Guarana bei ADHS

Bei erwachsenen ADHS-Patienten ist während der Diagnostik oft festzustellen, dass der Patient im Verlauf vieler Lebensjahre seine eigenen Strategien entwickelt hat, um mit seinem ADHS umzugehen - wenn auch unbewusst.


Eines der häufigsten Mittel, die von erwachsenen "Missbraucht" wird, ist Koffein. D.h. viele erwachsene ADHS-Patienten trinken über den Tag verteilt sehr viel Kaffee. Denn das eigentlich aufputschende Koffein wirkt bei ADHS oft paradox und beruhigt (= bei Hyperaktivität). Und ruhige (= bei Hypoaktivität) macht es munter.


Der extrem häufige Konsum von Kaffee kann in einem gewissen Sinn auch als Sucht verstanden werden. Denn der Körper gewöhnt sich manchmal an den stetigen Koffeinspiegel. Und so braucht man mit der Zeit mehr und mehr Kaffee. Das körperliche Befinden wird durch Koffein stark beeinflusst.


Die Meinungen zu diesem Thema sind unter den ADHSlern insgesamt recht unterschiedlich. Die einen "schwören" auf Kaffee, und andere verspüren nichts. Außerdem scheint es auch eine Rolle zu spielen, ob eine Hyperaktivität oder eine Hypoaktivität vorliegt.


Relevante Studien oder Untersuchungen dazu gibt es bislang nicht. Es gibt lediglich Erfahrungsberichte, die meist sehr unterschiedlich sind. Ob ein relevanter Zusammenhang zwischen Koffein und ADHS herstellbar ist, bleibt völlig offen.


Fakt ist: Der dauerhaft erhöhte Konsum von <strong>Kaffee</strong> kann leider für Folgeerkrankungen sorgen. Beginnend bei schlechten Zähnen bis hin zum Herzinfarkt ist alles möglich. Deshalb ist es auf jeden Fall zweckmäßig, regelmäßige Pausen zu machen. Außerdem ist es sinnvoll, den Konsum pro Tag zu begrenzen.


Eine genaue Dosierung des Koffeins ist bei Kaffee allerdings schwierig. Vor allem die "richtige Dosis" einstellen geht praktisch nicht. Letztlich braucht auch jeder Mensch eine andere Menge an Koffein um an das gewünschte Ziel zu gelangen.


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