Augen, erkennen, nicht sehen / wiederfinden trotz voller Sehschärfe, Funktionaloptometrie

  • Optometrie:

    Ich habe bei mir schon vor fast 40 Jahren in der Schule bemerkt, dass ich die Stelle, die ich von der Tafel abschreiben wollte "nicht wieder gefunden" habe. Mündlich waren meine Auffassung und Leistungen immer weit überdurchschnittlich. Sobald gelesen oder geschrieben wurde rauschte die Note in den Keller.

    Das geht mir noch heute in Texten oder Tabellen so.

    Es hat nichts mit der Sehschärfe an sich zu tun (weit ü100%).


    Bisher hielt ich es für "normal" und einen Teil meiner Persönlichkeit, der mich eben behindert

    Werde das Problem von Fachleuten klären lassen.


    Siehe auch:

    Augen, Sehen, Funktionaloptometrie

  • Stefan

    Hat den Titel des Themas von „noch ein Test“ zu „Augen, erkennen, nicht sehen / wiederfinden trotz voller Sehschärfe, Funktionaloptometrie“ geändert.
  • heute 09:00 mein Termin zur funktionaloptometrischen Untersuchung:


    Die Untersuchung begann mit einer Überprüfung der Sehschärfe, wobei meine Brille als "zu stark" erkannt wurde. Ich empfinde sie als angenehm, da ich sehr schön scharf konturiert sehen kann. Meine Sehleistung weit über 100% mit Brille ließ mich aber schon früher ahnen, dass das so eigentlich nicht gedacht war.


    Nun wurde mit diversen Projektionen, Gegenständen und Methoden das Verhalten der Augen einzeln und im Zusammenspiel getestet und ein "Führungsauge" identifiziert.


    In der Netzhaut wurde das Zentrum des schärfsten Sehens bewertet (Spaltlampe mit Fokussierungshilfe)


    Dann wurden gezielt Allergien, Kopfverletzungen etc. abgefragt.


    Der Einfluss von AD(H)S auf die Störung wurde als minimal bis nicht relevant bezeichnet, wobei eine Konzentrationsschwäche die Problematik erhöhen würde, bzw. könnte die Konzentrationsschwäche Komorbidität der Sehstörung sein.


    Später folgten im Behandlungszimmer für Kinder weitere Untersuchungen mit Spezialbrille die die Augenbewegung in bestimmten Situationen aufzeichnet.


    Final war dann eine Grafik zu erkennen, in der die Augen parallel dargestellt wurden, jedoch deutliche Abweichungen zu erkennen waren.

    Vergleichbar mit einem Chamäleon tasten die Augen das Sehfeld nicht synchron ab.

    Damit ist das Stereosehen gestört und dem Gehirn werden zwei unterschiedliche Bilder zu Verarbeitung weitergeleitet.


    Auf meine Bemerkung "Lesen ist wie Kohlen schleppen." verwies sie auf den immensen Kraftaufwand bei der bewussten Synchronisation der Augen und der Verarbeitung der unterschiedlichen Einzelbilder.


    Da ich als Erwachsener zu lange das falsche Sehen "gelernt" habe, sind nun meinen Therapiemöglichkeiten deutlich eingeschränkt.


    Ich überlege mir nun wann und wie ich damit beginne. Fortsetzung folgt.



    Die Erfahrung mit Kindern zeigt lt. Ihrer Aussage in Abhängigkeit vom IQ nach Diagnose und Therapie einen deutlichen Anstieg des Notenspiegels.

    Bestes Ergebnis bisher, der Sprung von 3 auf 1.


    Die Diagnose AD(H)S ist damit NICHT negiert, jedoch ein "großer Schwapp", der "das Fass zum Überlaufen" bringt würde nach Therapie die Symptome deutlich erträglicher machen.