Die Gefühlswelt des ADHS-Kindes

Aus diesem Teufelskreis kann dem Kind geholfen werden, wenn das Kind Positiv "geschimpft" wird. D.h. das Kind wird für positives gelobt und das negative wird - so weit wie möglich - Übergangen. Durch die Anerkennung schöpft es neuen Mut und Motivation. Dadurch wird das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein gesteigert. (positive Verstärkung). Das Kind sieht sich selbst insgesamt positiver.


Aber Achtung: bei schweren Verstößen sollte das Kind dennoch ermahnt werden, bzw. am besten ist es mit dem Kind einige Zeit später darüber zu sprechen und es zur Einsicht zu bringen über sein Fehlverhalten. Drohungen und Strafen sind dabei zwecklos. Diese veranlassen das Kind zum Lügen (aus Angst vor Strafe). Davon profitieren weder die Eltern (Erzieher / Lehrer / etc.) noch das Kind.


Es ist ein sehr schmaler Grad zwischen dem was Eltern bewusst übersehen sollten und dem was nicht. Deshalb ist es für Eltern auch kaum möglich alles richtig einzuschätzen. Fehler passieren. Aber hier kommt es auf das Gesamtergebnis an und nicht auf eine einzelne Situation. Wenn das Kind mehrheitlich sich selbst als etwas positives betrachtet, und es sich insgesamt als von seinen Eltern geliebt sieht, sind die schwierigsten Hürden genommen.


Problematisch bleibt die Sache allerdings dort, wo die Eltern nicht zur Hand sind. So z.B. in der Schule. Obwohl Lehrkräfte Fachkräfte aus der Pädagogik sind, so haben sie trotzdem mit dem Thema ADHS schwer zu kämpfen. Oft treiben ADHS-Kinder die Lehrer und Mitschüler in den Wahnsinn.


Deshalb ist es ratsam, die Lehrkräfte auf die schwierige Situation aufmerksam zu machen. Und auch wenn Lehrkräfte nicht die gewünschte Reaktion auf die Umstände zeigen, so müssen Sie als Eltern sich nicht vorwerfen lassen, sie hätten einen Fehler gemacht oder Sie hätten nicht alles versucht. Gegen schlechte Lehrer ist kein Kraut gewachsen.


Kinder sind auch nur Menschen mit Gefühlen. Aber sie gehen anders mit ihnen um als wir Erwachsene!



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