Doping und Mißbrauchsvorwurf mit Methylphenidat

Doping im Sport


Der Dopingvorwurf im Sport ist falsch. Denn unter Medikation erreichen ADHS-Kinder und ADHS Erwachsene viel schneller ihre Leistungsgrenzen. Unser Testproband: „Gewöhnlich betreibe ich im Fitnessstudio 60 Minuten Ausdauertraining. Ich habe mein übliches Trainingsprogramm nach nur 30 Minuten abgebrochen. Ich war völlig fertig.“


Der Grund dafür ist ziemlich einfach: Die Signale des Körpers werden anders wahrgenommen. Die Information „Ich bin k.o.“ wird unter Einnahme von Ritalin viel früher als solche erkannt.


Wer im Sport also mehr leisten will, darf kein Methylphenidat einnehmen. Denn dann nimmt man die Körpersignale weniger oder gar nicht wahr.



Die Lernpille


Gerade auch Studenten sollen sich ja angeblich tonnenweise Ritalin einwerfen, um ihre Aufgaben schaffen zu können. Das Interessante ist, das die jungen Leute für die Einnahme kritisiert werden. Dass es offensichtlich zu viel Stoff im Studiengang zu lernen gibt, kritisiert dagegen keiner.


Kann man schneller lernen? Die Wahrheit ist, dass der Wirkstoff den Botenstoffhaushalt dahingehend reguliert, als sei ADHS gar nicht da (ist jetzt sehr stark vereinfacht ausgedrückt). Hier findet also kein Doping statt, sondern es werden überhaupt erst die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Lernen geschaffen.



Länger wach bleiben


Es gibt immer wieder die Behauptung, man könne mit Ritalin, Medikinet (etc.) länger wach bleiben und ganze Nächte ohne Schwierigkeiten vor dem PC verbringen. Die Aussage ist falsch.


Richtig ist, das ein ADHS-Kind und ein ADHS-Erwachsener überhaupt erst durch die Einnahme merken, dass sie am Ende ihrer Kräfte sind. In Einzelfällen geben Eltern am frühen Abend noch eine kleine Dosis Methylphenidat, damit das Gedankenchaos im Kopf aufhört, und die Kinder in den Schlaf finden können.


Länger wach bleiben durch Ritalin ist ein Mythos.



Ritalin beschaffen


Im Rahmen der falschen Berichterstattung wird gern suggeriert, man könne Ritalin, Medikinet (usw.) an jeder Straßenecke bekommen. Das ist falsch. Richtig ist, dass man einen langen Diagnoseweg gehen muss. Und kommt bei der Diagnostik heraus, das kein ADHS vorliegt, dann gibt es auch ein gelbes BTM-Rezept.


Dieser „schnelle Griff zum Rezeptblock“ gibt es nur in den Sphären der Presse. Real ist davon nichts. Und warum ist das so? BTM-Pflichtige Medikamente - wie z.B. Ritalin, Medikinet – unterliegen sehr strengen Vorschriften und werden staatlich überwacht. Beispielsweise ist es nicht möglich, Ritalin, Medikinet zuhause zu horten. Denn die Menge, welche verschrieben werden darf, ist begrenzt. Und genau darum müssen Eltern und selbst betroffene Erwachsene jeden Monat ein neues Rezept holen gehen. Der Massenhafte missbrauch ist nicht möglich.


Hinzu kommt: Die Empfehlung der Bundesregierung, Medikamente für den Katastrophenfall zurückzulegen, kann man bei der jetzigen gesetzlichen Lage überhaupt nicht umsetzen.


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