ADHS-Kritik: Ist Methylphenidat wie in Ritalin und Medikinet in Schweden verboten

ADHS-Zentrum ersetzt keinen Arztbesuch oder andere Fachkraft aus Pädagogik und Recht oder eine sonstige Beratung. Ob der Inhalt bei Ihnen oder ihrem Kind zutrifft, muss jeder für sich im Einzelfall abwägen und eigenverantwortlich entscheiden / prüfen lassen.

ADHS-Zentrum hat in der schwedischen Botschaft in Berlin nachgefragt:


Unsere Fragen waren:


Ist Methylphendiat (Handelsname Ritalin; Concerta) in Schweden verboten?

Darf ein Medikament wie Ritalin (etc.) während der Ferien oder des Urlaubs in Schweden mitgeführt werden?


Es folgt die unveränderte Antwort der schwedischen Botschaft:



Sehr geehrter Herr Tietgen!


Nach Rücksprache mit Herrn Bo Bergman, Dozent/Spezialist für allgemeine Psychiatrie beim schwedischen Staatlichen Amt für Arzneimittelwesen (Läkemedelsverket) verhält es sich in Schweden wie folgt:


Methylphenidat: Ritalin und Concerta sind in Schweden zugelassene Medikamente, die für die Behandlung von ADHS, besonders bei Kindern, eingesetzt werden.


Spezialisten für Kinderpsychiatrie und Kinderneurologie/Reha dürfen diese Medikamente verschreiben. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Ärzten, die eine Sondergenehmigung für die Verschreibung dieser Medikamente besitzen. Vermutlich werden alle Psychiater (auch für Erwachsene sowie Rechtspsychiater) bald eine generelle Erlaubnis erhalten, diese Medikamente zu verschreiben.


Für Reisen von maximal 30 Tagen gilt das so genannte Schengenformular. Im Vorfeld längerer Aufenthalte in Schweden kann man sich gern mit dem Amt für Arzneimittelwesen in Verbindung setzen und sich nach den geltenden Bestimmungen erkundigen.


Bei dem so genannten Schengenformular handelt es sich in Deutschland um die vom Arzt auszufüllende und von der obersten Landesgesundheitsbehörde oder einer von ihr beauftragten Stelle zu beglaubigende Schengen-Bescheinigung.


Mit freundlichen Grüßen

Schwedische Botschaft

Berlin



ADHS-Zentrum bedankt sich recht herzlich für die schnelle Antwort und für die Unterstützung bei der schwedischen Botschaft.


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    Kommentare 1

    • -wieder eine Ente gestorben-


      Leider erscheint die Klarstellung oft nicht in den selben großen Buchstaben wie die Falschmeldung.

      Da gibt es im Pressegesetz echten Nachholbedarf.