Digitalisierung von Maßnahmen: Döpfner zeigt wie es geht

Wer nicht weiß, was THOP ist, der kann das hier nachlesen: ADHS - Therapieprogramm THOP


Und genau dieses Konzept wurde weiter entwickelt. Die Studie nennt sich "WASH". Und diese Abkürzung steht für Webbasierte assistierte SelbstHilfe. Im Prinzip ist WASH eine digitalisierte Form zur Hilfe durch Selbsthilfe für Eltern und ADHS-Kindern.


Die Uni Köln ist kein Neuling in Sachen ADHS. Manfred Döpfner ist schon seit vielen Jahren im Bereich der ADHS-Forschung unterwegs - und dies durchaus erfolgreich. THOP war eines der ersten Multimodalen Therapiekonzepte, welche ADHS als Ganzes betrachtet haben. Als Ganzes bedeutet hier, dass das Kind im Mittelpunkt steht, und die Akteure von außen darauf positiv einwirken können. Das Konzept scheitert gewöhnlich an der Mitwirkung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen.


THOP stammt in seiner ersten Version aus dem Jahr 2007, und wurde mit den Jahren stets weiter entwickelt. Wir reden bei Manfred Döpfner also von einem erfahrenen alten Hasen, bei dem man zweifellos gut aufgehoben ist.


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Das Programm WASH gibt es schon seit 2019 - laut der Uni Köln. Wann genau das gestartet ist, kann ich nicht sagen. Aber es läuft offensichtlich maximal seit 9 Monaten. Und es werden immer noch Teilnehmer gesucht. Wer sich mehr über Studie WASH informieren möchte, oder sich über eine Teilnahme Gedanken machen möchte, der möge sich auf der Website zu WASH näher informieren.


Zur Uni Köln / WASH


Über den Autor

Mit ADHS beschäftige ich mich bereits seit 1998. Seitdem hat sich viel getan. Überwiegend positives. Mein Job ist es hier, Informationen zu beschaffen, aufzubereiten, und zur Verfügung zu stellen. Ein Job der viel Zeitverschlingt, aber zweifellos sinnvoll ist. :-)

negteit Administrator

Kommentare 3

  • Das ist ja mal etwas ganz anderes. Ich schau mir das später mal genauer an! Danke für die Info. :-)

  • Das klingt sehr interessant als Alternative zu den Therapien, zu denen man das unschuldige Kind hinschleppt.


    Unter einem bestimmten Alter haben Psychotherapien und Coachings bei Kindern ja eh noch gar keinen Sinn.


    Die Eltern können da bestimmt viel lernen und damit dem Kind viele blöde Situationen und Konflikte zu Hause ersparen.


    Uns hat leider niemand eine Elternschulung angeboten, aber zum Glück hatten wir schon sehr früh eine kommunale Erziehungsberatung aufgesucht, der für uns zuständige Mitarbeiter hat uns schon wahnsinnig oft und gut geholfen.

    • Zitat

      Das klingt sehr interessant als Alternative zu den Therapien, zu denen man das unschuldige Kind hinschleppt.

      Das sehe ich auch so. Aber man darf nicht vergessen, das viele Eltern einen Diagnosemarathon hinter sich haben, wenn sie endlich zur richtigen Diagnose finden. Ich kenne das ja von uns. Wir haben auch nach jedem sich bietenden Strohhalm gegriffen. Wir haben, glaube ich, nichts ausgelassen.


      Stichwort Elternschulung: Ich bin ja der Meinung, das die Diagnose und Behandlung beim Kind, eine Elternschulung oder Elterntraining (ist egal wie das dann heißt) beim Kinderarzt automatisch nach sich zieht. Also ohne extra Antrag bei der Krankenkasse oder so.


      Und wenn wir schon bei dem Thema sind, dann müssten auch Lehrerinnen und Lehrer solche Schulungen bekommen. Egal ob die wollen oder nicht.


      Wenn wir dann noch Zeit haben, dann müssen die restlichen Familienmitglieder sich auch einer solchen Schulung unterziehen. Dann prügeln wir die Wahrheit so lange in ihre Köpfe, bis sie wissen, um was es bei ADHS geht. Natürlich geht das ganze nur mit einer Abschlußprüfung ein her. :-)