Hilfsmittel um Jugendliche beim Lernen zu unterstützen

  • Hallöchen,


    ich bin Sonja und studiere zurzeit an der Fachhochschule in Gummersbach Medieninformatik.

    Mich interessiert das Thema Lernen mit ADHS/ADS schon etwas länger, weil ich selbst gelernte Heilerziehungspflegerin bin und dadurch häufig mit dem Thema Förderung in individuellen Lebenslagen konfrontiert wurde.


    Zurzeit bewältige ich mein Informatik Studium und bin dabei eine Anwendung zu erstellen die Jugendlichen helfen soll einfacher zu lernen. Es geht dabei speziell um eine Anwendung die durch eine VR-Brille unterstützt wird und Jugendliche beim Lernen von Vokabeln unterstützen soll.


    Mich würde interessieren ob sich denn überhaupt jemand für eine Anwendung begeistern könnte in diesem Rahmen. Oder ob ihr direkt sagen würdest das ihr selbst so etwas niemals anwenden würdet bei euch selbst oder euren Kindern?


    Ich würde mich sehr über ein paar Antworten von euch freuen :)


    Viele Grüße

    Sonja

  • Hallo,

    schön das ich ein bisschen euer Interesse wecken konnte.

    Zurzeit gibt es von unserer Seite keine Links. Das einzige was ich euch anbieten kann ist ein Link von einer Dame aus der Forschung die zurzeit das gleiche Thema behandelt :

    https://www.cg.tuwien.ac.at/staff/KatharinaKroesl.html

    Sie hat sich mit einem ähnlichen Thema befasst. Unter dem Punkt "The Virtual Schoolyard" könnt ihr euch vielleicht ein Bild machen.


    Mein Projekt ist es zurzeit, dass ich gerne das Modell Lernen mit Bewegung in der Virtuellen Realität umsetzen würde. Ich möchte das langweiliges Vokabeln lernen interaktiver wird. Somit soll das Vokabeln lernen für Jugendliche anders gestaltet werden indem sie ihre Vokabelliste einfügen und daraufhin die Vokabeln im virtuellen-"Raum" verteilt werden. Daraufhin muss die Person die Vokabeln richtig zusammensetzen und danach ablegen. Natürlich soll ein gewisser Spaßfaktor entstehen weshalb es einen Highscore und einen Basketballkorb gibt und die Zusammengesetzen Vokabeln "abzulegen".


    Bei der Anwendung handelt es sich aber auch nur um einen Prototyp. Wir sind aber auf der Suche nach Probanden die die Anwendung gerne mal testen würden wenn sie fertig ist. Dies müsste jedoch leider bei uns in der Uni in Gummersbach geschehen.


    Sobald wir weiter fortgeschritten sind mit der Entwicklung bin ich auch gerne bereit ein paar Screenshots von der Anwendung einzustellen. Falls ihr Interesse hättet.

  • Dem Grunde nach interessant. Da ich selbst eher "Filme" im Kopf habe als denn Listen oder Tabellen.

    Die Rechenmeister gehen bei ihren Kunststücken auch sehr oft virtuell spazieren.

    Das hier im Forum ebenfalls vorgestellte Modell der Charité konnte als Web-Anwendung Tester gewinnen, da sich der Faktor Zeit in Grenzen hielt.

    Wenn es aber nur lokal funktioniert, wäre es geschickter mal die Selbsthilfegruppen der Region anzuschreiben. Dort gäbe es dann die evtl. Testwilligen der Region.

  • Von der Heilerziehungspflegerin zur Medieninformatik? Da steckt bestimmt eine spannende Geschichte dahinter. :-)


    Neben ADHS-Deutschland fallen mir noch ein:

    • https://tokol.de (Website ist noch aktiv, aber die wirklich noch aktiv sind, weiß ich nicht)
    • https://www.adhs-norderstedt.de/ (Die sind zwar nicht bundesweit aktiv, aber bundesweit sehr gut vernetzt. Fragen schadet nicht / Schöne Grüße von Christian Tietgen mitschicken ;-) )

    Was das Thema "Lernen mit Apps" angeht, habe ich mir auch schon Gedanken zu gemacht. Aber so richtig etwas brauchbares ist dabei noch nicht rausgekommen.


    Bei der Ideenentwicklung habe ich vor allem zwei Stichpunkte im Kopf:

    • Verschiedene Lerntypen
    • Grundlagen der Kommunikationspsychologie nach von Thun

    Ich habe es bisher nicht geschafft, beides technisch unter einen Hut zu bringen. :-(


    Bei VR ist die geringe Verbreitung ein Problem. Bei Mixed Reality sind die hohen Anschaffungskosten ein Hemmschuh. Ein weiteres Problem ist die Erwartungshaltung der Kunden: Kunden erwarten, das digitale Produkte immer kostenlos sein müssen. Selbst geringe Einstiegspreise oder In-App-Produkte sind schwer an den Mann zu bringen.


    Trotzdem: Die Idee ist nicht neu, nach wie vor gut - und eigentlich sogar überfällig. Gerade in Sachen Bildung ist das Angebot noch sehr schlecht - egal welche Plattform.

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