ADHS-Zentrum ersetzt keinen Arztbesuch oder andere Fachkraft aus Pädagogik und Recht oder eine sonstige Beratung. Ob der Inhalt bei Ihnen oder ihrem Kind zutrifft, muss jeder für sich im Einzelfall abwägen und eigenverantwortlich entscheiden / prüfen lassen.
  • Hallo ihr Lieben!


    Ich hatte mich bereits im Januar in diesem Forum angemeldet, weil ich einfach völlig verzweifelt war und auf der Suche nach Menschen war, die ähnliches erleben.

    Ich hatte seit Dezember ein MRT und ein EEG machen lassen, beides ohne Befund. Ich habe mich vor einigen Wochen an ein AD(H)S Zentrum gewendet und Fragebögen beantwortet wieder zurück geschickt. Leider noch keine Antwort erhalten, aber es wäre in Bearbeitung und ich müsste das Ergebnis eigentlich schon Ende dieser Woche erhalten haben, leider hat sich noch niemand gemeldet... Deshalb hoffe ich auf nächste Woche. Dann, falls die Fragebögen positiv sind, bekomme ich einen Termin in der Sprechstunde. Wenn nicht, stehe ich vor einem riesigen Fragezeichen...

    Leider hat sich an meiner Situation rein gar nichts verändert. Noch immer mache ich extrem viele Flüchtigkeitsfehler (jeden Tag), bin völlig unkonzentriert, nie bei der Sache und handle grundsätzlich bevor ich darüber nachgedacht habe.

    Zum Zeitpunkt als ich mich in diesem Forum angemeldet habe, war ich extrem verzweifelt und es wurde auch eine Depression vermutet, aber von meiner Neurologie dann widerlegt, die das ganze eher auf eine AD(H)S Symptomatik geschoben hat. Zurzeit geht es mir ähnlich wie im Dezember. Ich könnte nur weinen, fühle mich zu nichts mehr in der Lage, als wäre ich für alles zu dumm. Mache Dinge, die normalerweise der gesunde Menschenverstand schon erklären würde, falsch. Die Verzweiflung kehrt langsam wieder zurück. Auch wenn sie nie wirklich weg war, so war es doch eine zeitlang besser. Doch ich glaube, wenn ich nicht die Betroffene Person wäre, wäre ich auch genervt wenn meine Kolleginnen jeden Tag irgendwelche (teilweise auch gravierende) Fehler machen würde. Ich kann es ihnen nicht mal wirklich übel nehmen.

    Ich habe meine Vergangenheit noch einmal durchdacht und schon als Kind hat meine Mutter mir immer gesagt, dass ich mich mehr konzentrieren soll.

    Zudem verliere ich auch in letzter Zeit extrem schnell die Lust an Dingen. Bin an einem Tag Feuer und Flamme mit einer Sache und am nächsten Tag ist es mir gleichgültig. Ich bin dann zu erschöpft, um damit weiter zu machen, auch wenn es körperlich nicht anstrengend ist. Die Erschöpfung ist sowieso ein sehr großes Thema. In allem, wirklich in allem was ich tue sehe ich zurzeit nur noch eine Belastung. Die kleinsten Dinge erfordern extreme Überwindung. Beispielsweise wenn es nur darum geht abends das Geschirr zu spülen, denke ich den ganzen Tag darüber nach wie viel Kraft mich das wieder kostet. Im nächsten Moment denke ich dann, stell dich nicht so an! Es gibt Leute die haben echte Probleme! In diesem Moment aber gibt es kein größeres Problem auf der Welt als diese Überwindung. An anderen Tagen ist es anders. Da mache ich auch mal alles am einem Tag. Daraufhin denke ich, dass es bei jedem mal solche und solche Tage gibt und ich in das alles zu viel hinein interpretiere. Dennoch ist mein größtes Problem, dass ich mich einfach nicht mehr konzentrieren kann und völlig ausgelaugt bin. Es ist ein Hin und Her von Gefühlen. Ich habe einfach nur Angst davor, dass nichts bei den Fragebögen heraus kam und ich da stehe, ohne eine Antwort. Das größte Problem, welches ich habe, ist mein beruflicher Weg. In jedem Beruf muss man sich konzentrieren können und ich werde niemals Erfolg oder Anerkennung gewinnen, wenn ich nicht konzentriert arbeiten kann.


    Es tut mir leid, dass ich euch jetzt so einen langen Text geschrieben habe. Aber ich wollte mich einfach mal wieder bei euch melden und euch auf dem neuesten Stand halten. Hier in diesem Forum fühlt man sich weniger allein und verstanden, denn mit KONZENTRIER DICH BESSER. Ist es einfach nicht getan. Es ist zu schwer. Zumindest für mich. ;(


    Danke für eure guten Worte vom Dezember. Ich hoffe euch geht es gut. :)


    GLG

    Die Hundefreundin

  • negteit

    Hat das Thema freigeschaltet
  • na mach dir mal um den Text keine Sorgen , wer kennt es nicht das mit dem Schreibdurchfall. ;)


    Ich hoffe das es nun zügig weiterläuft und du eine Medikation versuchen kannst und darüber einiges besser wird.


