ADHS durch Nahrungsmittelzusatz?

Und tatsächlich ist es so, dass die künstlichen Nahrungsmittel unsere Gesundheit beeinträchtigen können. So gibt es zum Beispiel den Farbstoff Cochenillerot A. Er ist besser bekannt unter der Bezeichnung E124.


Der Farbstoff E124 steht in Verdacht Allergien auszulösen. Es wird außerdem vermutet, dass er auch an den Erkrankungen Neurodermitis und Asthma bronchiale beteiligt sein könnte.


In Deutschland:

  • Überall worin er enthalten ist, muss auf der Verpackung "Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen". Doch diese Regelung besteht erst seit dem Juli 2010.
  • Um das nochmal zu verdeutlichen: Der Farbstoff ist gefährlich genug, das ein Warnhinweis in Deutschland Pflicht ist!

Im Ausland:

  • Doch die o.g. Regelung gilt für Deutschland. In anderen Ländern sieht es ganz anders aus. So ist er in den USA, in Norwegen und in Finnland verboten.
  • Er ist gefährlich genug, das er verboten ist.


Der Farbstoff E124 ist zum Beispiel in folgenden Nahrungsmitteln und Medikamenten enthalten:

  • Erdbeer-Trinkjoghurt
  • Waffeln
  • Lachsersatz
  • Götterspeise
  • Cocktailkirschen
  • Diverse Medikament


Und was hat das alles mit ADHS zu tun?


Angenommen Kinder essen viele Lebensmittel, in welchen dieser Farbstoff enthalten ist. So könnte eine Reihe von den Symptomen auftreten, welche ein Arzt mit ADHS in Verbindung bringt. Das ist besonders dann der Fall, wenn das Kind den Farbstoff E124 regelmäßig zu sich nimmt, und die Symptome (Hyperaktivität, Konzentrationsschwierigkeiten, etc.) auf diesem Wege dauerhaft vorhanden sind. Selbst erfahrene Ärzte können sich irren und hier eine falsche Diagnose stellen.



Wenn der Farbstoff aus dem Speiseplan des Kindes verschwindet, so wird sich das Kind schnell erholen und keine ADHS-Symptome mehr zeigen


Von einer ADHS-Diät kann hier nicht gesprochen werden, da lediglich ein Farbstoff gestrichen wird, der längst nicht überall vorkommt. Hinzu kommt natürlich, dass es sich hier auch nicht um ADHS handelt, sondern um die Folgen von Nahrungsmittelzusätzen. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Denn das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.


Ob in diesen Fällen die medikamentöse Behandlung durch Methylphenidat greift, ist derzeit nicht bekannt.


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