Medikamente ja oder nein? Was sind eure Erfahrungen mit und ohne?

  • Hallo Zusammen


    Ich weiss, ich habe mich erst gestern angemeldet aber ich habe soviele Fragen und daher stelle ich erneut ein neues Thema.


    Da ich noch nicht lange mit mit Methylphenidat behandelt werde bin ich halt noch sehr unerfahren und auch unsicher bezüglich dem Thema. Daher freue ich mich wenn ihr mir eure Erfarhungen mitteilt.


    Seit ihr für oder gegen Medikamente?

    Was hat sich für euch verändert mit der Einnahme eines Medikamentes?

    Wie fühlt ihr euch besser mit oder ohne?

    Macht ihr Pausen (z.B am Wochenende?)

    Könnt ihr euch vorstellen ohne Medikament zu leben?

    Ist es schlimm wenn man ein Methylphenidat einnehmen muss? Ich hoffe ihr versteht die Frage nicht falsch. Ich bin ansonsten gar nicht gegen Medikamente. Aber komischerweise habe ich ein ganz anderes Gefühl beim einnehmen von Methylphenidat...Ob das wohl daran liegt das es ein BTM ist?

    Was macht das Medikament für euch besser?


    Ich weiss ich frage viel, aber für mich ist halt alles neu und ich bin irgendwie total unsicher..


    Ich würde gerne erfahren was eure Meinungen und Geschichten sind.


    Liebe Grüsse

    :)

  • Klingt nach einem Einleitungsposting für "Medikamente sind das schlimmste, was ihr machen könnt. Schließlich finde ich sie ja auch doof." :-(


    Wenn Du dich damit Unwohl fühlst, dann nehme sie doch nicht. Niemand wird dich hier dazu überreden, etwas zu tun, was Du nicht willst.


    Du solltest deine Fragen erstmal für dich selbst beantworten.

  • mhm also das wollte ich damit auf keinen Fall antönen.


    Ich persönlich bin kein Medikamentengegner aber irgendwie habe ich aus irgendeinem Grund auch eine gewisse Unsicherheit.

    Daher würde es mich freuen von euch eure Erfahrungen zu hören.

    Grunsätzlich sehe ich ja das das Medikament hilft und daher tendiere ich eher dazu es zu nehmen. Wieso ich plötzlich ein "Knopf" habe weiss ich auch nicht. Vielleicht weil mein Arzt soviel davon spricht das es problematisch sein könnte wegen meiner Suchttendenz.


    Aber ich bin wirklich neu und möchte einfach Erfahrungen hören.


    Liebe Güsse

  • Ehrlich ? Früher hab ich auch immer gesagt, kein Mensch braucht Ritalin und Co. , schon gar keine Btms. Bis ich dann selber beim Arzt so ein Rezept in der Hand hatte. Und klar, ich bin mir komisch vorgekommen und hab erst mal überlegt, will ich das wirklich, brauche ich das wirklich ? Mein Apotheker, der ein wirklich netter Bekannter ist, der mich nie anlügen würde, meinte ich solle es einfach mal ganz unvoreingenommen nehmen, er habe damit bei den Patienten, die es nehmen nur Positives gehört. Habs dann genommen, allerdings mit einem mulmigen Gefühl, geb ich offen und ehrlich zu.

    Was macht das Medikament für mich besser ? Ich kann mein Leben strukturieren, bin bei der Sache, auf der Straße kommt es nicht mehr zu brenzligen Situationen, zu Hause auch nicht mehr, die damals falsch diagnostizierten Depressionen sind verschwunden- es verbessert einfach meine Lebensqualität und somit auch das der Menschen, die es mit mir aushalten müssen ;-).

    Mein Medikament hat zwar die ein oder andere Nebenwirkung, aber im Großen und Ganzen geht es mir damit besser. Zu den Pausen hab ich mich lange mit dem Arzt unterhalten. Er meinte, ich kann wenn ich will, aber eigentlich macht es keinen wirklichen Sinn. Hab einmal zwei Tage keine Tablette genommen (Apotheke konnte das Rezept nicht rechtzeitig bestellen, sodass ich mal an einem Wochenende ohne Medikation war und ich fand das im Nachhinein ganz schrecklich, weil ich eben wieder den alten Zustand hatte und irgendwie zu nix in der Lage war.

    Wenn du kein Btm nehmen willst, gibt es auch noch Strattera. Letztendlich muss das jeder mit sich selber ausmachen.

  • ich war voller ADHS und Ritalin Gegner hab auch dagegen propagiert. Es sei denn es schien wirklich ersichtlich das ein Kind es benötigt, also ich war nicht 100% Gegner, weil man natürlich helfende Medis nicht verhindern sollte.


    Ansonsten bin ich auch eher kontra Medikamente. Nehme/nahm bestimmt seit fast 15 Jahren wenn überhaupt nur ein Schmerzmittel ansonsten alles homöopathisch und NAturheilmittel.


    Wusste nicht das es Adultes-ADHS gab und bin Gott dankbar das einer MPH erfunden hat und nehme es "ungerne" das es nunmal ein Medikament ist, aber mit ruhigem Gewissen. selbst meine Homöoptahin steht "ungern" dahinter und weiss das dies homöoptaisch nicht auszugleichen ist.

  • Sucht und Abhängigkeit sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Bei der Sucht bekommst du einen Kick und wirst High. Langjährige Heroin Konsumenten werden nicht mehr High. Sie sind aber abhängig von der Droge, weil sonst Entzugserscheinungen auftreten.
    Somit wird man von MPH nicht süchtig. Auch von Abhängigkeit würde ich bei MPH nicht sprechen, da sich insbesondere durch die retadierte Form des MPH keine unmittelbare Wirkung zeigt, die das Belohnungszentrum im Striatum anspricht. Im Gegenteil, das Striatum ist bei uns überreizt und wird durch MPH reguliert.

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