Eindosierung von Ritalin adult

  • Nach dem Abbruch der Eindosierung mit Medikinet wurde Ritalin adult als mögliche Alternative gefunden.

    Es wurde in Schritten zu je 10mg über je eine Zeitspanne von je 28 Stk. vorgegangen, wobei tägl. ca. 6:00 eine Kapsel zu geringer Speisemenge genommen wurden.

    Für den Zeitraum der Eindosierung wurde werktags auf Kaffee und alkoholische Getränke verzichtet. Es wurden parallel keine weiteren Psychopharmaka oder legale bzw. illegalen Drogen (u.a. Nikotin) konsumiert.


    Der gesamte Zeitraum wurde täglich in einer Tabelle in hoher Granularität dokumentiert, die zu Terminen den behandelnden Medizinern zur Verfügung gestellt wurde.


    Die Dämpfung emotionaler Überreaktion war ab dem ersten Tag spürbar und wurde vom Umfeld positiv wahrgenommen.


    Der Reizfilter stieg erst mit erhöhter Dosierung zu einer "nutzbaren" Schwelle an.


    Eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit war erst in höherer Dosierung zu verzeichnen, war aber weiterhin schwer steuerbar.


    Starke Schwankungen in der Wirkstoffausschüttung waren bei allen Dosierungen zu verzeichnen. Hier werden Wechselwirkungen zwischen Nahrungsaufnahme und -bestandteilen mit der Retardierung vermutet, die jedoch bisher nicht abschließend ergründet werden konnten.


    Mit Beginn jeder Steigerung war ein Effekt der Überdosierung zu spüren, der sich jeweils nach wenigen Tagen minderte.


    Mit zunehmender Dosierung sank das Bedürfnis auf alkoholische Getränke oder Süßigkeiten. (Mit sonst. Drogen oder Nikotin gibt es keine Erfahrungen)

    Während der Wirkung wurde kontrollierter gegessen (Menge), während nach Rebound der Appetit wieder zu nahm.


    Die Stärke des Rebound schwankte in allen Dosierungen stark nach Tagesform und Tätigkeitsspektrum.

    Schwere körperliche Arbeit oder Sport im Rebound milderte die Beschwerden bis zur minimalen Spürbarkeit.

    Soziale Interaktion und Reizoffenheit waren in jedem Rebound problematisch. Hier waren Isolation und mental geringere Belastung sehr lindernd wirksam.


    Der Zeitraum von Einnahme bis Einsetzen des Rebound variierte täglich, schien jedoch in Beziehung zum Grad der Körperlichen Belastung zu stehen.



    Nach jedem Rebound trat wieder eine Phase zunehmender Aktivierung ein. Hier waren dann wieder die typischen Symptome vor Einnahme prägend.


    Details unter Ritalin Adult - jetzt geht es los! (Start und Verlauf der Medikation)



    Der gefühlte Tagesverlauf kann als Sinuskurve beschrieben werden.

    Die positive Amplitude steigt mit Freisetzung des MPH bis in den Peak und durchläuft noch vor vollständiger Verstoffwechselung die Nulllinie.

    Ab Schnittpunkt kann man vom Rebound sprechen, dessen negative Amplitude jedoch idR. nur einen Bruchteil der positiven Auslenkung in Stärke und Zeitraum ausmacht.

    Nach meiner Erfahrung bedingen sich Wirkung und Rebound.

    4 Mal editiert, zuletzt von Stefan () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Danke für die zusammenfassende Darstellung. Stellst du die auch in der Anderswelt ein?


    Ich dachte, der Rebound sei bedingt durch eine zu steil abfallende Wirkkurve bedingt. Durch die Einnahme einer geringeren Dosis MPH könne das Abfallen der Wirkkurve verlangsamt werden und damit der Rebound gemildert oder vermieden werden.

  • Danke für den Kommentar.

    Ich habe eine das Wort "Wirkende" durch "vollständiger Verstoffwechselung" ersetzt. Sprich, die beabsichtigte Wirkung endet, (in meinem Fall nicht proportional zum Anstieg) jedoch bewirkt der Restspiegel an MPH bei mir keine Linderung mehr. Versuche mit unretardiertem MPH habe ich bisher nicht unternommen.

  • Ich habe -warum auch immer- meistens einen recht langsamen Verlauf der Freisetzung. Den Peak erreiche ich in aller Regel nach 5h. Danach ist zwar ein Abfall deutlich zu spüren aber das Level liegt noch weit über dem 1h nach Einnahme.

    Bisher haben Versuche mit Kaffee besser gewirkt als MPH, wobei ich bisher kein unretardiertes MPH hatte.

    5mg unretardiert wäre die Alternative zu Concerta. Das möchte ich aber zuerst mit dem Doc klären. (Tipp von Ulrich)

    Hinzu kommt der noch etwas zu unzuverlässige Freisetzungszyklus bei Rita ad. Nehme ich die neue Dosis zu früh komme ich in Teufels Küche.

  • Ja ich denke auch, 5mg *retardiert* dürfte dich angesichts der hohen Dosis von morgens, die Du ja so ungefähr verträgst, nicht umwerfen... und es würde den Abfall der Wirkkurve mildern, sprich Rebound vielleicht verhindern.


    Natürlich sind wir ja keine Ärzte... das wissen wir ja auch alle... Stichwort Erfahrungsaustausch...


    Ich bin gespannt. Wann kontaktierst Du Deinen Doc?


    Aber ich habe noch nicht herausgelesen, weshalb Du bisher immer nur morgens was nimmst, aber mittags nicht...

  • Ah, jetzt hab ich es in der Anderswelt gelesen und endlich kapiert, die Wirkdauer der 1. Dosis zieht sich teilweise so lange hin... und Du weißt noch nicht, weshalb... ja dann... hm...


    5mg retardiert zu probieren, könnte ich mir trotzdem vorstellen zumindest mal versuchsweise...


    Ind wenn nicht, kannst du ja mal 20mg+5mg morgens zusammen nehmen, da du doch meintest 30 mg wären einen Ticken zu viel...? Dann liegt die 5mg Schachtel zumindest nicht völlig ungenutzt im Schrank...


    Und vielleicht verträgst du sogar nach der 25mg Gabe mittags die 5mg...?


    Leider lesen Falschparker und Ulbre hier nicht mit... müssten wir vielleicht mal cross posten...

  • "...5mg retardiert..." das hatte ich in den beiden Selbsttests ausprobiert. Da es nur Medikinet ad als 5mg gibt, ging das leider so schief wie meine ursprüngliche Medikation auf Medikinet ad.

    Ritalin ad mit der etwas geeigneteren Retardierung gibt es nur in 10-er Stufen und das ist mir zu heiß. Ich hatte bereits auf 10mg Rita reagiert und die Kurve war recht lang.


    Der Termin ist morgen. Schauen wir mal, was der Doc meint.

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