ADS Asperger , Hallo zusammen

ADHS-Zentrum ersetzt keinen Arztbesuch oder andere Fachkraft aus Pädagogik und Recht oder eine sonstige Beratung. Ob der Inhalt bei Ihnen oder ihrem Kind zutrifft, muss jeder für sich im Einzelfall abwägen und eigenverantwortlich entscheiden / prüfen lassen.
  • Ein kurzes Hallo,


    ich bin 33 j. und bekam meine Diagnose 2011 ca. Wie viele von euch habe ich ein erschwerten Weg bis dahin gehabt mit mehreren Ausbildungsabbrüchen , Beziehungschaos usw.

    Meine Folgediagnose Asperger bekam ich erst 2018 . Erst ein Facharzt der sich auf Asperger und ADHS auskennt , hat mir das Leben erst einfacher gemacht . Es ist dadurch nicht besser geworden aber leichter .


    Ich lerne damit umzugehen und mich nicht mehr krampfhaft zu verbiegen . Der Alltag ist nicht immer leicht, gerade heute zb. hatte ich meine 8 oder 9 Fahrstunde und ich bin sehr von mir entäuscht und niedergeschlagen weil ich meiner Meinung nach einfach nicht voran komme, zudem habe ich vor jeder Fahrstunde immer etwas Panik etwas falsch zu machen. Sobald der Fahrlehrer etwas strenger wird ist eine Blockade drin und es dauert einige Minuten bis ich weiter denken kann.


    Wie habt ihr die Fahrschule gemeistert ?


    Liebe Grüße

  • Hallo,

    herzlich willkommen.

    Ich habe auch Asperger und ADS. Die ADS-Diagnose habe ich erst vor einigen Tagen bekommen (ca. 1 Woche) und die Asperger-Diagnose vor nicht ganz 10 Jahren. Aber wie das bei diesen Diagnosen ist, hatte ich natürlich auch davor schon viele Probleme und Therapien (Diagnosen z.T. unbekannt). Das mit den Fahrstunden kenne ich, aber Tipps habe ich leider nicht wirklich. Vielleicht hilft ein Wechsel vom Fahrlehrer also einer der geduldiger ist?

  • Hallo MiApp,


    er ist schon echt ein ruhiger Lehrer , es ist nur so das die Fahrschule ADSler schon kennen, aber eben keine ADSler mit Asperger , wie bist du den durch die Fahrstunden gekommen ?

  • damals die Fahrstunden waren schon ne Qual und kosteten meinem Fahrlehrer das eine oder andere graue Haar.


    Ich vermute mal dass in der Fahrprüfung mein ADHS in dem Falle mich gerettet hat.

    Alles Wissen war unter dem Druck ungewöhnlich parat und mein Fahrlehrer fast stinken sauer das ich seitlich Rückwärts mal eben perfekt eingeparkt habe 8) wo er es mit mir doch hoffnungslos geübt hatte.


    Danach konnte ich es auch nie wieder so gut und vermeide es so einzuparken ....und mir ist es noch heute unheimlich wer da wirklich am Lenker saß :D

  • Kann es vielleicht helfen, dass noch jemand Dir Vertrautes mit fährt in der Stunde?


    Vielleicht würde es bei manchen auch erst recht Unsicherheit erzeugen. Aber vielleicht wäre es einen Versuch wert...


    Mein Sohn hat auch eine ASS Diagnose erst war von Asperger die Rede, dann von hochfunktionalem frühkindlichen Autismus... wie auch immer, das scheint ja

    manchmal recht nahe beieinander zu liegen je nach Symptomatik. Also er hat jetzt in der Schule eine Integrationsassistenz und das ist eine tolle Sache, weil einfach jemand für ihn da ist, wenn eine für ihn schwierige Situation auftaucht.


    So kam ich auf die Idee, ob es Dir hilft, wenn jemand für Dich da ist. Auch wenn Du an sich ja selber klar kommst - vielleicht ist es irgendwie entspannter für Dich und Du kannst Dich vielleicht dann besser auf das Fahren konzentrieren.


    Weiß Dein Fahrlehrer eigentlich von der Diagnose?


    Wahrscheinlich muss er es gar nicht wissen, oder? Jedenfalls wird er vermutlich nichts einzuwenden haben...

  • Hallo MiApp,


    er ist schon echt ein ruhiger Lehrer , es ist nur so das die Fahrschule ADSler schon kennen, aber eben keine ADSler mit Asperger , wie bist du den durch die Fahrstunden gekommen ?

    Es war für mich auch sehr stressig, weil ich keine Fehler machen wollte, aber natürlich Fehler gemacht habe (und immernoch mache). Ich hatte dann große Abstände zwischen den einzelen Fahrstunden, weil ich auch Zeit dazwischen brauchte und habe so sehr lange gebraucht (von der Stundenanzahl weiß ich nicht mehr, ich glaube es war ok). Vielleicht hatte sich das gelernte in der Zwischenzeit, auch wenn ich gar keine Stunden hatte, doch irgendwie ein bisschen verfestigt, ich weiß es nicht.... jedenfalls wäre es sonst für mich zu viel Stress gewesen. Ich bin dann aber dennoch lange nicht Auto gefahren, weil ich ängstlich war, und auch jetzt fahre ich nur bekannte Strecken.... (weil es mir zu viel wäre mich auf den Verkehr und eine neue Strecke gleichzeitig konzentrieren zu müssen). Manchmal, wenn ich unkonzentiert bin, mache ich viele Fehler (aber keine Lebensgefährlichen, glücklicherweise) und wenn ich besser konzentriert bin klappt es ganz gut. Man muss versuchen bei den Fehlern nicht in Panik zu geraten (weil ja meist nichts schlimmes passiert ist, in der Fahrschule schon erstrecht nicht, da ist ja noch der Fahrlehrer da der aufpasst), aber das ist natürlich einfacher gesagt als getan. Also wenn man sich z.B. verschaltet, ist das vielleicht nicht gut, aber es passiert auch nichts in der Regel.