Update 04.05.

ADHS-Zentrum ersetzt keinen Arztbesuch oder andere Fachkraft aus Pädagogik und Recht oder eine sonstige Beratung. Ob der Inhalt bei Ihnen oder ihrem Kind zutrifft, muss jeder für sich im Einzelfall abwägen und eigenverantwortlich entscheiden / prüfen lassen.

Heute (04.05.) hat der Junior nach dem Elvanse gefragt und wir haben wieder wie gestern 20mg in Tee gelöst.


Nach ca. 1 Stunde hat er selbständig begonnen weitere Aufgaben zu lösen. Er bestand darauf, sie im Kopf oder mit Hilfe eines Zollstockes zu lösen.


Da die Aufgaben schwerer und die Zahlen größer wurden, hat er sich auf dem Zollstock immer wieder verzählt und so das falsche Ergenis. Mein Angebot, ihm den Lösungsweg aus dem Mathematikbuch zu zeigen lehnte er ab, schaute weg und hilt sich die Ohren zu.

Die immer wieder falschen Ergebnisse im Kopf, bzw. auf dem Zollstock führten ihn in eine Frustrationsspirale, die in Weinkrämpfen und Selbstverletzung durch wütendes hin und her werfen auf der Küchenbank und babei versehendliches bemalen des Mobiliars mit dem Stift, den er dabei weiter krampfend in der Hand hielt.


Nach dem Mittagessen wurden weitere Aufgaben aus dem Buch (Lehrstoff während Krankenhausaufenthalt) begonnen.

Auch hier hat er permanent gegen den Lösungsweg laut Lehrbuch opponiert.


Ich selbst hatte am Morgen 30 + 10 mg Ritalin adult genommen und war so in der Lage ruhig und emotionslos seine Ausbrüche zu ertragen ohne durch Widerspiegelung seiner Aggression, diese zu verstärken.

Die Absorbtion seiner Aggression, Opposition und Verzweifelung hat mich sehr viel Kraft gekostet, so dass wir die noch nicht vollständig gelösten Aufgaban um 13:00 abgebrochen haben und beim Maibaumsetzten eine positiv besetzte Beschäftigung gesucht haben.

Wir hatten erfolgreich 1,5 weitere Seiten aus dem Mathematikbuch nachgearbeitet.



Der Junior war ebenfalls sehr erschöpft, da er viel Energie für Opposition und Aggression "vergeudet" hatte. Beim Ankleiden für den Ausflug tobte er aufgeregt fröhlich herum und wurde wie gestern sehr redseelig. Erstellte Fragen und unterbrach mich noch bevor ich vollständig geantwortet hatte.


Bei der erfolglosen Suche nach seinen Fahrradhabschuhen gerit er in Tränen und trauer, da er sie nicht fand.


Wie gestern in der Kinderklinik war die Summe seiner schnellen Interaktionsversuche weit größer als die, die ein lethargischer Erwachsener verarbeiten / ertragen kann.

Dank meiner eigenen Medikation konnte ich auf alle seine Fragen eingehen, aufmerksam seinen Erläuterungen folgen und ggf. die gewünschten Antworten und Kommentare liefern.


Nach langem Schreiben klagte er wieder über Schmerzen in der Hand, mit der er den Stift gehalten hatte.


Update folgt