Raupi jetzt mit 51 ADS Diagnose

  • Hallo,


    eigentlich bin ich ja schon länger hier in der Runde, weil mein Sohn ADHS diagnostiziert ist.


    Aber seit heute habe ich die von mir vermutete und auch erhoffte Diagnose ADS. Deshalb poste ich einfach nochmal hier im Vorstellungsthread.


    Jetzt MPH zu nehmen bzw. nehmen zu dürfen, ist meine letzte Hoffnung, aus meinem verschleppten Burnout zu kommen. Und dann die vielen dringlich gewordenen Baustellen angehen zu können. Denn langsam wird mein Mann ungeduldig und versteht nicht, wieso ich einfach nichts mehr schaffe...


    Morgen möchte ich eigentlich mit 5 mg Medikinet Adult, also retadiert, anfangen. Ich soll die Dosis zweimal am Tag nehmen und am dritten Tag auf zweimal täglich 10 mg steigern.


    Nun frage ich mich, soll ich das an einem Arbeitstag machen mit dem Einstieg oder warte ich bis Freitag, wo ich nicht arbeite. 5mg retadiert ist ja wirklich sehr niedrig... :/und da ich nur 5 Stunden arbeite, die Mahlzeiten frei einteilen kann und auch nicht Auto fahren muss... somit möchte ich es eigentlich wagen, mit der niedrigen Dosis jetzt anzufangen und dann am Wochenende die zweimal 10 mg auszuprobieren, die mir etwas kritischer erscheinen...


    Ich bin gespannt, von Euch zu hören! :)

  • Ich wünsche Dir viel Erfolg!

    Zu der Dosierung kann ich Dir nichts sagen, weil bei mir noch die Diagnostik aussteht und ich dementsprechend auch noch keine Medikamente nehme.

    Daher wünsche ich Dir einfach viel Erfolg mit der von Dir erhofften Wirkung :-)

  • Hallo Raupi,


    darf ich fragen, welche Auswirkungen das ADS auf deinen Berufsalltag hat und was du beruflich machst?

    Ich habe nämlich gerade in diesem Bereich meines Lebens ganz erhebliche Probleme und es belastet mich sehr. Es würde mich interessieren was für Probleme jemand mit ADS im Berufsleben hat, denn ich habe auch noch keine Diagnose.


    Vielen Dank und für dich alles Gute. Ich drücke dir die Daumen, dass es jetzt bergauf geht!

  • Hallo Hundefreundin, ich habe halt auch Konzentrationsprobleme und mache Fehler.

    In meinem Fall ist da zB die Unfähigkeit, sich nach Prioritäten zu orientieren, wenn mehrere Sachen dringlich und eilig sind... Unfähigkeit, bei einer Tätigkeit zu bleiben, erst eine Sache fertig zu machen bevor ich eine neue anfange, eine Sache definitiv fertig zu machen und nicht nur so ungefähr, denn das spätere Überprüfen ist Zeitverschwendung... naja, einige meiner Aufgaben interessieren mich auch echt nicht... und wenn ich bestimmte Tätigkeiten mache, die mich interessieren, dann klappt es eigentlich sehr gut... aber ich kann es mir nicht immer so aussuchen... insofern mache ich dann und wann dicke Fehler, die dann auch nicht ohne Publikum und Unterstützung von Kollegen korrigiert werden können...


    Zu Hause bin ich überfordert mit dem Ordnung schaffen und Ordnung halten. Ich habe überall ausufernde Zettelhaufen mit Notizen, die ich gar nicht alle abarbeiten kann, weil ich so erschöpft bin. Und dann kämpfe ich auch mit dem wahnsinns Papierkram rund um meinen Sohn, das ganze Diagnostizieren, Recherchieren, Therapieren, Gespräche mit Lehrern, Förderlehrerin, Erziehungsberatung, Ärzten, Therapeuten, Nachhilfelehrer... echt too much für mich aber nüchtern betrachtet doch eigentlich kein Drama...

  • Raupi , das klingt wie meine Familie, zwar sind die Strategien bei meiner Frau und mir etwas unterschiedlich, im Grunde aber so wie bei Dir. Wichtigster Unterschied, ich falle immer mal in einen hyperaktiven Modus, der es mir ermöglicht viel Versäumtes zu kompensieren.


    Das Priorisieren ist bei uns beiden problematisch. Bei mir klappte es hin und wieder unter Medikamenten als quasi bewusster Prozess.

  • Hallo Raupi!


    Ein <3Willkommen!


    Ich bin Mutter einer betroffenen 8-jährigen Tochter und erkenne mich in deinem Geschriebenen total wieder. Mir ist der ganze Papierkram und das was eben so an der Diagnosestellung noch dran hängt etc. nur all zu sehr vertraut. Und ebenso wie bei dir schlaucht mich das auch sehr und ich bin förmlich so langsam ausgebrannt.


    Da ich mich in vielen Sachen, die hier von betroffenen Erwachsenen erwähnt werden wieder finde, bin ich eine sehr interessierte Mitleserin. ;)


    Wie bist du denn darauf gekommen dich testen zu lassen?

    Und wie waren deine Schritte um der Sachen auf den Grund zu gehen?....


    Ich muss sagen, dass ich hier des öfteren lese, dass Eltern, deren Kinder diagnostiziert wurden, sich ebenso haben diagnostizieren lassen. Was war für dich der ausschlaggebende Punkt dies in Angriff zu nehmen?


    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich an manchen Tagen, die mich zur Verzweiflung gebracht haben (und das passiert bei mir leider häufiger) mal ernsthaft darüber nachgedacht habe, einfach mal eine Tablette meiner Tochter auszuprobieren. :/ Schon alleine aus dem Grund um zu wissen, was sie da eigentlich nimmt. Getraut habe ich es mich aber noch nicht!


    Ich wünsche dir auf deinem Weg alles Gute und drücke dir die Daumen!


    GVLG

    Aneladgam

  • Dieses Thema enthält 13 weitere Beiträge die nur für registrierte Benutzer sichtbar sind, bitte registrieren Sie sich oder melden Sie sich an um diese lesen zu können.