Klettern als ADHS-Therapiehilfe

ADHS-Zentrum ersetzt keinen Arztbesuch oder andere Fachkraft aus Pädagogik und Recht oder eine sonstige Beratung. Ob der Inhalt bei Ihnen oder ihrem Kind zutrifft, muss jeder für sich im Einzelfall abwägen und eigenverantwortlich entscheiden / prüfen lassen.
  • Ich glaube eher, das ist ein Marketing-Gag. Es gab doch früher mal die Theorie vom Farmer und Jäger. Und genau hier knüpfen die an.


    Dem einen macht das Klettern Spaß, dem anderen nicht. Mit ADHS hat das nichts zu tun. ;-)

    Das sehe ich offen gesagt anders. ADHS-Kinder und Erwachsene haben Defizite. Diese gilt es abzubauen.


    Beispiel Hand - Auge - Koordination. Ja, mit der XbOx geht das auch. Aber eine Kletterwand ist da sicher nicht falsch.


    Marketing hin oder her: Man kann nicht einerseits nach Hilfe und Tipps rufen, und auf der anderen Seite sinnvolle Angebote stets ablehnen.

  • Ich habe die Erfahrung gemacht, das bei mir Sport und schwere Arbeit die Botenstoffe recht gut regulieren.

    Klettern ist sogar extrem anstrengend und man braucht viel Konzentration.


    Im Idealfall sind die Locations (so wie beim Geocaching) weit ab der Zivilisation (Felsen) was die Reizausgrenzung begünstigt.

    In den Kletterhallen ist es leider sehr laut.


    Hier wäre Bouldern mit Gehörschutz sinnvoll. Das sollte evtl auch der Spotter machen, da eine Ablenkung die Verletzungsgefahr für beide steigen.


    Gleiches gilt für das Klettern am Seil. In der Wand stören Lärm und gewusel zwar weniger aber der Sichernde sollte nicht abgelenkt sein, wenn keine automatischen Sicherungsgeräte verwendet werden.



    Im übrigen bin ich meiner Philosophie vom evolutionären Gedankenmodell gar nicht so weit weg.

    Nur würde ich es nicht so pauschal aufbauen. Ich bin da eher bei genetischen Stämmen, die sich nach ganz Darwinistischem Modell eine "Sentinel-Prägung" ererbt haben.

    Aber ich schweife ab...

  • Klettern als Therapie? Geocaching kann ich mir noch vorstellen. Aber eher als Freizeitgestaltung.


    Klettern kommt nicht infrage. Mein Sohn ist motorisch ein Tollpatsch. :S Ich bin oft genug am Wochenende im Krankenhaus mit ihm.

  • Wir klettern alles ü 2m gesichert am Seil. Ich mache gerade beim DAV meinen Schein, damit ich auch einen offiziellen Nachweis über meine Fähigkeiten beim Sichern bekomme.


    Heute waren wir wieder ein paar mal bei 12m, haben angeschlagen und sind zurück gestiegen ohne ins Seil zu gehen.

    Als sichernder braucht man viel Konzentration wenn man einfache Sicherungsgeräte verwendet. Es gibt aber auch Halbautomaten die auch dann schließen,

    wenn die Person am Boden lieber quatscht als zu beobachten, wie der Steigende gerade mit einem losen Fels aus der Wand kippt;)


    Geht mal in die Halle zum testen. Vlt. überrascht Dich Dein Grobmotoriker und entpuppt sich als Eichhörnchen.

  • Mein Sohn ein Eichhörnchen? Das klingt eher nach Science-Fiction. Der fällt im Schlaf sogar aus dem Bett. ^^


    Ein Versuch könnte man aber trotzdem wagen. Ich würde das dann zwar nicht als Therapie bezeichnen wollen, aber schaden wird es auch nicht.

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