Update 06.05.2019

ADHS-Zentrum ersetzt keinen Arztbesuch oder andere Fachkraft aus Pädagogik und Recht oder eine sonstige Beratung. Ob der Inhalt bei Ihnen oder ihrem Kind zutrifft, muss jeder für sich im Einzelfall abwägen und eigenverantwortlich entscheiden / prüfen lassen.

nun sind sogar 30mg kein Problem mehr.


Aktuell starte ich mit 30mg um 05:00 weiter mit 10mg 07:00 und 10mg 09:00 so komme ich recht gut über den Tag und vertrage auch wieder Kaffee.


Also tatsächlich ein Gewöhnungseffekt?

Es bleibt spannend.


Übrigens ist die Selbststeuerung der "Muss-Aufgaben" nach wie vor schlecht, nur kann ich mich allgemein besser konzentrieren und bin emotional deutlich ausgeglichener.

Kommentare 3

  • > Selbststeuerung der Muss-Aufgaben:


    In der Anderswelt hattest Du (u.a.) mich mal als Zwilling bezeichnet. :-) Die Zwillingsforschung kann auch hierzu Parallelen liefern. Bin deutlich stabiler, mehr Antrieb, auch bei Aufgaben viel schneller, wenn ich dann mal anfange.


    Aber hins. der leidigen Blockade von Muss-Aufgaben - oder eigentlich allen Aufgaben mit besonderem "emotionalen Gewicht", z.B. mit gefühlt großer Fallhöhe - ehrlicherweise wenig Veränderung. Noch fast genau derselbe Mist. Mit allen sehr risikoreichen Konsequenzen. So gut das ist mit der besseren Ausgeglichenheit. In meinem Fall kann allein schon das Weglaufen vor Muss-Aufgaben zum großen Absturz führen, eher mittel- als langfristig.


    Ich habe schon überlegt, ob das an unserem "Läuse und Flöhe"-Thema mit "ADHS und Hochbegabung" liegt: Probleme mit autoritären Vorgaben und Perfektions-Paralyse können ja auch daher kommen. Und sind dann aus dieser Quelle wohl MPH-resistent...


    Vielleicht sind die Läuse im Griff und uns tanzen da primär noch die Flöhe auf der Nase rum? Und so, wie vorher lange der Blick auf ADS verstellt war, weil sich in den kompensatorisch besseren Zeiten viele Auffälligkeiten auch einfach mit der Hochbegabten-Andersartigkeit erklären ließen... genauso verstellt das ADS-Störungsbewusstsein vielleicht jetzt den Blick auf die Hochbegabung als 2. Quelle der Probleme?


    Ich versuche es mit Psychoedukation besser in den Griff zu kriegen. Webinare von Winkler, usw. Besser zu verstehen, wie ich mich doch noch anfassen kann, wenn Druck und Muss und Selbst-Hass bei Versagen und Blockade eben total kontraproduktiv sind. Das Sich-Bewusst-Sein, dass da immer noch Riesengefahren liegen... hilft nun gerade gar nicht.


    In Richtung: dem "inneren Kind" erklären, dass das Mist ist mit dem "Muss", aber warum denn jetzt bitte trotzdem, usw... Und den weiter wachsenden Druck rausnehmen mit Worst-Case-Betrachtungen, usw.


    Wenn ich wüsste, dass das eben das Ende der Fahnenstange von MPH ist, wäre das ok für mich. Dann wäre es eben so und ich müsste damit jetzt klar kommen und zusätzlich weitere "Krücken" versuchen. Ich hatte auch keine Wunder erwartet und war vielleicht gerade deshalb in den ersten Wochen, als es noch idealer wirkte, zu optimistisch.


    Beim letzten Termin ist aber nach Schilderung dieser Selbsteinschätzung nochmal die Vormittagsdosis raufgesetzt worden (jetzt 40 und mittags 30, Medikinet). Das hat bei mir dann doch wieder Fragen aufgeworfen, ob ich zu früh aufgehört habe, auf noch weitere Besserung zu hoffen. Und ob die Fahnenstange doch höher reicht... und ob dann nicht doch Elvanse vielleicht, usw. Also wieder noch mehr Ablenkungspotential durch das Störungsbild an sich und solche Fragen...


    Noch höher dosieren macht dann jedenfalls keinen Sinn mehr. Aber "nur" deshalb einen Wechsel versuchen... wenn eigentlich keine Nebenwirkungen... weiß ich auch noch nicht.


    Hängt sicher vom Leidensdruck beim nächsten Kontrolltermin ab.


    Entschuldige, dass ich die Kommentarfunktion gekapert habe. Ich bin primär durch Dich hierhergekommen, weil Du bei Anderswelt so lange nicht warst und mal auf den Blog hier verlinkt hattest und es mir hier inzwischen eigentlich auch besser gefällt. Und nun haben also die Zwillinge dasselbe verbleibende Problem.... Und daher passt es eigentlich genau hierhin.

    • Hallo "camelopardalis",


      ich sehe an Deinem Text mal wieder, wie ähnlich wir uns sind.


      Um, Deine Gedanken hier für Andere fort zu setzen, ich denke zunehmend darüber nach, noch mal den Job zu wechseln, um noch stärker meinen Neigungen nachgehen zu können.


      Nach wie vor fehlen mir an jedem Tag 12 bis 24 Stunden, um meine Ideen umsetzen zu können. Das Alltagskorsett aus Arbeit, Familie, essen, schlafen, ... hält mich quasi gefangen.

      Da ich aber ein "soziales Tierchen" bin, geht es aber nicht ohne, da sonst ein wichtiger Motivator (Oxytocin = Sympathikus) fehlen würde, bleibt dann nur noch Kortisol mit dem Parasympathikus. Schon sind wir im schädlichen Bereich, der mich in den Burny gebracht hat.

    • Kein Sternbild, nur ein kleines "Elementarteilchen". Danke für die Parasympathikus-Warnung/Erinnerung. Kommt wie gerufen.


      Ich habe heute in alten Uni-Aufzeichnungen gesehen, dass ich früher an intrinsische Motivatoren manche Muss-Themen "huckepack" angehängt hatte. Ich will A können. B macht mich besser bei A. Und so ging dann auch AB irgendwie. Vielleicht funktioniert das immer noch, wenn man nicht zu plump mit den eigenen Monstern redet, sondern aufrichtig und "empathisch".


      Wenn das mittelfristige Ziel ist, eine Oxytocin-Tankstelle aufzumachen - dann werden alle, die da tanken kommen, noch mehr Vertrauen haben, wenn sie wissen, dass Du die Buchhaltung (B) der Tankstelle auch nicht magst, aber in den Griff bekommst.