    Für mich Konnte Geschirrspülen auch wie eine schwere Prüfung wirken was mich wie ein riesen Drama den ganzen Tag beschäftigt. Es ist etwas besser geworden seit dem ich vom ADHS weis. BZW einfach mein GEschirr reduziert habe.


    Ganz toll war mal das mich das Spülen drei Tage schon schwer beschäftigte.

    Weil auf dem Riesen Spülstapel stand oben drauf der Große Topf.


    Als ich mich nach drei Tagen quälerei endlich aufraffte und den Topf in die Hand nahm war da nur eine Tasse im Spülbecken auf dem der Topf stand 8|;)

  • Danke für deine Antwort :)


    Ich hatte heute nochmal angerufen um nachzufragen wie mein Ergebnis aussieht. Zu meinem Entsetzen aber sind nicht genug Punkte erfüllt um über AD(H)S zu sprechen... Die Punkte wären wohl zurzeit erfüllt, aber als Kind wäre der Wert zu niedrig gewesen. D. h. Weil sie zurzeit zu viele Patienten haben müssen sie aussortieren und ich habe wohl nicht genug Anzeichen in der Kindheit vorzuweisen gehabt. Sie sagte die Anzeichen müssen schon im Kindesalter vorliegen um über diese Erkrankung zu sprechen.

    Ich bin traurig, weil ich so darauf gebaut habe. Ich hatte die Hoffnung eine Erklärung zu finden für all den Mist. Jetzt stehe ich wieder vor einem riesigen :?:... ;(

    Was kann es denn sonst sein??

    Sie hatte mir geraten jetzt einen Neurologen oder Psychiater aufzusuchen, aber nach was suche ich jetzt??

    Ich war schon bei der Neurologin, MRT und EEG unauffällig... Bei einem Psychologen muss man ewig auf einen Termin warten, dennoch ist das wohl mein nächster Schritt, auch wenn ich ganz zu Anfang auch schon bei einem Psychologen war. Der hatte ja eine Depression vermutet, zu dem Zeitpunkt war ich aber auch wirklich fertig mit der Welt. Einige Wochen später ging es mir etwas besser und die Neurologin hatte eine Depression widerlegt.

    Jetzt denke ich, ich bilde mir das alles nur ein! Jetzt habe ich keine Erklärung mehr.. Und jedes einzelne Wort hat zu der AD(H)S Symptomatik gepasst. Und es ist es wohl nicht... Ich bin schockiert...

  • Ochnee... das ist ja wirklich blöd!


    Diese Frage, was in der Kindheit nachgewiesen werden muss, erscheint mir von Arzt zu Arzt etwas unterschiedlich handgehabt zu werden und das ist ungerecht...


    Was verliert ein Arzt, der einmal die Diagnose mit Vorbehalt stellt, dann jemanden mal Medikamente ausprobieren zu lassen. Und wenn es der Person dann besser geht, ist das nicht das Ziel der Übung, dass es den Menschen, die einen Leidensdruck haben, besser geht??

  • Wer hat denn den Kinderfragebogen ausgefüllt bzw. Musstest du auch Grundschulzeugnisse vorlegen ? mein Vater hatte den Bogen z.B. Ausgefüllt und ich habe auch mal einen für meinen Bruder ausgefüllt.



    Laut Diagnosekriterien stimmt das meine ich wohl, das es in der Kindheit auch schon vorliegen müsste.

    Aber es kann ja ich gut kompensiert worden sein im Umfeld oder . Nicht als so schlimm wahrgenommen worden sein. Ein guter Lehrer etc spielt auch eine Rolle.


    Ich denke die Wählen halt nach Diagnosekrizerien aus um überhaupt selektierten zu können .Wobei ich denke das der akute Zustand doch das Problem ist und nicht was war ? Es kann ja einem mit schwerem ADHS in der Kindeheit akut besser gehen.


    Insgesamt gestalltet sich die ADHS Diagnose als schwierig da es zu anderen Diagnsosen viel Überschneidungen in den Symptomen gibt.

    GGF lässt du eine zweite Testung machen , weil die schreiben ja schon das du Punkte erfüllst .

    Vielleicht findest du ja auch einen Psychologen, Psychiater etc der sich mit ADHS auskennt oder zumindestens eine Medikation testet.


    Ansonsten mach dich in Foren schlau und sonst wo und schau ob du so schon was verändern kannst bzw. ADHS besser verstehst, dass hat mir damals schon geholfen. Selbst mit Medikation sind längst nicht alle Probleme gelöst, man hat auch Nebenwirkungen und man muss immer wieder sich mit seinem ADHS auseinandersetzen


    Andersrum wenn du wirklich kein ADHS hast dann sei froh, dass man dich nicht auf diesem Weg behandelt . dafür ist ja letztendlich das Prozedere der Diagnose da.



    Viel besser wäre doch das du was hast was wieder ausheilt und du dann Ruhe hast .


    Aber ich kann dich gut verstehen , weil es sah mal nach Licht am Horizont aus und es hört sich bei dir ja auch echt danach an.