Dienstag 12.02.2019, hier endet der Versuch einer Medikation mit MPH

Zusammenfassung:



mit Kinecteen:

  • sehr wach, lebhaft, anspruchsvolleres Vokabular, kann sich detailliert an Unterrichtstag erinnern und berichtet, sehr lange Konzentrationsphasen, hat nach Schule deutliche Energiereserven und Bewegungsdrang bis weit in den späten Abend
  • emotional massiv schwankend (Dr. Jekyll und Mr. Hyde); opponiert bis weit über die Möglichkeiten seines soz. Umfeldes hinaus, Wutanfälle teilw. Krampfartig, keinerlei Einsicht


Auslassversuch:

  • nach Schule sehr introvertiert, ruhig, kann Schultag auch auf Nachfrage nicht wider geben, spielt allein vor sich hin, grübelt und stellt Fragen erst nach Stunden oder Tagen, verweigert (teilw.) Kontakt zu Spielkammeraden, wieder ansteigende Energie gegen Abend aber nur minimale Konzentration mögl., schläft abends deutlich zeitiger ein als mit Kinecteen,
  • emotional deutlich weniger schwankend (Dr. Jekyll und Mr. Hyde); opponiert weniger häufig als unter Kinecteen aber weiter sehr belastend im soz. Umfeld; wirkt traurig, hin und wieder weinen ohne nachvollziehbaren Anlass, unsicher / ängstlich im Kontakt außerhalb des soz. Umfeldes.


zur Entscheidung:


im Gespräch mit der Ärztin wurde der deutlich positive Effekt von MPH auf Dopamin gewürdigt. Jedoch fand bei Serotonin und Noradrenalin ebenfalls eine Verschiebung statt, die zu negativen Auswirkungen führte.


Gemeinschaftlich wurden noch einmal die Tests der Diagnostik bewertet. Hier war der Bereich um Konzentration / Kurzzeitgedächtnis deutlich weit unter dem sonst überdurchschnittlichen Niveau. (Hinweis auf Dopamin-Problematik)


Die Nachfrage nach begleitenden Maßnahmen zur Vermeidung einer Medikation oder Medikationsbegleitender Maßnahmen wurde negativ beschieden. Die möglichen Rahmenbedingungen wären nur Stationär zu schaffen, was jedoch in seinem Fall kontraproduktiv wäre. (emotional zu labil, übernimmt zu schnell negative Einflüsse des Umfeldes)


Nach einer weit überzogenen Sprechstunde und langem Abwägen aller Beteiligten, fiel die Entscheidung, mit 10mg* Elvanse zu starten und ggf. die Dosierung zu erhöhen.


Der überdurchschnittliche IQ des Kindes hat ihm schon früh eine Selbstreflektion ermöglicht, die kleine Narben auf der Kinderseele verursachte, da er seine Defizite mit 6 Jahren selbst wahr nahm.

Um weitere Schäden an Selbstbewusstsein und Selbstwahrnehmung zu vermeiden, wird weiter nach einer Medikamentösen Lösung gesucht.

weiter mit Blog:

ELVANSE - eine neue Hoffnung! (Neustart und Verlauf der Medikation beim Schulkind)