Wie behandel ich ein ADHS-Kind?

  • Hallo,


    mir ist leider kein besserer Titel eingefallen. Ich weiß selbst wie man ein ADHS-Kind behandelt.


    Seit ein paar Monaten habe ich einen festen Freund. Und der hatte bisher nichts mit ADHS zu tun. Er hat schon mal hier und da etwas von ADHS im TV gesehen, aber nicht wirklich registriert, um was es da geht. Das war rückblickend auch gut so. Denn so konnte ich ihn mit Infos versorgen.


    Wir hatten viele Gespräche dazu. Und er ist ganz unvoreingenommen an meinen Sohn heran gegangen. Am Anfang war mein Sohn eher Schüchtern und zurückhaltend. Erst nachdem sich beide aneinander gewöhnt hatten, kam sein ADHS voll durch.


    Mein Freund hat sich auf ganz viel eingelassen, und war wirklich lieb zu ihm. Er hat alles das gemacht, was ich vom biologischen Vater erwartet hätte. Da der Erzeuger aber selbst an ADHS leidet, kann man wohl nicht viel erwarten.


    Wir haben uns in den letzten Monaten gegenseitig viel unterstützt, und immer versucht, meinen Sohn in die richtige Richtung zu schieben. Im vergangenen Jahr gab es bei uns viele Aufs und Abs. Wir haben immer gut zusammen gehalten.


    Ich würde mir wünschen, das es mehr von dieser Sorte Mensch gibt. Menschen, die ADHS-Kinder einfach annehmen, und ihnen die Welt zeigen. Ich glaube auch, was wir als Eltern von unseren Kindern lernen können. Aber es fällt uns bei ADHS schwer, weil wir die Zeichen nicht richtig deuten können. Es gehört schon was dazu, wenn man sich mit einem ADHS-Kind einlässt, und eine gute Sache daraus macht.


    Als Eltern müssen wir uns um unsere Kinder kümmern, und uns auf sie einlassen. Es wäre doch schön, wenn sich Lehrkräfte und Erzieherin im Hort sich auch auf ADHS einfach mal einlassen könnten. Einfach die Vorurteile auf die Seite schieben, und das ADHS-Kind kennen lernen. Arbeiten mit dem Kind, und nicht gegen das Kind. Das wäre doch mal was Gutes.

    Beurteile ein Kind nicht mit Vorurteilen.

  • Interessant, da liegt er im Altersbereich wie meine Tochter. Ich habe die Entwicklung seit dem 6. Lebensjahr verfolgt, es intensiviert sich nach meiner Erfahrung ab ungefähr dem 10.-11. Lebensjahr enorm.


    Wann ist er diagnostiziert worden und seit wann nimmt er Ritalin?


    Hatte Dein Sohn vor der Behandlung schon irgend eine Meinung zu Ritalin? Wie steht er jetzt dazu? Hat er die Vorteile des Medikamentes erkannt oder würde er es eigentlich lieber absetzen?


    Wie empfindest Du ihn seit der Medikamenteneinnahme?


    Welche alternativen Behandlungsmethoden hast Du schon versucht oder mit welchen beschäftigst Du Dich?

  • Die Diagnose bekam er mit ungefähr 6 1/2. Da war die Grundschule gerade gestartet.


    Das Thema Medikamente war ein langer Weg. Wir haben viel anderes versucht. Hat alles nichts genützt und nur Geld gekostet.


    Er bekommt Medikinet Retard und hat es noch nie in Frage gestellt. Warum sollte er auch? Er weiß selbst, das es ihm damit besser geht.

    Beurteile ein Kind nicht mit Vorurteilen.