Arbeitsgruppe ADHS in der Schule begleiten?

  • Hallo,


    wie das so ist, sollen die bunt zusammengewürfelten Kinder der 5. Klasse sich vorstellen, und von sich erzählen. Ein Stuhlkreis jagt den nächsten.


    Mein Sohn hat natürlich viel zu erzählen. Sehr viel. Es war nämlich auch das Thema, wovor die Kinder in der neuen Schule Angst haben. Da hat meiner dann erzählt, das er froh ist, die Grundschule hinter sich zu haben. Jetzt weiß die Schule (Lehrerinnen als auch die anderen Kinder), das mein Sohn an ADHS leidet.


    Jetzt klingelte hier das Telefon, und seine Klassenleitung ruft an. Die hat jetzt erst langsam und vorsichtig vorgefühlt, wie es hier Zuhause aussieht, und das er erzählt hätte, was in den letzten Jahren alles "Scheiße" war. Dabei sind wohl auch Tränen geflossen. Ich glaube der hat sein ganzes Leidenspaket in der Schule aufgemacht, und jeden reingucken lassen.


    Jedenfalls hatte ich das Telefonat mit der Klassenlehrerin. Die hat am Ende von 2h reden den Vorschlag gemacht, man könne dich mal etwas Neues ausprobieren. Ihr Vorschlag ist es, die ADHS Kinder der Schule zusammen zu bringen, damit die von anderen sehen und hören können, das sie nicht alleine sind.


    Aber sie hätte gern, das sich Eltern an der AG ADHS beteiligen. Vielleicht könnten Eltern in Teilen auch die Aufsicht übernehmen? Und sowas alles.


    Ich bin jetzt etwas ratlos. Soll ich sowas machen? An was muss ich alles denken?


    Ich denke, das es ein zweischneidiges Schwert ist. Immerhin weiß die Schule dann ganz genau, welches Kind ADHS hat. Vorausgesetzt die melden sich alle.


    Andererseits finde ich die Idee gut. Ich habe noch nie davon gehört, das das schon jemand ausprobiert hätte.


    Es hätte auch nicht diesen Selbsthilfecharakter. Jedenfalls würde ich das nicht wollen. Das sollte eher in Richtung Austausch, Spielen, Spaß und neue Freunde finden gehen.


    Was meint ihr? Soll man sowas machen?

    Beurteile ein Kind nicht mit Vorurteilen.

  • Hallo Flocki,


    das ist ja eine tolle Idee. Mit älteren ADHS-Kindern kann das bestimmt gelingen. In der Grundschule würde ich persönlich sowas nicht machen wollen.


    Nur wenn man sich solch ein Projekt aufbürden lässt, muss man wissen, das da auch viel Zeit und Arbeit investiert werden muss.


    • Wie hat sich die Lehrerin das vorgestellt? Soll die AG auch benotet werden?
    • Findet die AG nur auf dem Schulgelände statt? (Wenn nicht, auf was muss man achten)?
    • Hast Du für die AG ein gewisses Budget?
    • Machst Du das alleine, oder mit anderen Eltern zusammen?


    Solche Fragen würden mir dazu spontan einfallen.


    lg

    Ramona

  • Das wäre für die ADHS-Kinder der Schule bestimmt eine tolle Chance, sich eine Stimme zu verschaffen. Vielleicht kannst Du hier sogar eine Vorreiterrolle einnehmen?


    Sind dann alle ADHS Kinder angesprochen, oder nur jene, einer bestimmten Jahrgangsstufe?


    Bitte mehr Infos.


    :-)