Start mit der ersten Tablette 18mg

heute 08:00 zum Samstagsfrühstück gab es die ersten 18mg


-wir haben zuvor noch mal die Erscheinungen besprochen, die er an sich selbst schon längst bemerkt und reflektiert hatte-


09:30 -zum Start in der Kletterhalle fiel den Anwesenden der veränderte "Jung-DAV-ler" auf. Statt des tobenden Kindes, das bei Missfallen einer Anweisung schnell das Schimpfwortlexikon aus dem Schulbus offen hatte, spielte deutlich ruhiger, kreativer aber auch leiser. Er viel nicht hin, stieß sich nicht, machte haltbare Knoten...


Anfänglich haben die drei Großen verschiedenen Kletter- und Sicherungsübungen gemacht und er wollte nicht. Irgendwann war das Eis gebrochen und er brachte sein Sicherungsgeschirr zum anziehen und wartet geduldig bis er vergurtet war.


Ab da ging es mit viel Geduld durch eine Wand, die nur einer von uns drei Erwachsenen bisher geschafft hat. Davon 2x bis zur Decke der Kletterhalle.


12 Uhr war der Appetit wie immer mäßig. 1,5 Schnitzel, Kartoffeln und Rosenkohl.

Dann konnte er es nicht abwarten auf der Baustelle im Keller zu helfen. Der Fußboden wurde herausgebrochen und die Abwasserleitungen freigelegt. Mit etwas Geduld der Beteiligten ließ sich der kleine Helfer hervorragend in die Arbeiten einbinden.


15:00 war dann die Luft raus. Stolz schälte er sich aus seinen Arbeitssachen. (die selben wie sein Papa hat;) und wollte nun nur noch mit Opa spielen.

Hier kehrte nun allmählich „das altgewohnte Rumpelstilzchen“ zurück, was jedoch angesichts des Spiels mit Schleich, Lego und Bauklötzen weit in den Hintergrund trat.

Ca.17 Uhr zur Heimfahrt hatte der Rebound seinen absoluten Tiefpunkt erreicht.

Das sonst so beliebte Spiel am Navigationsgerät der Familienkutsche wollte heute nicht gelingen, die Tipps und Antworten des Vaters waren nicht genehm und das Kind tobte und rollte sich verkrampft auf dem Beifahrersitz zusammen. Das Verhalten kippte trotz gedämpfter ruhiger Stimmlage und deutlich reduzierter Kommunikation in leichte Aggression.

Zuhause angekommen wollte er nun nicht mehr mit der Oma einkaufen fahren (sonst staubt er da gern mal was ab) und hat sich vor den TV zurück gezogen.


Zusammenfassung:

08:00 18mg

15:00 Ende positive Kurve

17:00 Tiefpunkt Rebound



Wirkung:

Das Kind hat sich im Wesen nicht verändert. Alle Eigenschaften waren nach wie vor vorhanden, lediglich die negativen waren weniger stark ausgeprägt. Dafür schlugen während des Rebound die negativen Eigenschaften in deutlich stärkerer Form durch, waren jedoch durch deeskalierendes Verhaltend er anwesenden Erwachsenen problemlos beherrschbar.

Zum Abend war die Appetitlosigkeit auffällig, wobei sie bei fruchtigem Jogurt plötzlich wie weggeblasen war.

22.15 das Kind ist noch immer sehr kreativ beschäftigt. Obgleich es im Schalfanzug im Bett sitzt, kommt das Hirn nicht zur Ruhe. Immer wieder werden werde kreative Veränderungen am LEGO vorgenommen.

23:15 kommt wieder aus dem Zimmer, kann nicht schlafen

23:45 über einem Bildband "Schönes Deutschland" und drei Ritterbüchern in Hockstellung eingeschlafen.


Die Unruhe im Kopf, vor allem am Abend, kenne ich auch von mir selbst nur zu gut. Sie sorgt bei mir regelmäßig für zu kurze Nächte. Die Genetische Verwandtschaft scheint hier sehr offensichtlich.


Während des gesamten Tages ließ sich das Kind durch Lob/Bestätigung bzw. nicht überdosierten Widerspruch/Tadel sehr gut steuern.