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Pädagogen

ADHS und Inklusion

Was ist Inklusion?

Mit "Inklusion" bezeichnet man das gemeinsame Unterrichten von Kindern, mit unterschiedlichen Eigenschaften und Voraussetzungen. Solche Unterschiede sind zum Beispiel

  • Lernschwierigkeiten
  • Erkrankungen wie z.B. ADHS
  • Lernstörungen wie z.B. Legasthenie oder Dyskalkulie
  • Kinder mit Hochbegabung
  • Kinder mit Behinderung
  • unterschiedliche Leistungsmöglichkeiten
  • Soziale Herkunft
  • Soziale Integration
  • Etc.

Alle diese unterschiedlichen Kinder sitzen in einem Klassenzimmer und arbeiten auch gemeinsam an einem Thema.

Der Unterschied zwischen Inklusion und Integration besteht darin, dass bei der Inklusion nicht mehr zwischen "normalen Kindern" und "Kindern mit besonderem Förderungsbedarf" unterschieden wird. Es handelt sich also um eine nicht homogene Gruppe, in welcher jedes Kind als Individuum betrachtet, behandelt und entsprechend seiner persönlichen und individuellen Möglichkeiten gefördert werden soll.

Der Unterschied zwischen dem heutigen Schulsystem und dem des "inklusiven Unterrichts" soll soweit reichen können, das ein hochbegabter Schüler den Stoff der neunten Jahrgangsstufe bearbeiten kann, während ein Leistungsschwaches Kind gleichen Alters ein sehr viel niedrigeres Niveau bearbeitet.

Primäres Ziel der inklusiven Schulen ist es, das jedes Kind seine bestmöglichen Leistungen erbringen kann. Dies schließt auch eine frühere Beendigung oder eine Verlängerung der Schulzeit ein.

Auf ideologischer Ebene soll der inklusive Unterricht die Grenzen aufheben, die beispielsweise durch die soziale Herkunft bisher gegeben waren.

 

Inklusion beendet den klassischen Frontalunterricht

Eine Klasse mit Kindern, die wohl unterschiedlicher nicht sein können, schließt den klassischen Frontalunterricht de facto aus. Das bedeutet, dass bei inklusiven Unterricht schon fast von Einzelunterricht gesprochen werden muss. Echter gemeinsamer Unterricht ist schwierig oder sogar unmöglich.

Die Logik gebietet: Eine nicht homogene Gruppe, kann auch kein homogenes Ergebnis abliefern oder erreichen. Für die Lehrkräfte dürfte dies zu einem täglichen Kraftakt führen - mit all seinen Konsequenzen.

 

Inklusion: Lösungsansatz bei ADHS

Eltern von ADHS-Kindern erhoffen sich von dieser Unterrichtsform (Inklusion), dass ihr Kind "endlich" als eigenes Individuum angesehen und entsprechend der Umstände, die ihre Ursachen durch ADHS begründen, speziell gefördert wird.

Fakt ist jedoch, das auch die anderen Eltern mit der gleichen Forderung an die Schulen herantreten, die inklusiven Unterricht anbieten. Getreu dem Motto "Mein Kind ist das wichtigste" erzeugt Inklusion erstmal Spannungen und Probleme, die vorher gar nicht da waren.

 

ADHS ist das Maß aller Dinge

Eltern, deren Kinder von ADHS betroffen sind, stellen ihr eigenes Kind in den Mittelpunkt. Nicht zuletzt steht in den meisten ADHS-Ratgebern, dass Kinder mit ADHS besondere Kinder sind, die auch besonders zu behandeln seien.

In der Literatur zum Thema Hochbegabung oder Autismus sind solche Aussagen ebenfalls zahlreich zu finden.

Die Grundfrage, welche die Lehrkräfte letztlich beantworten müss(t)en, wäre, welches Kind am Ende wirklich das "ganz besondere Kind" ist, und wie viel Zeit für das Einzelne Indiuviduum aufgebracht werden kann. Und zusätzlich müssen Lehrkräfte erklären, welche Kinder dafür "auf der Strecke bleiben" sollen - oder dürfen. Und wie viele "ganz besondere Kinder" haben in einer Klasse Platz? Eines? Fünf? Oder vielleicht die Hälfte?

 

Normale Kinder haben keine Chance

Während die Kinder mit "besonderen Eigenschaften" und "besonderen Umständen" den normalen Kindern gegenüber besser gestellt werden, besteht das Risiko, das "normale Kinder" vernachlässigt, und somit nicht optimal betreut und gefördert werden. Denn an "normale" Kinder werden ganz andere - sehr hohe - Ansprüche gestellt. Inklusion bedeutet für das normalbegabte Kind, das es seine eigenen Leistungen und Möglichkeiten nicht annähernd zu 100% erbringen, bzw. ausschöpfen kann.

Für durchschnittliche Kinder ist der "inklusive Unterricht" also keine Bereicherung, sondern die Ursache für einen Unterricht, der auf ein Minimum heruntergeschraubt wird, damit Kinder mit Problemen erheblich besser gefördert und unterrichtet werden können.

 

Risiken und Nebenwirkungen

Inklusion kann eine Chance sein. Aber diese Chance kann sich auch in einen Teufelskreis umkehren und für mittlere Katastrophen sorgen.

Die Inklusion beruht primär auf ideologischer Basis und hat mit der Realität nur wenig zu tun.

Obwohl dieses Thema gerade einen gewaltigen Hype erlebt, bleibt die Frage ob es sich wirklich großflächig durchsetzt.

Langzeiterfahrungen gibt es übrigens auch noch nicht. Inklusion an Schulen gibt es erst seit zwei Schuljahren und ist noch sehr jung - und deshalb kritisch zu beobachten.

 

Update 21.08.2012

Die Schul- und Unterrichtsform der "Inklusion" hat in Hamburg inzwischen "Geschichte" geschrieben. Wie Eltern berichten, sind die Gymnasien praktisch frei von Inklusiven Unterricht. Eine Stadtteilschule, welche aus einer ehemaligen Gesamtschule hervorging (bestehend aus Realschule und Hauptschule), nimmt praktisch alles auf, was nicht auf das Gymnasium gehen kann.

 


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Die verbliebenden Förderschulen nehmen schließlich die Kinder auf, welche aus sozial schwachen Familien kommen und finanziell schlecht darstehen.

Die Unterrichtsform Inklusion ist in Hamburg also eine Sparreform und keine Schulreform. Und diese geht genau in die andere Richtung von dem, wofür "Inklusion" eigentlich steht. Es wurde eine gesellschaftliche Klassentrennung - Rassentrennung(?) - von Kindesbeinen an wirkungsvoll etabliert.

 

   
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