Übertritt in das Gymnasium

  • Hallo,


    nach den diesjährigen Sommerferien, soll unser Großer in das Gymnasium kommen. Von den Noten her schaut es gut aus, und er hat auch die Empfehlung bekommen. Der Übertritt in das Gymnasium ist also geschafft. Mitte / Ende Mai muss ich ihn nur noch anmelden. Dann ist die letzte Hürde geschafft.


    Jetzt stehen wir aber vor den gleichen Fragen, die wir in der Grundschule schon hatten. Sollen wir die Lehrer einweihen? Im Gymnasium hat er mehr als nur zwei oder drei Lehrerinnen.


    Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Thema Nachteilausgleich? Besonders wichtig wäre mir, das er mehr Zeit für Prüfungen bekommt. Bisher haben wir daran nicht gedacht, weil er es nicht gebraucht hat. Aber vielleicht ist es am Gymnasium besser, jede Hilfe zumindest durchgespielt zu haben. Was man dann wirklich macht, oder nutzen möchte, ist nochmal was anderes.


    Thema Medikinet. Er wird auch Nachmittagsunterricht haben. Er muss also mindestens einmal am Tag eine Tablette um die Mittagszeit einnehmen. Aber er darf es nicht vergessen. Wie kann man sicherstellen, das er das nicht vergisst? Habt ihr da Ideen?



    lg

    Schnuppe

  • Schau doch mal ob die Schule einen Sozialarbeiter/Pädagogen hat, vielleicht kannst du dich da vorinformieren ?

    Vertrauenslehrer oder direkt Schulleitung ?

    Was empfiehlt die Grundschule?

    Vielleicht kannst du auch was aus deren Homepage erfahren ?

    Wenn ihr noch in Behandlung seid, hat vielleicht der Behandelnde Erfahrung mit der Schule ?

    Bezüglich zweite Einnahme? Erinnerung auf Handy , oder Anruf?

    Concerta ?

    Billigste Smartwatch die erinnert?

    Ist ne schwierige Entscheidung zwischen Stigam und Stütze ob man erst abwartet oder reinen Wein einschenkt. Die Schule könnte natürlich auch angenervt sein wenn sie es nicht von Anfang an wußten.


    Vielleicht kannst du irgendwo Vorinfos über die Schule bekommen?


    Das fällt mir gerade so ein

  • Hallo!


    Ich hoffe ja, das mein Sohn nach dem Schulwechsel einen sehr schwierigen Abschnitt hinter sich lässt. Ich werde auch erst mal nichts sagen oder vorbereiten. Die neue Schule soll irgendwie ein Neuanfang werden.


    Eine neue Umgebung, neue Lehrerinnen, und so weiter. Ich hoffe das auch Lehrer mit dabei sind. Ich hoffe auf ein neues Selbstwertgefühl, und den Beginn, Verantwortung für sich zu übernehmen.


    Vielleicht träume ich jetzt noch, und es kommt alles anders. Aber Träume sind erlaubt. :-)


    Ich hoffe das Beste.

  • Ja das ist definitv auch ein Weg, das so zu machen.


    Hab vielleicht den Hyperfokus und das Hoch aus einer Anfangsmotivation mit im Blick. Könnte mir vorstellen wegen allem neuem das es am Anfang gut läuft aber sobald Routine einkehrt ;-)

    Und auch das verbraten von Kompensationsenergie, weil man ja nicht auffallen möchte ;-)

  • In der Grundschule habe ich auch lange überlegt, ob ich etwas von seinem ADHS erzählen soll oder nicht. Und irgendwann kam ich dann gar nicht mehr drum herum, seiner Klassenlehrerin reinen Wein einzuschenken. Es hat mir nicht gut getan, und meinem Sohn lange Zeit auch nicht.


    Er hatte ab diesem Zeitpunkt den ADHS-Stempel auf der Stirn. Das Feedback war von das arme kranke Kind bis hin zu ADHS gibt es nicht. Ich fühlte mich in meiner Rolle als Mutter immer irgendwie in die Verteidigung gedrängt. Und genau das ist es, was ich an der neuen Schule nicht möchte.


    Es könnte natürlich sein, das die neue Schule anders ist. Aufgeschlossener vielleicht. Vielleicht haben die auch ADHS-Kinder, mit denen sie gut zurecht kommen. Aber dann ist es doch hinfällig etwas zu erzählen. Entweder sie kommen dann selbst drauf, oder können gut mit ihm umgehen.


    Weißt Du, ich will einfach nicht mehr gejagt und gesteinigt werden. Allein das Thema Medikinet war eine Endlosdiskussion. Ich entscheide als Mutter was für meinen Sohn gut ist. Die Schule hat da nichts zu melden.


    Die Grundschulzeit ist fast vorbei. Und sie war die Hölle.:cursing:

  • Na deswegen weiß es bei mir auch nur eine Hand voll Leute.


    Vermutlich wirst du dir/euch mehr Stress ersparen wenn ihr erstmal abwartet.

    Ja entspannter du bist um so besser ja auch für deinen Sohn


    Wir hatten ja fast auch alle irgendeinen Lehrer dabei der uns trotz unerkannten ADHS händeln konnten.;)

  • Wow, vielen Dank. Tolle Ideen. Da habe ich jetzt einige Hausaufgaben zu erledigen.

    :thumbup::thumbup::thumbup:


    Mir geht es ein bisschen wie Flocki. Ich möchte diese schwierige Grundschulzeit zu den Akten legen. Ein kompletter Neuanfang ist aber nicht zu erwarten. Das wäre zu schön.

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