ADHS-Kritik: Ritalin für gesunde Kinder

ADHS-Zentrum ersetzt keinen Arztbesuch oder andere Fachkraft aus Pädagogik und Recht oder eine sonstige Beratung. Ob der Inhalt bei Ihnen oder ihrem Kind zutrifft, muss jeder für sich im Einzelfall abwägen und eigenverantwortlich entscheiden / prüfen lassen.

Lehrer als Diagnostiker


Getreu dem Motto "Wer zappelt, der schluckt" entscheiden oft die Lehrkräfte, wer mittels Medikamenten ruhig gestellt werden soll und wer nicht. Auch wenn Kinder Schwierigkeiten haben, sich in der Klasse zu konzentrieren, wird schnell ADHS hinein interpretiert.


Eltern stehen dann schnell im Zugzwang und rennen mit ihren Kindern von Arzt zu Arzt bis sie endlich Ritalin für ihre Kinder bekommen. Aber heute müssen Eltern oft nur noch kurze Wege gehen, um bald ein Rezept in der Hand zu halten. So freizügig und schnell greifen Ärzte heute zum Rezeptblock.



Das Märchen vom guten Arzt


Aber nicht nur die Lehrkräfte sind Schuld an der starken Zunahme von Medikamenten auf dem Schulhof. Auch die Ärzteschaft trägt daran eine Mitschuld. Ärzte haben heute für eine Diagnose kaum noch Zeit. Das gilt besonders für Krankheiten wie ADHS, denn diese braucht viel Zeit. Eine gute Diagnose benötigt bis zu drei Monate und bezieht verschiedene medizinische Fachrichtungen mit ein. Das ist teuer, macht viel Aufwand und die Eltern werden davon nicht ruhiger. Der Rezeptblock ist schnell und bequem.


Interessant ist dabei auch, dass Ärzte heute andere Möglichkeiten als Ursache vorschnell ausschließen. Denn nicht alles was Ähnlichkeiten mit ADHS hat, ist auch ADHS. Die häusliche Situation wird oftmals überhaupt nicht mehr durchleuchtet. Und die Schulprobleme werden immer öfter nicht an der Wurzel gepackt, sondern es wird einfach ein Rezept für ein nicht ganz ungefährliches Medikament ausgestellt.


Auch wird den Eltern nicht offen gesagt, sie sollen ihre Kinder besser erziehen. Entsprechende - vorhandene - Angebote werden von Eltern nur selten genutzt. Eltern erwarten von einem Arzt ein Rezept. Und nur das zählt heute bei einem Arztbesuch.



Das Elternhaus ist bei ADHS gefordert


Eltern wollen eine schnelle Lösung. Doch für ungezogene Kinder gibt es keine Medikamente. Und wenn es in der Klasse laut ist, dann liegt die Ursache beim Lehrer und an der Erziehung der Kinder. Und Kinder die mal mit dem Bein wackeln oder aufgeregt sind, die haben kein ADHS, die treibt etwas anderes an.


Eltern schleifen ihre Kinder heute bei jedem *pieps* gleich zu einem Arzt und bestehen auf ein Rezept gegen was auch immer.


Erziehung ist kein Kinderspiel. Es ist aufwändig und es ist in gewissem Sinne auch Arbeit. Pillen können Erziehung nicht ausgleichen!



Fazit: ADHS hat nichts mit schlechter Erziehung oder einem ungezogenen Kind zu tun!



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    Kommentare 1

    • "...gesunde Kinder Medikamente wie Ritalin und Medikinet bekommen..." Das ist ähnlich Sinn-frei wie eine Beinprothese für einen gesunden Menschen.


      Bei aufmerksamer Begleitung sollten hier die Nebenwirkungen oder dazugehöriger positiver Wirkung auffallen.


      MPH taugt da kaum. Zum Hirndoping sind "echte" Amphetamine besser geeignet und ja, das ist ein zunehmendes Problem unserer Leistungsgesellschaft.