MontagTag 3 für die 40mg Dosis (08:15) krank (Erkältung kommt wieder)

ADHS-Zentrum ersetzt keinen Arztbesuch oder andere Fachkraft aus Pädagogik und Recht oder eine sonstige Beratung. Ob der Inhalt bei Ihnen oder ihrem Kind zutrifft, muss jeder für sich im Einzelfall abwägen und eigenverantwortlich entscheiden / prüfen lassen.

"... Lat mi in rruh! Ick will in min Trruh!.."



08:00 ein leichtes Beben lässt den dauersensiblen ADS-ler wach werden. Der Junior poltert zum Kalender

08:05 der Zwerg besteig über das Fußende das Elternbett und kuschelt sich zwischen seine Familie

08:15 Frühstückstisch war durch den Junior mit Brettchen Toast und Nutella für alle gedeckt, nun noch den Rest dazugestellt und bei Weihnachts-CD Pyramide und Crottendorfer Räucherkerzen ein Frühstück bis 09:45 zelebriert.

Dann vor PC und Start zu Runde über Fleischer usw. begonnen, um die bestellten traditionellen Weißwürste zu holen.

noch bis 13:00 kleine Reparaturen und nach dem Essen mit der 5 Min Achtsamkeitsapp geruht bis 14:00

Ausflug mit dem überdrehten Kind* in den Wald, GC repariert, auf verschiedene Bäume und ansitze geklettert, bei einsetzendem Schnee zurück nachhause, Kind weiter sehr hyperkinetisch

16:30 verspätete Kaffeetafel, viel gewusel viele schrille Stimmen, sehr unerträgliche Dynamik, Bescherung ab ca 17:15, Kind noch immer überdreht wurde von allen Anwesenden bequatscht und drehte fast durch, nach Aufforderung zu mehr Ruhe etwas entspanntere Situation.

die nicht diagnostizierte 70J Großmutter weiter schrill, laut und überreizt; löste mit unaufmerksamem Verhalten beinahe einen Brand aus.

18:30 Übergang zu Abendessen, habe den Part in der Küche übernommen um der Gesellschaft zu entgehen. Wirre Großmutter störte Abläufe immer wieder mit gut gemeintem Aktionismus. Mit dem Essen beruhigte sich die Stimmung und das Kind beschäftigte sich und den Großvater abwesend mit dem neuen Spielzeug. Überdreht rennt das Kind gegen die Stirnseite einer offenstehenden Tür und muss mit eine Eisbeutel versorgt werden, Großvater spendet Trost

20:00 ein Teil der hoch betagten Gesellschaft verlässt erschöpft die Runde, kommt jedoch noch eine weitere Stunde immer wieder dazu

21:00 die Runde löst sich endgültig auf, in kurzer Zeit ist die Tafel beräumt und der Raum weitgehend im Urzustand. Das immer noch Trost suchende Kind krabbelt zur Mutter auf die Couch und in der Kuschelrunde werden noch ein paar "Filmreste" geschaut. Dann lässt es sich ohne Widerwort ins Bett tragen und ist sofort entrückt.

22:00 ich ins Bett, sehr unruhig; meine Frau folgt 23:00







Wirkung:

mit leichtem Kopfschmerz aufgewacht, der dann bis 10:00 weiter zu nahm.

08:15 noch leichte ADS-Typische Fehler, dann zunehmende Ruhe und erhebende Festtagsstimmung trotz Dauerregen

ab 10:30 beginnendes Übersteuern der Konzentration, weiterhin ruhig, hin und wieder Fehlfokusierung

ca. 13:00 massiver Abfall mit Müdigkeit bei aber überschnellem Hirn, Ruhe nur Körperlich

14:00 Rückgang der Übersteuerung bei weiter ruhigem Verhalten

15:45 Beginn Rebound mit sehr klarer Wahrnehmung aber Kopfschmerz und innerer Unruhe, im Wald trotz lautem Kind ruhig und endlose Dialoge geduldig weiter geführt, viele Zusammenhänge im Wald erklärt, Kind bei Kletteraktionen mit Anleitung und Hinweisen und ruhigem unterstützt,

16:00 etwa Mitte Rebound mit zunehmender innerer Unruhe, bewusst langsam gelaufen und agiert

bis 17:00 letzter Teil Rebound mit Geräuschempfindlichkeit und zu feinen Antennen für Unruhe sehr schwer zu ertragen.

ab 18:15 wieder wie ohne MPH jedoch weiterhin ruhig mit gedämpfter Emotion. Wieder Anstieg Energie.

22:00 totale Erschöpfung bei innerer Unruhe


Ganz typisch für eine ADS-Familie, werden nun den zweiten Tag zunehmend hektisch die Räume aufgeräumt, die in den letzten 8 Monaten kontinuierlich im Chaos versunken sind und keinen Anlass zu Beseitigung boten, obwohl der Zustand meine Frau und mich störte und bedrückte.

Einem Kind Struktur und Ordnung beizubringen, ist so im Grunde ausgeschlossen.



Vergleich 24.12. Vorjahre:

Laute hektische Familienrunden waren schon immer schwer erträglich. In diesem Jahr war ich nicht mehr Teil der Eskalationsspierale und konnte die Stimmung im Raum, sowie die eigenen Emotion bedeutend besser steuern. Trotz chaotischem Abdriften des Verlaufs wurde der Abend als positiv empfunden, während in Vorjahren die Nerven blanklagen. Es bestand kein Bedürfnis nach alkoholischen Getränken.





Frühstück:

3 MarmeladenToasts + 1,5 T Kaffee über 1,5h


Mittag:

Auflauf


Nachmittag:

leichter Kaffee mit viel Milch + Plätzchen


Abend:

Weißwurst mit Kartoffelsalat, dazu Tee / Radler




"... Lat man gut sin, lat man gut sin, Haupsach, dat ick in min Trruh bin!..."