Kureinrichtungen für Erwachsene AD(H)S-ler

  • Gute Idee!


    Ich habe festgestellt, dass es bei Mutter/Vater-Kind Kuren die Indikation ADHS nur für die Kinder gibt, nicht den begleitenden Elternteil.


    Auch vermisse ich rückblickend beim Caritas-Haus Feldberg, das ja für Kinder den Schwerpunkt ADHS hat, dass sie die Eltern nicht sensibilisieren, bei sich auf Hinweise auf eigene Betroffenheit von ADHS zu achten.


    Es könnte sein, dass offensichtlich Betroffene, die ihre Probleme im obligatorischen psychologischen Einzelgespräch schildern, angesprochen werden.


    Aber wenn ich in meiner eigenen Familie sehe, wie viele Menschen an Symptomen leiden, die aufgrund von Ahnungslosigkeit keinem Arzt geschildert werden, dann vermute ich, dass viele Eltern so wie ich aus einer Kur, die sie wegen Erschöpfung angetreten haben, unerholt und reizüberflutet wieder abreisen und nie drauf kommen, wie sie diese Erschöpfung behandeln und hoffentlich dann loswerden können.

  • Ich werde versuchen, wieder zur Mutter Kind Kur hin zu fahren. Letztlich ist unser Haupt Problem meine Erschöpfung und Überlastung. Wir haben ja das Glück, für meinen Sohn eine Therapie machen zu können.


    Die Elternkurse zum ADHS dort im Caritas-Haus Feldberg waren sehr interessant, aber am aufschlussreichsten ein Einzelgespräch mit einem Psychologen zum Thema, das ich mir erbeten hatte.


    Aber ehrlich gesagt, so intensiv wie Du Dich jetzt eingelesen hast, wirst Du hoffentlich nicht enttäuscht sein... andererseits haben die in der Klinik besonders viel Erfahrung mit dem Themenbereich Schule, Lernen und rundum - der Bereich wiederum ist glaube ich in Büchern und Forum nicht so gut abgedeckt.


    Und dein Sohn wird in der Klinikschule ja auch beobachtet und es gibt Feedback und Tipps.


    Die Elterntrainings bei der Reha sind vielleicht noch umfangreicher, da sie ja 4 Wochen geht.


    Ich hätte 4 Wochen Verdienstausfall bei einer Reha, dazu Wegfall von AG-Anteil bei Rente und Krankenversicherung... teurer Spaß...


    Aber mein Hauptgrund, keine Kinder Reha zu machen, ist der, dass mein Sohn viele schwierige für ADHS typische Verhaltensweisen nicht zeigt. Ich hätte Angst, dass er einen Kurs machen muss, bei dem Kinder mit oppositionellem Verhalten oder Hyperaktivität die Zielgruppe sind. Aber da wäre er in der falschen Gesellschaft.


    Außerdem ist möglicherweise eben ein Autismus mit Schuld an seinen Kauzigkeiten und deshalb möchte ich das Standard ADHS Programm von ihm fern halten.

  • "...Standard ADHS Programm..." bei unserem Zwerg sind oppositionelles Verhalten oder Hyperaktivität ebenfalls kaum ausgeprägt. Sonst wäre er ja in der Schule oder schon in der Kita aufgefallen.

    So musste ich selbst durch den Hirnsalat der Wissenschaftler lesen, um vor einer völlig verdutzten Ärztin zu landen, die gewöhnt ist, dass die Eltern von den Lehrern zu ihr geschickt werden.


    Übrigens hatten die dort in der Gruppe ein Kind mit allen ADHS-Merkmalen. Der wurde schon in der vorletzten Kita-Stufe erkannt und auf Ritalin eingestellt. Leider hatte ich damals noch keine Ahnung, sonst hätte ich mir Input geholt.

    Nun war die Mutter ausgerechnet auch noch Erzieherin in der Kita und ich durfte mit erleben, wie sie sich recht plötzlich für einen anderen Mann entschieden hat.

    Woher der Junior wohl seine Gene hat? ;)