Donnerstag 20mg in Tee >

06:30 20mg in Tee aufgelöst

07:00 Schulbus

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14:15

Sohn von der Schule geholt und einkaufen gefahren > er zieht es vor, im Auto zu warten und Musik zu hören.


Zuvor bei seiner Hortnerin (auch Hausaufgabenbetreuung) nachgefragt und sie empfand ihn als sehr ausgeglichen, wach und fix im Kopf, "So wie man sich das wünscht.". Die heute etwas schweren Hausaufgaben waren für ihn kein Problem. Später sah ich jedoch, dass er sie auf eine Seite seines Heftes vom Oktober 2018 gequetscht hatte. Aber ja, Textaufgaben RICHTIG gelöst


15:32

Sohn ist bisher sehr ausgeglichen. Ich bin jedem Anflug von Opposition mit ruhiger Stimme begegnet und habe ihn ausreden lassen, auch wenn es mal länger gedauert hat.

Papa ruht bis 16:30 und hört dem Treiben des Juniors passiv zu.

Gerade weint er leise, weil seine Blumen (experimentiert mit Zirkel auf weißem Papier) nicht so recht funktionieren. Will aber allein sein.

Vergräbt sich in sich und versucht es allein zu schaffen.

> dann TV


16:45 - 18:15 Papa bei Ergotherapie > Junior in TV versunken > jede Ansprache Mündet in unverhältnismäßiger Opposition, springt hoch und windet sich auf der Couch. > Abendessen nur unter Protest.


19:10

Juniors HA haben wir nun gemacht und sie waren plötzlich kein Problem. Das Lob führte dazu, dass er die Bücher rum schmiss.

Mein Widerspruch beim Basteln der Stabgespenster, Papier statt Watte zu verwenden führte zu Explosion und er rannte in sein Zimmer, rollte sich in seine Decke und weinte. Auf dem Weg ins Bett noch etwas Randale.

Nun -nach 5 Minuten- höre ich ihn durch den Flur zurück in die Küche schleichen


19:55

Er erzählt mir was, während ich an der Brotmaschine stehe und kaum was höre.

Als ich nachfrage rennt er wieder wütend ins Zimmer. Dann klebt plötzlich ein selbst gemaltes Schild an der Tür "nicht rein kommen!" mit einem weinenden Gesicht dazu.


20:15

Eben eine Kritik in sanftem Ton und schon ist er wieder weg.


Das ist nicht so viel anders als ohne Medikation.

Nur hat er sonst weniger Kraft und Konzentration.


20:30 er bastelt mit viel Aufmerksamkeit und Hingabe einen Teller mit Gurkenscheibe, Möhrenscheiben in geometrischen Formen. In der Mitte steht ein flacher Pappbecher mit Gummitieren und Käsekräckern.


20:45 Mama kommt nachhause, er präsentiert ihr den Teller, rollt sich auf ihr (auf der Couch) zusammen und genießt unser beider entspannte Anwesenheit, erzählt vom Tage und gerät immer wieder in KLEINE Wutkrämpfe, wenn Worte, Fragen oder bloßes "falsch" Antworten bei ihm auf eine negative Emotion stoßen.


22:15 Papa soll (wie schon seit 3 Jahren) den "Bettbringer" machen. Ich fische das für meine Verhältnisse leichtgewichtige Fröschlein von der Couch und trage es ins Bett. Dort will er mit mir ringen, ich bedeute ihm, sitzen zu bleiben > er rollt sich übermütig über die Absturzsicherung des Bettes und steht durch eine unbeabsichtigten Salto 1,40m tiefer auf den Füßen vor dem Bett. Das schreckensbleiche Gesicht. (er hat das auch schon mit dem Kopf voran geschafft) fängt er an zu weinen und schickt mich weg.

Er hatte wohl vermutet, dass ich stehen bleibe und ihn auffange, statt dessen habe ich die Teetasse von der Kommode geholt, um ihn noch mal trinken zu lassen.


Mama beruhigt ihn und nach 15 Minuten bei einem uralten Hörspiel war er eingeschlafen.

Kommentare 1

  • Huiuiui.... Mann... grade noch mal gut gegangen...



    Ihr habt aber echt eine ganz schöne Kanone da... ein Glück, dass Du richtig erkannt hast, weshalb er so ist... und gut, dass Ihr ihm jetzt schon helfen könnt, hoffentlich findet sich bald die richtige Dosis vom richtigen Medikament.