der Blutdruck wird gemessen. Im Gespräche, was oftmals über eine Stunde geht, berichtet sowohl sie, als auch ich, wie es uns so im letzen 1/4 Jahr ergangen ist. Sie wird u.a. von der Ärztin gefragt, wie es mit den Tabletten läuft, was ihr auffällt, wie es mit den Hausaufgaben läuft und wie es in der Schule ist, etc. Was gut ist und was nicht so gut ist, berichtet sie dann immer selber in dem Gespräch. Ich werde danach um die Einschätzung der Dinge von meiner Seite her befragt.

    Von dem her würde es mich sehr interessieren, wie ihr darum herum gekommen seid, euren Kindern nicht mit dem Thema konfrontieren zu müssen?


    Wir haben ihr vor dem Arztbesuch versucht, alles kindgerecht zu thematisieren und auch zu formulieren. Sie hat auch mit ihren fast 8 Jahren sehr schnell verstanden, dass wir versuchen ihre Unzulänglichkeit damit in den Griff zu bekommen und das wir die Möglichkeit haben, dass mit Medikamenten in den Griff zu bekommen und das uns die Ärzte und Psychologen uns dabei unterstützen und dies dann auch regelmäßig überwacht werden müssen, wie bei anderen Menschen auch, die täglich Medikamente einnehmen müssen.

    Wir sagten ihr, dass sie ein paar Untersuchungen machen muss, die dafür nötig sind, damit man weiß, ob man das Medikament geben darf oder nicht.

    Sie hat das alles sehr wohl verstanden, hat auch nachgefragt, wenn ihr was unklar erschien und sowohl die Ärzte, wie auch wir haben dann unser Bestes versucht ihr es eben altersgerecht zu erklären, damit sie auch versteht, was wir tun und warum wir es tun.


    Ich bin der Meinung, dass Kinder sehr wohl mitbekommen, wenn etwas anders läuft, als bei bei anderen Kindern, oder bei den Geschwistern. (z. B.: "Warum muss ich Tabletten nehmen und mein Bruder nicht?, Warum schaffen das andere Kinder und müssen nicht laufend aus dem Fenster gucken und ich nicht? Warum vergesse ich alles und andere Kinder nicht?") Dies sind nur einige Fragen, die meine Maus mir/uns immer wieder gestellt hat. Da ich ein Mensch der offenen Worte bin, auch gegenüber meinen Kinder, (die mehr mitbekommen, als man ihnen zutraut), habe ich so gut es ging die zutreffenden Worte gefunden um zu erklären, warum es so ist und das dies der Grund sei und viele andere, dass wir es mit den Medikamenten versuchen wollen.


    So wie meine Tochter in der normalen Grundschule erfahren musste, dass sie nicht so kann, wie eben die anderen Kinder aus ihre Klasse, so sieht sie jetzt, dass es mit Medikamenten bei ihr genauso machbar ist, wie bei den anderen auch - sprich, sie sieht ihre Erfolge und bekommt genau mit, was die Medikation ihr ermöglicht. Sie bekommt aber auch ab und zu eine Reboundreaktion mit. Eben alles, was so dazu gehört. Und dann fragt sie mich auch, warum sie auf einmal so ist, wie sie ist und ich gebe wieder mein Bestes, ihr dies zu erklären. Schließlich möchte ich, dass sie weiß, woher das kommt und warum es so sein kann. Sie mit den Reaktionen auf ihre Medikamente, sowohl gewollte, als auch ungewollte im Unwissen zu lassen, dass würde mir persönlich als Mutter widerstreben.


    Aber auch hier gilt wieder, dass es eine ganz persönliche Meinung ist und ich bereichten kann, dass ich mit diesem offenen Umgang bis jetzt am besten gefahren bin. Das muss nicht heißen, dass es für alle anderen genauso gut ist. Es hängt sehr stark vom eigenen Kind ab und natürlich auch von der Persönlichkeit der Eltern.


    In diesem Sinne, weiterhin frohes Austauschen!


    GVLG

    Na das hört sich doch schon einmal vielversprechend an bei euch beiden!:thumbup:;)


    Ich habe nun endlich auch eine Ärztin/ Psychaterin gefunden, die sich auf AD(H)S bei Erwachsenen spezialisiert hat und demnächst hier bei uns vor Ort praktiziert. Das ist gar nicht so leicht da den richtigen Ansprechpartner zu finden und demzufolge den richtigen Arzt. Unser Zentrum für Psychatrie erschien mir da der richtige Ansprechpartner zu sein um einen fachkundigen Arzt ausfindig zu machen und die haben mich dann auch verwiesen.

    Jetzt habe ich am 22. Feb. einen Termin und bin sehr gespannt, was da so nach und nach zu Tage kommt?


    Raupi, wie viel MPH nimmst du, Dosis, meine ich?


    GVLG