Recht

§35a SGB 8 - Auswahl der Hilfe

Jugendamtsmitarbeiter, Klienten und die anderen beteiligten Fachleute werden im Anschluss an die rechtliche Bewertung miteinander überlegen, welche Zielsetzungen im weiteren verfolgt werden sollen. Im nächsten Schritt gilt es, gemeinsam herauszufinden, welche Art der Hilfe die größte Chance auf Erreichung des Ziels bietet, also „geeignet“ im Sinne von §35a SGB8 (KJHG). Bei der Bestimmung der Aufgaben und Ziele der Hilfe und der auszuwählenden Maßnahmen sind die Vorgaben der §§39 und 40 BSHG zu berücksichtigen. Danach soll die Hilfe dazu beitragen, psychisch behinderten jungen Menschen ein möglichst selbstständiges Leben in der sozialen Gemeinschaft zu erschließen, indem ihre Behinderung so weit wie möglich gemildert, kompensiert oder – besser noch – ihrer Entstehung vorgebeugt wird.
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§35a SGB 8 - Rechtliche Bewertung

Nach der Sachverhaltsermittlung gilt es, die Frage zu beantworten, ob bei dem Antragsberechtigten ein Eingliederungshilfebedarf vorliegt. Es muss ein Urteil darüber abgegeben werden, ob das Hilfeersuchen des Antragstellers begründet ist, weil der für dir Eingliederungshilfe geforderte Rechtsbestand vorliegt. Damit ist der Fachkraft vom Gesetz eine schwierige Aufgabe auferlegt werden, denn sie vermag zu ihrer Lösung nicht auf ausschließlich objektive Kriterien zurückgreifen.
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§35a SGB 8 - Die fachliche Beurteilung

Bei der Erstellung der Psychosozialen Diagnose geht es um die fachkompetente Interpretation der gefundenen Daten. Es muss ersichtlich werden, welche relative Bedeutung einzelnen Fakten beizumessen ist Die fachliche Beurteilung ist Voraussetzung für die Subsumption unter die Gesetzesbestimmungen. Die wesentlichen seelischen Probleme müssen herausgefiltert werden. Der Schweregrad der Behinderung bzw. der sozialen Beeinträchtigung ist zu bestimmen.
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§35a SGB 8 - Entwicklungsanalyse

Wurde bisher die aktuelle Situation betrachtet, so wird in der Entwicklungsanalyse der Blick auf die Vergangenheit gerichtet. Das erste Auftreten des problematischen Verhaltens kann wertvolle Aufschlüsse über seine Bedeutung geben. Welche Lebensbedingungen gingen voraus? Welche Änderungen traten zu jener zeit ein? Was taten das Kind und seine Familie, um die Symptomatik zu bewältigen? Welche Maßnahmen hatten Erfolg, welche nicht?
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§35a SGB 8 - Eingliederungshilfe Persönlichkeitsanalyse

Psychische Störungen wachsen im allgemeinen auf dem Boden einer bestimmten Persönlichkeitskonstellation, auch wenn diese im Kindes- und Jugendalter sich erst ausformt und noch auf vielerlei Weise verändern wird. Deshalb ist es in einem Planungsverfahren für Eingliederungshilfe notwendig, herauszuarbeiten, auf welchem Persönlichkeitshintergrund und welchem Entwicklungsstand das problematische Verhalten und Erleben zu sehen ist.
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