Adhs bei der halben Verwandtschaft?

ADHS-Zentrum ersetzt keinen Arztbesuch oder andere Fachkraft aus Pädagogik und Recht oder eine sonstige Beratung. Ob der Inhalt bei Ihnen oder ihrem Kind zutrifft, muss jeder für sich im Einzelfall abwägen und eigenverantwortlich entscheiden / prüfen lassen.
  • Ich bin sehr strukturiert und vergesse nix, was in meinem Kalender steht. Den Rest vergesse ich andauernd. Ich liebe Strukturen und bin überhaupt nicht spontan. Leider oft impulsiv und emotional. Nach so einem Onlinetest, habe ich

    vermutlich ADHS. Aber das passt doch mit dem gut organisiert sein nicht zusammen, oder?


    Ich hoffe, ich schaffe es den Kinder- und Jugendpsychiater meiner Kinder beim nä Termin nach einer Diagnostik für mich zu fragen. Bei meinen Kindern läuft gerade die Diagnostik.


    Entweder ich spinne, oder in meiner Sippe haben sehr viele ADHS: Mein Vater (meine Mutter nennt ihn und seine Brüder cholerisch) , meine 2 Brüder (einer vergisst ständig alles, der andere macht sich mit Impulsdurchbrüchen überall unbeliebt) , 2 Neffen ( beide haben sich schon in der Grundschule und einer schon im kiga verweigert, trotz gutem IQ, viel Ärger wg. "Faulheit", aber bisher nie auf ads getestet), und eine Nichte (mega unorganisiert), meine beiden Kinder (obwohl schlau und gewillt, völlig überfordert in der Schule, Sohnemann hat neuerdings Medikamente und ist plötzlich total selbständig und sortiert) und ich.


    Meine Kinder sind die ersten, bei denen jetzt eine ADHS-Diagnostik gemacht wird.


    Alle anderen schlagen sich so durch den Alltag.

    Wie ist das bei euch so?

  • Sophie

    Hat den Titel des Themas von „Adhs bei der alben Verwandtschaft?“ zu „Adhs bei der halben Verwandtschaft?“ geändert.
  • Hi Sophie, bei uns ist es auch bei meinen Eltern, meinem Mann, seiner Schwester, meinen Bruder zu bemerken... mein älterer Sohn ist sehr beeinträchtigt und profitiert extrem von den Medikamenten. Ich habe seit 3 Monaten auch die Diagnose und nehme aufgrund meiner Erschöpfung MPH, um weiterhin hier allen anderen Struktur geben zu können. Eigentlich bin ich nämlich auch sehr strukturiert... wenn ich meine Ruhe habe und mich sortieren kann... habe ich jetzt aber seit Jahren nicht mehr.... und ich hatte es auch nie gedacht, sowas zu haben.

  • da liegst Du vermutlich Richtig.


    Leider oft impulsiv und emotional.

    ...haben wir sehr viel in der Sippe (ich leider vor MPH auch) und dann noch einige sehr Introvertierte, die sich mit Nikotin, Alkohol usw.

    Zwei Suizide gab es auch schon. Die gehörten zur zweiten Fraktion.


    Bei mir ist es eher zu viel Drive. Alles in Kalendern (Küche + Outlook vernetzt) und je mehr Termine ich habe, desto besser geht es mir. Nur manchmal habe ich "dunkelbunte" Tage. Da hänge ich durch. Dann gibt es noch "Regentage", wo ich die Ruhe tatsächlich genießen kann.


    Am liebsten sind mir die "blauen" oder "blaugrauen" Tage. Da habe ich Strom ohne Ende.


    Meine Frau und ich haben viele Partner "verschlissen" bevor wir an einander kleben blieben.

    Das Muster hyper und hypo passt fast durchgehend in der Sippe.


    Es scheint eine Art "Magnetismus" bei "uns Gestörten" zu geben.

    "Normale Menschen" halten das nicht aus.

  • Die Möglichkeit, dass wir soviel ADHS in der Familie haben macht eine ganz deren Blick auf viele Dinge. Ich habe Stielaugen. ;).... Und ich liebe Regentage, wenn mal nichts los ist und ich tatsächlich mal runter komme. Dann bin ich aber auch Faulpelz in Person. 😂 Sonst immer aktiv.

  • Mein Sohn hat es von meinem Mann. Da wir uns getrennt haben, kann ich da jetzt nicht nachfragen, wie es in dem seiner Familie aussieht.


    Wir haben zwar ein solala gutes Verhältnis, aber ich will keine alten Wunden aufreißen. ADHS war mit ein Grund für die Trennung. :/

  • Ich habe von meinem Verdacht dem Arzt meiner Kinder erzählt und lasse mich jetzt auch auf ADHS testen. :/Das gibt Klarheit für mich. Und dann werden wir weiter sehen. Vll. sehe ich aber auch jetzt nur noch ADHS -auch da, wo es gar nichts damit zu tun hat. :):S

  • Eigentlich ist es sogar gut, wenn die Eltern, oder ein Elternteil, auch ADHS hat. Weil die können dann nachvollziehen, wie sich die Kinder fühlen und wie sie ihr Umfeld erleben. Ich habe hier meinem Sohn gegenüber wirklich einen Nachteil.


    Ich bin mir sehr sicher, das ich es nicht habe. Dafür bin ich zu sehr durchorganisiert. Aber mein Ex hat es auf jeden Fall. Da brauche ich keinen Arzt für.


    Bei meinem Ex sah das in der Kindheit nach typischem ADHS aus. Er war auch lange nicht sauber in der Nacht. Er war auch ein sehr hyperaktiver Junge, der im Minutentakt viele Ups und Downs hatte. Die Impulskontrolle hat er auch als Erwachsener nicht im Griff. Und so weiter.


    Um unsere Familie zu retten wollte ich ihn zum Arzt schicken, aber er hat da völlig blockiert. :-( Von da an hat es nicht mehr lange zur Trennung gedauert.


    Kurz nach der Einschulung kam für unseren Sohn Medikinet. Und dann ging es schnell. :-(

  • ADHS wird vererbt. Es ist also ziemlich sicher das zumindest ein Elternteil auch betroffen ist, auch wenn es bei Ihnen nicht diagnostiziert wurde. "Damals" gab es diese Verhalten ja nicht. ;-)

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