Auslassversuch von ADHS Medikament

Warum macht man einen Auslassversuch von ADHS-Medikamenten?

Einen Auslassversuch macht man weil:

  • Entwicklungsstand des ADHS-Kindes überprüfen
  • Austesten, ob die Dosis des ADHS-Medikaments noch richtig ist
  • Prüfen, ob Medikamente weiterhin gegeben werden müssen
  • Überprüfen von Nebenwirkungen (besonders bei Appetitlosigkeit)

Wann startet man einen Auslassversuch bei ADHS-Kindern am besten?

Um für einen gewissen Zeitraum die ADHS Medikamente wegzulassen, eignen sich die Schulferien ganz besonders gut. Damit werden Probleme in der Schule verhindert.

Welche Risiken gibt es dabei?

Lässt man die ADHS-Medis weg, dann kehren logischerweise die ADHS-Symptome wieder zurück. Hier ist es aber gewollt. Denn sonst kann man keine Fortschritte erkennen.

Wie lange dauert ein Auslassversuch, und was muss man danach tun?

Das hängt natürlich davon ab, wie lange es einem der behandelnde Arzt empfiehlt. Oder aber man entscheidet das selbst als Eltern, weil wir als Eltern immer die Verantwortung tragen. Weniger als eine Woche macht erfahrungsgemäß keinen Sinn. Spätestens nach zwei Wochen sollte dann eine Entscheidung getroffen werden, ob eine ADHS Behandlung mit Medikinet gemacht werden soll, und ob die Dosis verändert, oder nicht verändert werden muss. Das was man überprüfen wollte, sollte dann auch ausreichend geprüft worden sein.

Wie oft macht ein Auslassversuch bei ADHS mit Medikamenten Sinn?

Um Entwicklungsschritte bei ADHS Kindern sehen zu können, ist es ratsam, maximal einen Auslassversuch pro Jahr zu machen.

Womit ist ein Auslassversuch nicht gleich zu setzen?

Im Verlauf einer ADHS Behandlung mit Medikamente wie zum Beispiel Medikinet, ist es sinnig, die Dosis zwischendurch zu überprüfen. Eine Anpassung der Dosis ist kein Auslassversuch!

Tagebuch führen

Um Veränderungen zu dokumentieren, empfiehlt es sich, ein Tagebuch zu führen. Stichpunktartig kann man hier schriftlich festhalten, was gut, oder was schlecht gelaufen ist. Dieses Tagebuch kann beim nächsten Auslassversuch als Vergleichshilfe dienen, und muss darum unbedingt aufgehoben werden.

Über den Autor

Mein Sohn hat ADHS und ist 10 Jahre alt. Die Diagnose wurde kurz nach der Einschulung gestellt. Er ist in der Nacht noch nicht trocken. Und manchmal geht auch am Tag etwas in die Hose.


Sein ADHS ist als Behinderung anerkannt worden. Er hat auf ADHS 50% bekommen. Auf die Entwicklungsverzögerung: 40%. Zusammen hat er jetzt 70% mit Ausweis.

Flocki Fortgeschrittener