Hallo, ich bin neu

  • Hallo,


    ich hab mich auch mal spontan hier angemeldet.

    Ich heiße Johanna und wohne in der Nähe von Hamburg und habe 2 Hunde.

    Ich bin mittlerweile 25 Jahre alt und hatte das Glück, dass bei mir schon in der ersten Klasse ADHS diagnostiziert wurde. Ich habe es meinen Eltern und mir nicht leicht gemacht. Stimmungsschwankungen, Wutanfälle, sich umbringen wollen, weil ich so "scheiße bin", Das Essen durch die Wohnung schmeißen,.... Gleichzeitig war ich schon immer schlau und wissbegierig und hatte totale Probleme in der Schule.

    Nach der Diagnose habe ich Ritalin bekommen, was mir auch super geholfen hat. Ich wurde nicht, wie es gerne die Medien propagieren, mit Ritalin ruhig gestellt, sondern habe es nur an Schultagen genommen. Außerdem gab es Pychotherapie (auch wenn ich das damals nicht wusste), Ergotherapie, therapeutisches Töpfern und andere "lustige Sachen".

    Entgegen vieler Empfehlungen haben meine Eltern mich mit der 5 Klasse (statt mit der 7ten) im Gymnasium angemeldet, was wir nie bereut haben.

    Mit der Pubertät wurden meine "Probleme" besser und ich habe irgendwann die Medikamente abgesetzt. Einzig an der Fahrprüfung bin ich fast verzweifelt. Aber nach Gefühlten 3000 Stunden, 500 Wutanfällen und Verzweifungsheulern habe ich auch das geschafft.


    Ich habe ein gutes Abitur (2,0) gemacht und ein Studium erfolgreich abgeschlossen. 8)

    Mittlerweile arbeite ich ganz normal Vollzeit.


    Auch wenn ich vielleicht ein gutes Beispiel dafür bin, wie es laufen kann,ist das ADHS natürlich nicht weg. Ich erfülle so ziemlich lehrbuchmäßig alle Symptome für Erwachsene. X/

    Ich hoffe auf Erfahrungsaustausch und Strategien für den Alltag.


    Liebe Grüße Chotty:)

  • Hallo Johanna,


    du klingst wie das Erfolgsmuster für meinen Sohn (7). Deine Beschreibungen über Dich passen fast 1:1 auf ihn. Vor allem die Emotionen sind eine massive Baustelle und ... eine Suizid hatten wir schon in einem betroffenen Familienzweig.


    Da Du noch dichter an Deiner Kindheit bist, würde ich (Diagnose vor zwei Monaten mit 45 und schon in der Kindheit unwissentlich betroffen) Dich hin und wieder was fragen wollen.

    Persönliches per PN.


    So Du etwas von einem "trotzdem erfolgreichen" 45-er wissen möchtest, Gern.


    VG

    Stefan


    +Willkommen in der Runde!