ein Update

Hallo in die Runde,


ich habe in den letzten Monaten beobachtet, dass der Gewöhnungseffekt langsam stärker wird. Der Körper scheint die 50mg vom Morgen immer schneller abzubauen, so dass ich immer zeitiger abgeschlagen bin, ohne (zum Glück) den Rebount des MPH zu haben.

Bisher konnte ich bei einer gewissen "Grundlast" am Tag zwischen 21 und 22 Uhr ins Bettchen und habe gut geschlafen (vermutlich einer geringen Restdosis im Depot geschuldet)


Nun muss ich höllisch aufpassen, wirklich ins Bett zu gehen, da nach 22 Uhr scheinbar nix mehr im Blut ist. Gehe ich dann ins Bett, ist es wie vor der Medikation, als ich das Hirn nur mit Alkohol bremsen konnte. Ich kann als nicht einschlafen, wenn ich zu spät ins Bett gehe.


Auch die Energie lässt merklich nach. Teilweise muss ich mich nun doch wieder 15 bis 16 Uhr hin legen, weil ich breit bin.


Nun überlege ich (schon seit Monaten) ob ich bei Elvanse 1x50mg lieber den Weg 2x30mg gehe. Die würde ich dann ähnlich wie ich es schon bei Ritalin gemacht hatte ein zwei Staffeln einnehmen, damit der Peak nicht zu hoch ist und die beruhigende Wirkung am Abend noch erhalten ist.


Mal sehen, ich werde berichten.


Übrigens habe ich hin und wieder mal einen Sonntag ohne Elvanse eingelegt, um einen Vergleich zu haben. Am Vormittag kam ich dann noch gut zurecht und wenn das Mittagessen (sehr empfindlich auf Unterzuckerung) pünktlich war, ging das auch noch in den Nachmittag.

Allerdings war ich dann immer irgendwann spätestens am Abend wieder der reizoffene, genervte, überimpulsive "Alte". Sehr unschön für meine Familie und ich habe mich für mich geschämt, obwohl ich in diesem Moment keinen Einfluss auf mein Verhalten hatte.

Übrigens steigt ohne Medikation auch das Unfallrisiko wieder an. Eben durch meine typischen ADHS-Eigenschaften bin ich schnell genervt ungeduldig usw. und mache dann versehentlich etwas kaputt oder schädige mich selbst.

An Tagen ohne Medi fahre ich keinen cm mit dem Auto, das ist mir zu gefährlich.

Kommentare 7

  • Hast Du jetzt mehrere Medikamente gegen ADHS durchprobiert??? Mit welchem bist Du am besten klar gekommen?

    • ja, ich wusste am Anfang nix über Wirkung und Wirkungsweise.


      Am Ende der "Versuche" ist es aktuell Elvanse, wobei es hier auch ein paar Macken gibt.

      Achtung! Welches Medikament passt, hängt von der Ausprägung deines ADHS ab. Das können erfahrene Ärzte vorab einigermaßen einschätzen. Weniger Erfahrene müssen "ausprobieren".

      Die "Regler" (stell Dir mal Dieter Bohlens Mischpult im Studio vor) sind mindestens Dopamin, Serotonin und Noradrenalin (oft sogar mehr) und bei jedem ADHS-ler in einer anderen Position.


      Jetzt kommt die große "Geisterhand" (ein Medikament) und schiebt alle Regler um 5cm nach oben oder nach unten.

      Wenn Du aber nur mit Dopamin ein Problem hast, die andern aber ok waren, wird dann Dopamin "geheilt" sein und die anderen Regler (Botenstoffe) sind Schei...


      Drum gibt es so viel Falschmeldungen über die Nebenwirkungen von ADHS Medikamenten. Jedes wirkt etwas anders. Fast immer* in diesen hat der Arzt einfach das Falsche erwischt.


      *= ja, es gibt Betroffene, die mit keinem Pharmazeutischen Medikament klar kommen. Die bekommen sehr oft Cannabis-Produkte oder springen von einer Brücke (sorry für den Sarkasmus)

    • Danke

  • Heißt das, es gibt bei Elvanse wirklich einen Gewöhnungseffekt? Wie lange nimmst Du es jetzt schon? Und gibt es andere, die das gleiche erleben?

    • Das ist zumindest meine Ableitung. Es sei denn, die Eindosierungs-Phase dauert länger als ein halbes Jahr und ich was bisher noch nicht auf meiner individuellen Dosis.

      Übrigens beginne ich nun, das Frühstück wieder später einzunehmen. Das "Hochschieben" merkt man mit leerem Magen/Darm deutlich stärker, als wenn man 2 Toast vernascht hat.

      Ich habe in den letzten Monaten signifikant an Gewicht zugelegt, weil ich mir entgegen der Veranlagung das Frühstücken (zw. 4 und 5 Uhr) angewöhnt hatte. (um die gleichmäßige Ausschüttung des MPH / LDX zu unterstützen)

      Die Wirkspanne ist aber schon vor dem Beginn der Frühstücksverschiebung auf den Vormittag kürzer geworden. Es hängt also nicht zusammen.

    • Eine Eindosierungsphase von 6 Monate? Schwer zu glauben, oder? Nachjustieren ja, da würde ich mitgehen. Wobei ich sagen muss, das ich mit Elvanse selbst keine Erfahrung habe. Ich benutze seit "Anbeginn der Zeit" Medikinet Adult.

    • Mal sehen was die Zeit bringt.

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