22.09. 08:30; zum Frühstück > ein unbeabsichtigtes Auslass-Experiment

Die Nacht vom Samstag zum Sonntag war gruselig.

Das Kind hatte Kopfschmerzen und auch ich war von Gelenkschmerzen und Kopfweh geplagt. Mit kaltem Lappen, Kuscheln, wenig Licht und leisem TV war es auszuhalten und 22 Uhr ging es für den Sohn ins Bett. (Er hatte zuvor schon bei den Großeltern geschlafen)

22:30 bin ich ins Bett und nach unruhigem Schlaf 03:00 wieder Munter und vor TV.

04:00 kommt der Sohn hinzu und wir schauen zusammengekuschelt bis 05:00 TV. Dann gehe ich ins Bett.

Die Ermahnung des Telefons 06:00 spätestens die Elvanse zu nehmen, ignoriere ich und schlafe/ruhe bis 08:15.

Nun ist es für die Einnahme zu spät. ich würde nicht rechtzeitig schlafen können und so beschloss ich eine Tag ohne Elvanse zu probieren.


Der Effekt war erstaunlich.

Mit Ritalin war ein Auslassversuch sehr von Nebenwirkungen geprägt. Es war sehr deutlich zu spüren, dass etwas fehlte.


Mit Elvanse war der Übergang zum Zeitraum ohne Medikation kaum zu bemerken. Die Entspannte Situation am Sonntag tat ihr übriges.


Es war eine Autofahrt zu erledigen, bei der ich das Konzentrationsdefizit ohne Elvanse sehr deutlich spüren konnte, doch die Situationen wurden recht ruhig gemeistert.


Die Emotionen blieben dank entspannter Familie und fehlendem Zeitdruck gelassen. Einzig der Zick-Zack-Kurs zwischen vielen verschiedenen Aufgaben und der fast doppelt so hohe Zeitaufwand waren überdeutlich. Damit war die nötige Produktivität deutlich eingeschränkt.

Zum Abend war jedoch deutlich zu merken, dass die "Entspannung/Ermüdung" fehlte, die bisher mit dem Wirkende von Elvanse eingetreten war.


Ich konnte die Beiträge im TV nicht ignorieren und klebte bis 0:45 Uhr am Fernsehprogramm fest.

05:15 bin ich dann am Montag allein und ohne Wecker aufgewacht.