Zusammenfassung vor Start

Vorläufer:

KINECTEEN - jetzt geht es los! (Start und Verlauf der Medikation beim Schulkind)


Die bisherige Medikation mit MPH hat zwar die beabsichtigte Wirkung bzgl. defizitärer Aufmerksamkeit und Konzentration gezeigt, jedoch wurden gleichzeitig auch Serotonin und Noradrenalin in einer Weise beeinflusst, die einen Abbruch notwendig machten.


Da das Kind bereits mit 6 Jahren in der Lage war, sich in einer Weise selbst zu reflektieren, die durch Erkenntnis der eigenen Defizite zu kleinen Narben auf der Kinderseele geführte, kann auf eine Behandlung nicht verzichtet werde, so man dem Kind zukünftig Selbstschädigung durch Komorbiditäten ersparen will.

Die Kombination aus überdurchschnittlichem IQ und fehlender Behandlung des penetrant vererbten ADHS, hat im genetischen Verwandtenkreis bereits zu Suiziden, Selbstmedikation mit Drogen (Alkohol, Nikotin, usw.) sowie einer verschwindend kleinen Delinquenz geführt.

Nicht zu vernachlässigen ist auch das Leid der Angehörigen des nicht behandelten Betroffenen und die ökonomischen Folgen wiederholter Fehlhandlungen, übersteigerter Emotionen und emotional gesteuerter Unaufmerksamkeit.


mit Kinecteen:

•sehr wach, lebhaft, anspruchsvolleres Vokabular, kann sich detailliert an Unterrichtstag erinnern und berichtet, sehr lange Konzentrationsphasen, hat nach Schule deutliche Energiereserven und Bewegungsdrang bis weit in den späten Abend

•emotional massiv schwankend (Dr. Jekyll und Mr. Hyde); opponiert bis weit über die Möglichkeiten seines soz. Umfeldes hinaus, Wutanfälle teilw. Krampfartig, keinerlei Einsicht


Auslassversuch:

•nach Schule sehr introvertiert, ruhig, kann Schultag auch auf Nachfrage nicht wider geben, spielt allein vor sich hin, grübelt und stellt Fragen erst nach Stunden oder Tagen, verweigert (teilw.) Kontakt zu Spielkammeraden, wieder ansteigende Energie gegen Abend aber nur minimale Konzentration mögl., schläft abends deutlich zeitiger ein als mit Kinecteen,

•emotional deutlich weniger schwankend (Dr. Jekyll und Mr. Hyde); opponiert weniger häufig als unter Kinecteen aber weiter sehr belastend im soz. Umfeld; wirkt traurig, hin und wieder weinen ohne nachvollziehbaren Anlass, unsicher / ängstlich im Kontakt außerhalb des soz. Umfeldes.


Schlussfolgerung:

Start mit einem Wirkstoff mit anderer Wirksymmetrie bzgl. Dopamin, Serotonin und Noradrenalin.

Die Startdosierung wird halbiert (Auflösen) und unter permanenter Dokumentation bis zum Folgetermin nach 30 Tagen angehoben.


Sollten in der Region in Zukunft die bisher fehlenden Möglichkeiten zur begleitenden Therapie zur Verfügung stehen, werden diese genutzt.