ADHS: Methoden für den Unterricht

ADHS-Zentrum ersetzt keinen Arztbesuch oder andere Fachkraft aus Pädagogik und Recht oder eine sonstige Beratung. Ob der Inhalt bei Ihnen oder ihrem Kind zutrifft, muss jeder für sich im Einzelfall abwägen und eigenverantwortlich entscheiden / prüfen lassen.

Gerade ADHS-Kinder fordern von den Lehrkräften sehr viel an persönlichem Einsatz. Wer hier mit 0815-Unterricht Punkten will, der wird schnell versagen.


Wenn Sie jetzt glauben, es gäbe die "einzig wahre Methode" um die ganze zu Klasse zu erreichen, so muss ich Sie leider enttäuschen. Es gibt sie nicht "Ideale Methode" für den Unterricht. Der Grund dafür ist recht einfach: Nicht jede Lehrkraft kann ein beliebiges Konzept für den Unterricht vorbereiten und umsetzen. Wer die Sache nicht zu hundert Prozent authentisch rüber bringt, der wird das gewünschte Lehrziel nicht erreichen - und die Schüler auch nicht.


Sie müssen also Konzepte und Methoden im praktischen Unterricht anwenden, hinter denen Sie als Person auch voll stehen können. Ein Beispiel: Wenn Sie nicht singen können, dann überlassen sie das anderen, die das können.


Die richtige Lehrmethode hängt auch davon ab, was genau das Lernziel ist. So sind Methoden aus dem Fach Deutsch für das Fach Geschichte ungeeignet.


Und weil das noch nicht an Schwierigkeiten ausreicht, ist es so, dass die Kinder auch nicht alle gleich lernen. Der eine Schüler lernt eher über das Visuelle, der andere Schüler eher mittels einer praktische Übung. Und wer ein ADHS-Kind in der Klasse hat, der kann den gesamten Unterricht nicht nur nach diesem einen Kind ausrichten - auch wenn die Eltern des ADHS-Kindes dies gerne mal von Lehrkräften verlangen. ADHS ist selten das einzige Problem in einer Schulklasse. Und es ist schlichtweg unmöglich auf die Bedürfnisse eines jeden einzelnen Schülers einzugehen.


Die richtige Methode im Unterricht setzt sich folglich aus mehreren Faktoren zusammen

  • Wie lernen die Kinder am besten?
  • Welche Methoden liegen mir als Lehrkraft?
  • Welche Methoden liegen mir nicht?
  • Welche Lernziele verfolge ich?
  • Welche Möglichkeiten (Materiell wie Immateriell) habe ich zur Verfügung?
  • Welche Kinder haben welche besonderen Bedürfnisse und in wie weit kann ich diese berücksichtigen?
  • Welche Lehrmethoden und Unterrichtskonzepte verfolgen die Kollegen?
  • ...


Fazit:

Mit den Antworten der o.g. Fragen findet sich dann eine, oder vielleicht sogar mehrere, Methoden, um den Unterricht erfolgreich(er) zu gestalten.


Eine ständige Kommunikation zwischen den Lehrkräften kann das Gesamtergebnis oftmals deutlich verbessern.


Erfolgreiche Lehrmethoden und gute Unterrichtskonzepte machen die Aufgabe selbst insgesamt einfacher.


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    Kommentare 1

    • die für ADHS -Schüler wichtigen Konzepte, helfen fast immer auch nicht betroffenen Schülern, den Stoff besser zu verstehen. Man muß also keine "Extrawurst braten", sondern hilft mit dem kleinen Umweg der gesamten Klasse.