Sophie ist da!

  • Guten Morgen,

    ich habe einen Sohn, 8J., und eine Tochter, 10 J., beide gerade in der ADHS- Diagnostik. Ich bin mir sehr sicher, dass beide Kinder ADHS haben und schätze, ich ebenfalls. Sehr viele Symptome kann man bei jedem von uns zweifellos bejahen. Es gibt natürlich viele Schwierigkeiten und Hürden. Der Kleine nimmt neuerdings Imipramin und plötzlich hat er keine Schulprobleme mehr. Die waren zuvor riesig! Die Große hat es noch sehr schwer mit der Schule, aber sie strengt sich sehr an. Wir zählen die Tage bis zum Termin beim Facharzt herunter und wünschen uns schnelle Hilfe. Wir sind gerade auf dem Weg.

  • Herzlich willkommen!


    Ich 45 bin betroffen und mein Junior 7 ebenfalls.

    Wir beide reagieren trotz fast identischer Ausprägung des ADS sehr unterschiedlich auf MPH.


    Also ließ Dir mal die Blogs zur Medikation durch, bevor ihr irgendwann nach der Diagnose damit anfangt.


    Hat eins Deiner Kinder mit schnell schwankenden Emotionen zu kämpfen?


    VG

    Stefan

  • Ja, die Große ist sehr emotional schwankend. Schon als Baby. Ich erinnere eine Impfung, nach der sie sich gar nicht mehr "eingekriegt" hat und auch die Kinderärztin später erfragt hat, ob sie sich den noch beruhigt hätte. Später hielten wir es für Trotz, dann für Character. Danach für Vorpubertät, etc.

    Wie blöd man sein kann, das nicht früher zu erkennen....

  • auch die Kinderärztin später erfragt hat, ob sie sich den noch beruhigt hätte. Später hielten wir es für Trotz, dann für Character. Danach für Vorpubertät

    genau da ist mein Nerv getroffen.


    Ich kann mich bis weit in meine frühe Kindheit an Ereignisse erinnern, die durch negative Emotionen getriggert sind. (leider)


    Ich kenne also das Gefühl aus eigenem Erleben.

    Mein Sohn ist leider nicht in der Lage darüber zu reden, sonst könnte ich ihm evtl. da raus helfen.


    Früher ging es mir genauso.

    Der emotionale Schmerz war weit größer als der Körperliche. Seit meiner Diagnose bin ich zunehmend in der Lage das auseinander zu fummeln und falle seltener in die schwarzen Kellerschächte ohne Boden.


    Von wegen des Trotz (bsp. HA) kann ich mich an die Situationen mit meinen Eltern erinnern, wo sie nicht verstanden, warum ich in genau diesem Moment Aufgaben nicht lösen kann, die gestern noch kein Problem waren. Ich war emotional blockiert.


    Als ich dieses Schema bei den HA mit meinem Sohn erkannte und damit mich selbst als Erstklässler, begann ich mit der Recherche zu diversen Stichworten, die ich mir immer bei den HA und anderen Situationen gemacht habe.


    Im Frühjahr 2018 hatte ich einen Volltreffer mit allen "Merkwürdigkeiten" als ich zufällig bei S3, ICD10 und DSM4 gelandet war. Da stand plötzlich unter ADHS genau das, was mein Leben bisher im negativen Sinne beeinflusst hat und was auch gerade meinen Sohn eine unbeschwerte Kindheit verwehrt.


    Den Verdacht hatte ich dann gegenüber dem Hausarzt geäußert und die Diagnose nach Überweisung und vielen Test lieferte eine Volltreffer im negativen Sinne.

    Bei meinem Sohn dann genau das selbe Bind, als er fast ein halbes Jahr nach mir mit der tiefgründigen Diagnostik durch war.


    Genau diese Emotionen sind nun auch unser Problem bei der Medikation. Die Konzentration zu verbessern war kein Problem, gleichzeitig kamen die Emotionen noch mehr ins Ungleichgewicht.

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