Das schülerzentrierte Konzept

Der schülerorientierte Ansatz wird in folgenden Stufen realisiert:



1. Analyse des aktuellen Wissens- und Entwicklungsstandes des ADHS-Kindes

Bei der Analyse müssen Eltern, Arzt und Therapeuten miteingeschlossen werden, um ein möglichst genaues Bild zu erhalten.



2. Anpassung des Arbeitsumfeldes in der Klasse, bzw. den Klassenräumen

Diese Phase ist eine der entscheidendsten in der Gesamtprozedur. Denn hier kommt es nicht nur auf einen Lehrer, sondern auf alle Lehrkräfte, an, welche mit dem Kind direkt im Unterricht Kontakt haben.


Das Arbeitsumfeld umfasst dabei die Position des Kindes während des Unterrichts (Sitzplatz), als auch Materialwahl und die Unterrichtsmethodik.



3. Überprüfung und Reflexion nach der Umstellung und ggf. weitere Vorname von Änderungen

Ist die Umstellung erfolgt, gilt es jetzt eine angemessene Zeit das Kind zu beobachten. Als einziges Kriterium dürfen Noten nicht genommen werden, da hier die Gesamtsituation geändert worden ist und mitberücksichtigt werden muss.


Unter Umständen müssen einzelne Punkte nochmals überdacht und geändert werden. Im Zweifelsfalle muss die Prozedur ein weiteres Mal in seiner Gesamtheit durchgeführt werden.


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    Kommentare 2

    • und schon bestellt...

    • Intuitiv machen hier viele Lehrer den richtigen Schritt. Hochsensible ADS-ler bedürfen (wie andere Ausprägungen auch) eine genauere Betrachtung. Die Klasse im Rücken, kann hier bei konventioneller Sitzordnung eine noch größere Ablenkung bedeuten, sofern nun die Klassenschläger und Unruhestifter hinten sitzen. Hier würde ein "Daueralarm" in den Emotionen eintreten, der die gesamte Aufmerksamkeit vom Lehrer weg zieht.

      Eine Sitzordnung mit dem Rücken zur Wand kann hier sinnvoller sein.


      Hilfen zur geräuschlosen Beinbewegung unter den Tischen können hier die Dopaminausschüttung fördern.


      Ebenfalls bei Hochsensiblen Schülern können Kopfhörer mit Verbindung auf ein Micro beim Lehrer die Geräusche der Klasse ausblenden helfen, sofern der Fall s.o. berücksichtigt ist. Andernfalls würde der Schüler die Kopfhörer ablehnen.