Hey bin neu und würde gerne eure Meinung hören

  • Hey , mein Name ist luca und ich bin 25 Jahre alt , schon als Kind war ich immer sehr aufgedreht und hibbelig. Ich war sehr schnell aggressiv, jedoch genauso schnell auch niedergeschlagen. Als Jugendlicher wuchsen dann meine Probleme, Probleme in der Schule, Spielsucht, instabile Beziehungen , impulsiv, unruhig , unkonzentriert und oft benebelt usw.

    Durch die ganzen Baustellen die ich immer angehäuft habe , bekam ich immer mal wieder eine Panikattacke ( alle 8 Monate oder so). Ich war schon bei vielen Ärzten und mir wurde alles mögliche erzählt ( Angststörung etc) , jedoch habe ich immer gemerkt , dass die Diagnosen irgendwie doch nicht zu treffen ( Therapie hat nie geholfen) . Nach einer PA vor 6 Monaten, suchte ich mir einen Therapeuten in der Hoffnung ,dass ich mal ein Ergebnis bekomme , da ich schon immer merkte " da ist was falsch ". Ich habe auch echt einen riesigen Schweinehund und Termine sind für mich eine Qual, habe bestimmt schon 100000 Termine verschoben oder bin nicht hin. Meine Gedanken hören nicht auf , ich nehme jede Sache 100mal auseinander. ( filter funktioniert nicht )

    Der Therapeut war der erste , der mich auf Adhs aufmerskam machte . Parallel bin ich jetzt bei jemanden, der mich gerade auf adhs testet. Habe es noch nicht offiziell (1termin fehlt) aber er hat mir relativ schnell klar gemacht , dass es zu 100% klar ist . Ich bin sehr erleichtert, obwohl ich schade finde, dass es nicht früher entdeckt worden ist .

    Mich würde interessieren ob jemand von euch vielleicht manchmal Panikattacken hat , oder hatte? Ich dachte halt oft irgendwas ist doch mit mir , keiner wusste was und irgendwann entwickelte ich Krankheitsängste( oder die ganzen Baustellen überforderten mich)und dann kamen die Attacken.

    Dadurch das ich eh immer alles zerdenke ist es relativ schwierig für mich , sich von den Panikattacken zu lösen oder sie zu akzeptieren.

    Ich denke immer darüber nach ( wieso , warum ) und kann es nicht abstellen , dass kann ich aber allgemein bei jedem Gedanken nicht.

    Habt ihr vielleicht Tipps:)

    Sorry für den langen Text, kurzfassen gehört nicht zu meiner Stärke

  • negteit

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Dado ❤️Lich willkommen...


    Ich kenne das zerdenken sehr gut, ich konnte nicht aufhören geschehene Ereignisse zu zerdenken. Es fühlt sich bei mir nach endlosen den Denkschlaufen an. Ich persönlich habe insbesondere belastende Vorfälle zerdenkt, dies führte bei mir zu mehreren Panikattacken. In den letzten Monaten fast täglich. Lästig war bei mir, dass sich die Panik auf die Arbeit bezog und ich die Attacken regelmässig während der Arbeit bekam.

    Seit einem Monat hat nun ein neuer Psychiater meine Medikation mit MPH stark erhöht. Seit dem haben sich die endlosen Gedanken massiv reduziert und ich kann mich besser von Schwierigkeiten distanzieren und auch erholen. Manchmal macht es mich ein bisschen wehmütig, dass ich die Diagnose relativ spät bekommen habe und ich durch all diese Kämpfe hindurch musste. Aber ich bin auch dankbar, dass sich meine Situation nun so drastisch verbessert hat. Ich denke, dass wenn ich jetzt weiterhin so stabil bleibe ich nochmals durchstarten kann❤️💪😊💪❤️

  • Herzlich Willkommen erst mal :-)


    Du "zerdenkst" also alles. Das Wort kenne ich gar nicht, aber wir können hier ja mal Neologismus betreiben. Das wird sicher ein Spaß. 8o


    Hast Du denn inzwischen die Diagnose bekommen?

    neue Wörter erfinde ich oft:)

    Ja bin jetzt auch einer von " euch" haha

    Werde nächste Woche meine medis bekommen .

  • Dado ❤️Lich willkommen...


    Ich kenne das zerdenken sehr gut, ich konnte nicht aufhören geschehene Ereignisse zu zerdenken. Es fühlt sich bei mir nach endlosen den Denkschlaufen an. Ich persönlich habe insbesondere belastende Vorfälle zerdenkt, dies führte bei mir zu mehreren Panikattacken. In den letzten Monaten fast täglich. Lästig war bei mir, dass sich die Panik auf die Arbeit bezog und ich die Attacken regelmässig während der Arbeit bekam.

    Seit einem Monat hat nun ein neuer Psychiater meine Medikation mit MPH stark erhöht. Seit dem haben sich die endlosen Gedanken massiv reduziert und ich kann mich besser von Schwierigkeiten distanzieren und auch erholen. Manchmal macht es mich ein bisschen wehmütig, dass ich die Diagnose relativ spät bekommen habe und ich durch all diese Kämpfe hindurch musste. Aber ich bin auch dankbar, dass sich meine Situation nun so drastisch verbessert hat. Ich denke, dass wenn ich jetzt weiterhin so stabil bleibe ich nochmals durchstarten kann❤️💪😊💪❤️

    danke für deine Antwort:)! Hat mich ein wenig beruhigt .

  • @Dado21 will kommen. + Glückwunsch.

    Du hast die Lösung für das "Rätsel" deutlich früher gefunden als ich (Diagnose mit 45 J)


    Nun hast Du beste Chancen, Dir in den Foren des WWW Lösungen zu suchen, auszutauschen usw.

    Mir hat es sehr viel gebracht regelmäßig eine Selbsthilfegruppe zu besuchen.

    Du glaubst gar nicht, wie viele genau die selben Probleme haben wie Du und auch schon Lösungen gefunden haben.