ADHS-Kinder brauchen Führung

Leider ist es heute gar nicht mal so selten, dass besonders die Menschen, die mit dem Kind zu tun haben, von den Eltern den Weg der Chemiekeule einfordern. Und oft wird den Eltern mit Schulausschluß, Vereinsausschluß und anderen Konsequenzen für das Kind gedroht. Die meisten Eltern knicken unter den Drohungen ein und geben ihrem Kind dann deshalb Medikamente, mit denen ADHS behandelt wird.


Natürlich wird die Symptomatik von ADHS mittels Methylphenidat quasi auf "Knopfdruck" besser. Aber Tatsache ist, dass viele Kinder eigentlich keiner medikamentösen Behandlung bedürfen. Bei vielen ADHS-Kindern würde es bereits ausreichen, wenn man die Rahmenbedingungen in der Schule verändert.


Doch die Veränderung der Rahmenbedingungen bedeutet für Lehrkräfte viel Arbeit und Eigeninitiative. Außerdem müssen sie der modernen Pädagogik eine Absage erteilen, und die Kinder in das Leben führen, anstatt - wie es heute immer öfter in der Schulpraxis umgesetzt wird - sie sich selbst zu überlassen.


Kinder brauchen Führung, einen Leitstrahl - eine Autobahn ins Leben, die mir starken Leitplanken ausgestattet ist, für den Fall, das mal etwas schief läuft.


Kinder, und im Besonderen ADHS-Kinder, profitieren am wenigsten von der viel beschworenen "freien Entfaltung und antiautoritärer Erziehung". Sie legen viel mehr den Grundstein für ein sicheres Versagen in der Schule - als auch für eine dunkle Zukunft danach.


ADHS Kinder brauchen stattdessen eine klare Richtung vorgegeben. Ein deutlicher Rahmen in dem sie sich frei bewegen können ist in Ordnung, aber über gewisse Grenzen darf sich das Kind nicht hinausbewegen. Doch steht dies im krassen Widerspruch zur heutigen Erziehung der Moderne.


Erziehung ist kein Kinderspiel. Und auch Tabletten entlassen Lehrer, Erzieher und Eltern nicht aus ihrer Verantwortung den Kindern gegenüber!



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Kinder brauchen mehr als Liebe: Klarheit, Grenzen, Konsequenzen