AD(H)S im Beruf / anerkannte Behinderung

  • Ich habe mich wegen evtl. Beruflicher Folgen aufgrund meiner Konzentrationsprobleme beim Schwerbehindertenvertreter unserer Firma gemeldet.

    Er gab mir den Rat, mich beim Sozialamt mit einem "Antrag nach dem Schwerbehindertenrecht gemäß § 152 Neuntem Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX); – Feststellung des Grades der Behinderung (GdB) und von Merkzeichen, Ausstellung eines Ausweises –...

    zu melden.

    Ich hoffe so die Sorge um Arbeitsplatz bzw. Unterhaltssicherung los zu werden und "sorgenfrei" in die weiterführende Behandlung zu starten.


    Meine Kollegen hatten längst festgestellt, dass mit mir was nicht stimmt. Ich habe in den letzten Jahren stark nachgelassen und immer mehr Fehler trotz längerer Bearbeitungszeiten gemacht.

    Ü40 hat man wohl immer weniger Kraft, um ohne Medikamente gegen AD(H)S anzukämpfen.

  • Du solltest auf jeden Fall einen Antrag auf GdB stellen. Ab einem GdB von 30

    kannst du dich gleichstellen lassen. Damit wäre dann auf jeden Fall schon

    einmal der Kündigungsschutz gewährleistet.

    Ich habe meine Diagnose selbst erst mit Ü40 bekommen und auch erst dann

    mit der Medikation angefangen. Es ist also nie zu spät.

  • "...kein GdB...":

    Bis zu meinem Burnout mit 41 hielt ich mich für sonderbar, konnte aber alles mit viel Power und Kreativität kompensieren.


    Seite dem Burny "kam der Flieger einfach nicht mehr in die Luft" und ich fand die Ursachen nicht.


    Das mich die ganzen Jahre das AD(H)S BEHINDERT hat, wird mir erst seit Juni 2018 so recht bewusst und ich muß mich daran gewöhnen und entsprechend handeln, da "die Triebwerke des Fliegers nicht mehr genug Power haben, um den schweren Rumpf zu tragen".