ADHS - Allgemeine Hinweise zur "Alternativen Medizin"

Ein unseriöses Angebot erkennen Sie u.a. an folgenden Merkmalen:

  • Überzogene z.T. unverantwortliche Heilungsversprechen, ohne Beweis
  • Erwiesene Unwirksamkeit wird verschwiegen oder ignoriert
  • Wirksamkeit wird mit "kosmischen Energien" oder anderen "okkulten" (verborgenen) Kräften erklärt
  • Der unseriöse Heiler spricht im Gegensatz zum Schulmediziner eher vom speziellen Einzelfall und suggeriert, dass dem Patienten ein individueller Therapieplan zugeschnitten wird (der Patient fühlt sich außerdem wirklich ernst genommen). Ein Fehlschlag der Therapie wird in diesem Fall auf den Patienten abgewälzt. Dieser habe z.B. die falschen Signale gesendet. Diese würden aber benötigt, um Methoden und Mittel subjektiv-intuitiv auszuwählen. Somit ist der Heiler "aus dem Schneider". Der Fehler liegt beim Patienten
  • Verächtliche Äußerungen über die "Apparatemedizin", gleichzeitig Vorstellung eigener, aufwändiger, eindrucksvoller, kompliziert und teuer erscheinende Geräte. Die Wirkweise bleibt im Dunkeln
  • Der Deckmantel der "Ganzheitlichkeit" schützt vor konkreter Überprüfung der Heilversprechung. Es wird häufig eine ganze Reihe unterschiedlicher Methoden miteinander vermengt. Was dann wie gewirkt hat und welche Nebenwirkungen in welcher Stärke aufgetreten sind, ist dann nicht mehr zu sagen, bzw. nachzuvollziehen.
  • Einfache Antworten auf komplizierte Sachverhalte
  • Eindeutige kommerzielle Zielrichtung, z.B. teure Nahrungsergänzungsmittel, Amulette, Abschirmgeräte gegen Strahlung, harmonisierende Edelsteine ....


Für die sogenannten "Alternativen Behandlungsmethoden" wie zum Beispiel Bachblüten, Homöopathie oder der Magnetresonanztherapie fehlt bis heute jeglicher Nachweis einer Wirkung bei ADHS. Folglich haben solche "Angebote" nichts mit einer kompetenten Behandlung von ADHS zu tun. Weder bei Kindern, noch bei Jugendlichen.


Gleiches gilt auch für angebliche Diäten, Horchtherapien, Kinesiologie und so weiter. Sie alle haben nur ein Ziel: Das Geld von verzweifelten oder verunsicherten Patienten einzutreiben ist der Sinn derartiger "Alternativer Behandlungsangebote".


Und letztlich bleibt Fakt: Man darf nicht über Jahre etwas propagieren, ohne in dieser Zeit wissenschaftliche Studien vorzulegen.

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