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 Aktuelle Meldungen zum Thema ADHS

ADHS-Medikamente werden seltener verschrieben

29.01.2014 Wie die Techniker Krankenkasse kürzlich mitteilte, ist die Summe der Verschreibungen von ADHS-Medikamenten unter anderem im Saarland rückläufig.

Nach einer Auswertung eigener Arzneimitteldaten stellte die Techniker Krankenkasse einen signifikanten Rückgang bzgl. der Verschreibungen von ADHS-Medikamenten fest. So ist allein im Saarland ein Rückgang von fast 8% festzustellen.

Doch nicht nur im Saarland sind die verschreibungspflichtigen ADHS-Medikamente zurückgegangen. In Rheinland-Pfalz sank der Verbrauch um 4,3 Prozent. Auf Bundesebene sank die Zahl der ADHS-Verschreibungen um satte 3,4%, so die Krankenkasse.

Analysiert wurden die Daten von 2009 bis einschließlich 2012. Dabei wurden jedoch nur Kinder und Jugendliche bis 18Jahre berücksichtigt. Daten bzgl. der Verschreibungen für Erwachsene liegen nicht vor.

Leider machte die TK keine Angaben darüber, welche ADHS-Medikamente konkret verschrieben wurden. Sie spricht lediglich von "meistens Methylphendiat".

 

TK greift Ärzte an

Ein Grund für den Rückgang geht aus den Daten nicht hervor. Jedoch mutmaßt die TK-Landesvertretung Saarlands, dass mit der Verschreibung von ADHS-Medikamenten verantwortungsbewusster umgegangen wird.

Damit reiht sich die Techniker Krankenkasse in eine lange Schlange von "kritischen Personen und Unternehmen" ein, welche stets behaupten, die Medikamente würden von Ärzten verantwortungslos verschrieben werden. Wie die Realität aussieht, können Sie hier nachlesen.

 

Mögliche Gründe

Der tatsächliche Grund für den Rückgang ist laut Techniker Krankenkasse nicht bekannt. Jedoch lassen sich durchaus Gründe für den Rückgang finden.

Ein möglicher Grund ist die Einführung vom sog. "inklusiven Unterricht". Dabei werden Kinder mit Behinderungen oder Einschränkungen gemeinsam mit gesunden Kindern unterrichtet. Die Kinder mit Behinderung, bzw. mit Einschränkungen wie z.B. Verhaltensauffälligkeiten, bekommen einen Integrationshelfer. Mit anderen Worten: Konkrete Hilfe im Alltag kann(!) Medikamente überflüssig machen.

Ein anderer möglicher Grund besteht darin, dass Lehrkräfte heute für das Thema ADHS eher ein offenes Ohr haben und sich den neuen Herausforderungen in der Schule stellen. Dazu gehören auch entsprechende Fortbildungsmaßnahmen und das eine oder andere Buch. Wer mehr weiß, der kann auch besser mit den ADHS-Kindern umgehen.

Doch auch Eltern haben heute ganz andere Möglichkeiten als noch vor zehn Jahren. Da ADHS inzwischen nicht mehr das unbekannte Unwesen ist, können Eltern an ihrer Erziehungsarbeit frühzeitiger Änderungen vornehmen, um so entsprechend auf das Kind einwirken zu können. Hier handelt es sich nicht um einen Spaziergang - das ist harte und schwere Elternarbeit die i.d.R. nicht gewürdigt oder gesehen wird.

Ein weiterer Grund könnte auch die erheblich verbesserte Situation der Kinder- und Jugendhilfe sein. Denn die Ausgaben für den Posten "Hilfe zur Erziehung / Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit seelischer Behinderung, oder von einer seelischen Behinderung bedroht / Hilfe für junge Volljährige" sind von 22,8 Milliarden Euro im Jahr 2007 auf 30,5 Milliarden Euro im Jahr 2011 angewachsen.

 

TK benimmt sich amateurhaft

Aber die Techniker Krankenkasse geht noch weiter. So behauptet sie in ihrer Pressemitteilung, das die Medikamente Nebenwirkungen aufweisen würden, welche u.a. die Abhängigkeit miteinschließen würde.

Niemand wird die Nebenwirkungen welche im Beipackzettel nachzulesen sind bestreiten. Eine Abhängigkeit ist jedoch definitv weder verzeichnet, noch findet man in den weiten des Netzes entsprechende Hinweise darauf. Eine solche Berichterstattung lässt nichts gutes Ahnen.

 


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Wichtige Fragen stellen

Am Ende bleiben neben dem Vorwurf an die Mediziner und der Falschbehauptung eine Reihe von offenen Fragen.

Trotzdem ist die Aussage, das die Verschreibungen von ADHS-Medikamenten rückläufig ist durchaus interessant. Hier wäre es angebracht, darüber Nachforschungen anzustellen, warum die betroffenen Kinder und Jugendlichen keine Medikamente mehr bekommen (müssen).

 

   
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