Ritalin (Adult?), Langzeitschäden?

ADHS-Zentrum ersetzt keinen Arztbesuch oder andere Fachkraft aus Pädagogik und Recht oder eine sonstige Beratung. Ob der Inhalt bei Ihnen oder ihrem Kind zutrifft, muss jeder für sich im Einzelfall abwägen und eigenverantwortlich entscheiden / prüfen lassen.
  • Hallo zusammen.
    Mein Mann hat mir kürzlich verraten, weshalb er sich gegen Ritalin Adult entschied, obwohl sowohl die Fragebögen-Ergebnisse wie auch sein Verhalten (was auch er selbst merkte) dafür sprachen das es ihm hilft.


    Er meinte gelesen zu haben, das Ritalin Langzeitschäden im Gehirn verursachen würde. Woher er diese Info hat (nur weil etwas online behauptet wird, muss es keine korrekte Quelle sein) konnte er mir nicht mehr sagen.


    Manche Seiten berichten, das es kaum Studien dazu gibt, und wenn, bisher nur bei Tieren.

    Teils wird MPH generell genannt, dann würde es aber z.B. Medikinet genau so betreffen und nicht nur Ritalin. Eine andere Seite setzt z.B. Ritalin mit Amphetamin gleich, dann würde das Elvanse was mein Mann nimmt, aber ebenso mögliche Langzeitschäden im Gehirn anrichten können.


    Letztlich habe aber ich zumindest keine Seriöse Quelle mit wirklich eindeutiger Aussage gefunden.


    Mein Mann sagte auch nicht, ob es dabei z.B. um die (Langzeit-) Behandlung mit Ritalin seit der Kindheit geht, oder wie lange "Langzeit" wäre. Ob es z.B. einen Unterschied macht, bei einem Kinderhirn oder einem Erwachsenen-Hirn, usw.


    Weiß jemand von euch vielleicht etwas über das Thema?


    LG Cube.

  • Danke für den Link.

    Wie gesagt, ich weiß nicht woher er die Aussage/Info hatte.


    Finde es jedenfalls schade, wenn aufgrund von Verunsicherung oder Ängsten vor solchen (möglichen) Schäden, evtl. Menschen auf die Einnahme eines Medikaments verzichten, das ihnen u.U. Erleichterung im Alltag und/oder Besserung ihres Leidens bringen kann.


    Als ADHS Betroffene/r hat man nun auch keine immens große Auswahl an möglichen Medikamenten.


    Andererseits dachte ich mir, wenn jemand MPH wirklich braucht, um z.B. im Leben zumindest akzeptabel klar zu kommen, wäre z.B. ein vermindertes Ansprechen der Rezeptoren als "Langzeit-Schaden" (so wurde es auf einer Webseite beschrieben) doch wohl das kleinere Übel.


    Und ich verstehe zudem die "Panikmache" nicht. Etliche Medikamente (z.B. bei körperlichen Erkrankungen) können teils auch Langzeit-Schäden als Nebenwirkung verursachen. Sei es z.B. Coritson, was vermutlich häufiger eingesetzt wird, als MPH.

  • Genau da liegt der Hase im Pfeffer.

    Betrachtet man die Relation zw. Einsatzhäufigkeit, Wirkung und mögl. Schäden im Vergleich zu anderen Medikamenten ist die Absurdität der reißerischen Schlagzeile sehr deutlich.


    Das verhält sich aber mit anderen Themen in der öffentlichen Wahrnehmung ähnlich.

    z.B. Terrorgefahr im Vergleich zu Verkehrsunfällen durch Rasei oder Handy am Ohr.